AOK: Kopfläuse im Hochsauerlandkreis wieder auf dem Vormarsch

Läusemittel kann Ausbreitung verhindern

Kopf­läu­se sind im Hoch­sauer­land­kreis wie­der auf dem Vor­marsch. Das geht aus einer aktu­el­len Aus­wer­tung der AOK Nord­West her­vor. Danach sind die Ver­schrei­bun­gen von Arz­nei­mit­teln gegen Läu­se­be­fall im Jahr 2022 im Ver­gleich zum Vor­jahr wie­der ange­stie­gen. So wur­den 2022 ins­ge­samt 208Packungen Anti-Läu­se­mit­tel von nie­der­ge­las­se­nen Ärz­ten im Hoch­sauer­land­kreis ver­ord­net, im Vor­jahr waren es 173. Vor der Pan­de­mie gab es aller­dings wesent­lich mehr Über­tra­gun­gen von Kopf­läu­sen. In 2019 wur­den 352 Packun­gen ver­ord­net. „Durch die Abstands­re­geln wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie konn­te sich die Kopf­laus nicht wei­ter ver­meh­ren. So kam es zu einem deut­li­chen Ein­bruch bei den Über­tra­gun­gen. Mit dem Weg­fall der Maß­nah­men sind die Läu­se aller­dings wie­der auf dem Vor­marsch“, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schnei­der.

Kopf­läu­se sind im Prin­zip harm­los: Sie über­tra­gen kei­ne gefähr­li­chen Krank­hei­ten, ner­ven aber gewal­tig. Die klei­nen Tier­chen leben vor allem in Kin­der­haa­ren und ver­meh­ren sich rasend schnell. Die Biss- und Ein­stich­stel­len wer­den durch den unan­ge­neh­men Juck­reiz häu­fig wund gekratzt. Vor allem Kin­der­gar­ten- und Grund­schul­kin­der sind betrof­fen.  

Da Kopf­läu­se weder sprin­gen noch flie­gen kön­nen, sind sie sie in ihren Bewe­gun­gen stark ein­ge­schränkt.Zur Über­tra­gung müs­sen sie von einem Kopf auf den ande­ren stei­gen. Dazu ist ein Kopf-an-Kopf-Kon­takt oder genau­er ein Haar-an-Haar-Kon­takt not­wen­dig. Die Coro­na­re­geln haben der Kopf­laus daher das Leben schwer­ge­macht: Vie­le Kin­der spiel­ten nicht mehr mit­ein­an­der, saßen im Kin­der­gar­ten nicht mehr eng bei­ein­an­der und hat­ten ins­ge­samt wenig Kon­takt. Und in den Grund­schul­klas­sen muss­te ein gro­ßer Abstand ein­ge­hal­ten wer­den. Durch die Nor­ma­li­sie­rung unse­res All­tags hat die Kopf­laus jetzt aber wie­der die Chan­ce, sich aus­zu­brei­ten.  

„Läu­se soll­ten auf jeden Fall so schnell wie mög­lich behan­delt wer­den, damit sie sich nicht in Win­des­ei­le wei­ter aus­brei­ten“, so Schnei­der.

Dabei ist es mit einer ein­ma­li­gen Behand­lung nicht getan: Die Läu­se­mit­tel müs­sen nach neun oder zehn Tagen erneut auf­ge­tra­gen wer­den; das nas­se Aus­käm­men von Läu­sen und Nis­sen steht zwei Wochen lang alle drei bis vier Tage auf dem Pro­gramm. In der Apo­the­ke gibt es ver­schie­de­ne Pro­duk­te, die von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men wer­den. Außer­dem ist es wich­tig, die Schu­le oder KiTa sofort zu infor­mie­ren, wenn ein Kind betrof­fen ist. 

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Bild: Kopf­läu­se sind im Hoch­sauer­land­kreis wie­der auf dem Vor­marsch. Die klei­nen Para­si­ten leben vor allem in Kin­der­haa­ren, sor­gen für Juck­reiz und ver­meh­ren sich schnell. 

Fotocredit:©AOK/hfr.

Quel­le: Jörg Lewe, Spe­zia­list Pres­se Ser­vice­re­gi­on, AOK Nord­West, Die Gesundheitskasse.

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