Bundestag beschließt solaren Klimaschutz-Booster

Grünes Licht für Klimaschutz-Booster

Zugang zu preis­wer­tem Solar­strom wird für Mie­ter, Immo­bi­li­en­be­sit­zer und Unter­neh­men leich­ter – Solar­bran­che erwar­tet Zunah­me an Pho­to­vol­ta­ik-Inves­ti­tio­nen auf Dächern und Frei­flä­chen infol­ge ver­bes­ser­ter Inves­ti­ti­ons­be­din­gun­gen, mahnt aber wei­te­re Refor­men an

Ber­lin, 26.04.2024: Der Deut­sche Bun­des­tag hat mit dem Solar­pa­ket I heu­te zahl­rei­che Maß­nah­men auf den Weg gebracht, die den wei­te­ren Aus­bau der Solar­tech­nik in Deutsch­land ver­ein­fa­chen wer­den. Die Solar­wirt­schaft begrüßt das Reform­pa­ket. Ihr Bun­des­ver­band rech­net damit, dass nun ver­stärkt auch Gewer­be- und Indus­trie­be­trie­be Solar­strom­an­la­gen errich­ten wer­den, um ihre Ener­gie­kos­ten zu drü­cken und künf­tig bere­chen­ba­rer zu machen.

Das Reform­pa­ket wer­de über neue Mög­lich­kei­ten einer „gemein­schaft­li­chen Gebäu­de­ver­sor­gung“ in den kom­men­den Jah­ren auch Mie­te­rin­nen und Mie­tern den Zugang zu preis­wer­tem Solar­strom erleich­tern, so die Erwar­tung des Bun­des­ver­ban­des Solar­wirt­schaft (BSW-Solar). Der Ver­band hat­te seit Jah­ren für ein Solar-Beschleu­ni­gungs­ge­setz gewor­ben und sich inten­siv an den Kon­sul­ta­tio­nen des Reform­vor­ha­bens beteiligt.

In Deutsch­land sind der­zeit knapp vier Mil­lio­nen Solar­strom­an­la­gen in Betrieb. Gemein­sam decken sie rund 12 Pro­zent des hei­mi­schen Strom­ver­brauchs. Bereits in zehn Jah­ren sol­len es rund 30 Pro­zent sein, so das Ziel der Ampel-Koalition.

„Ob für Mie­ter, Immo­bi­li­en­be­sit­zer, Land­wir­te oder Unter­neh­mer – der Zugang zu preis­wer­tem Solar­strom wird deut­lich leich­ter,“ erklärt Cars­ten Kör­nig, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des BSW-Solar. „Von klei­nen Ste­cker-Solar­ge­rä­ten auf Bal­ko­nen, über Solar­kraft­wer­ke auf Indus­trie­hal­len bis hin zum Mega­watt-Solar­park – jetzt kann die Son­nen­stromern­te wei­ter zunehmen.“

Mit einen neu­en Inves­ti­ti­ons­schub in Solar­an­la­gen rech­net Kör­nig auch in der Land­wirt­schaft: „Solar­kraft­wer­ke auf ertrags­schwa­chen Böden sind jetzt zumeist för­der­fä­hig. Eine effi­zi­en­te Dop­pel­nut­zung von Flä­chen für die Ern­te von Feld­früch­ten und Solar­strom wird sogar gezielt ange­reizt. Und die Solar­strom­erzeu­gung auf Gewer­be­dä­chern erhält eine ver­bes­ser­te Ein­spei­se-ver­gü­tung. Auf bestehen­den land­wirt­schaft­li­chen Gebäu­den im Außen­be­reich wird sie nicht län­ger schlech­ter gestellt.“

Jetzt kom­me es dar­auf an, schnell die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für eine Umset­zung der Geset­zes­re­for­men zu schaf­fen. Wei­te­re Refor­men z. B. im Steu­er­recht, beim Ener­gie­markt­de­sign und Netz­zu­gang müs­sen nach Ein­schät­zung des Bran­chen­ver­ban­des zudem zeit­nah fol­gen, um die gewal­ti­gen noch unge­nutz­ten Poten­zia­le der Solar- und Spei­cher­tech­no­lo­gien zu heben. „Noch in die­sem Jahr bedarf es eines zwei­ten Solar­pa­ke­tes, um die neu instal­lier­te PV-Leis­tung gemäß den Plä­nen der Ampel-Koali­ti­on von 15 Giga­watt im ver­gan­ge­nen Jahr auf jähr­lich 22 Giga­watt ab dem Jahr 2026 zu stei­gern“, so Körnig.

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Quel­le: Bun­des­ver­band Solar­wirt­schaft e. V
Foto­credit: Ado­be­Stock 417028878 / Brisystem

 

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