Bauernpräsident droht mit Rückkehr der Traktoren: Agrardiesel muss bleiben. Wenn notwendig, sehr schnell auf der Straße

Bauernpräsident droht mit Rückkehr der Traktoren: „Agrardiesel muss bleiben“. 100 Tage nach Bauernprotesten – Rukwied: Wenn notwendig, sehr schnell auf der Straße

100 Tage nach dem Beginn der gro­ßen Bau­ern­pro­tes­te droht Bau­ern­prä­si­dent Joa­chim Ruk­wied mit der Rück­kehr der Trak­to­ren. Im Inter­view mit der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung“ for­der­te Ruk­wied: „Der Agrar­die­sel darf nicht gestri­chen wer­den.“ Es brau­che „eine fai­re Lösung“ für deut­sche Land­wir­te beim The­ma Die­sel, die ansons­ten im euro­päi­schen Wett­be­werb benach­tei­ligt wer­den wür­den. Ruk­wied ver­wies auf Bel­gi­en, wo Agrar­die­sel gar nicht besteu­ert wer­de. Der Bau­ern­prä­si­dent mahn­te die Poli­tik, auf die For­de­rung ein­zu­ge­hen: „Wenn es not­wen­dig wird, sind wir sehr schnell wie­der auf der Stra­ße. Was das bedeu­tet, haben wir im Win­ter gezeigt. Da las­sen wir nicht locker.“

Anfang des Jah­res hat­ten geplan­te Sub­ven­ti­ons­kür­zun­gen im Bereich der Land­wirt­schaft zu mas­si­ven Pro­tes­ten gesorgt. Am 8. Janu­ar ver­sam­mel­ten sich Bau­ern und ande­re Unter­neh­mer vor dem Bran­den­burg Tor in Ber­lin, um gegen die Poli­tik der Ampel-Regie­rung zu demons­trie­ren. Bun­des­weit kam es in der Fol­ge immer wie­der zu Aktio­nen. Die Ampel nahm dar­auf­hin Tei­le der Kür­zun­gen zurück, die Agrar­die­sel-Strei­chung soll aber schritt­wei­se zum Jahr 2026 kom­men. Bis­lang kön­nen sich Land­wir­te die Ener­gie­steu­er für Die­sel teil­wei­se zurück­er­stat­ten las­sen – mit einer Ver­gü­tung von 21,48 Cent pro Liter.

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Quel­le: Neue Osna­brü­cker Zei­tung, Redaktion
Ori­gi­nal-Con­tent von: Neue Osna­brü­cker Zei­tung, über­mit­telt durch news aktuell

Foto­credit: Ado­be­Stock 725876362 / Brisystem

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