Peter Liese: Alle Alternativen zu russischen Energieimporten nutzen

Europäisches Parlament zeigt Solidarität mit der Ukraine und fordert härtere Sanktionen / Sehr emotionale Rede von Präsident Selenskyj

win­ter­berg-total­lo­kal: In einer sehr emo­tio­na­len Bot­schaft hat sich der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj an die Abge­ord­ne­ten des Euro­päi­schen Par­la­ments gerich­tet. Wäh­rend einer Ple­nar­de­bat­te schil­der­te er die Situa­ti­on in sei­nem Land, dank­te der EU für ihre Unter­stüt­zung und bat um wei­te­re kon­kre­te Hil­fe. Die Abge­ord­ne­ten ver­ab­schie­de­ten anschlie­ßend mit rie­si­ger Mehr­heit eine Reso­lu­ti­on, in der sie die rus­si­sche Aggres­si­on aufs Schärfs­te ver­ur­tei­len, der Ukrai­ne ihre vol­le Soli­da­ri­tät aus­spre­chen und die Bereit­schaft zur Auf­nah­me von Flücht­lin­gen bekräf­ti­gen. Sie for­dern auch wei­te­re har­te Sank­tio­nen, u.a. im Bereich der Ener­gie. „Der 24. Febru­ar 2022 hat alles geändert.

Wir müs­sen unser gan­zes Leben über­prü­fen. Dass wir 2021 umge­rech­net etwa 99 Mil­li­ar­den Euro[1] für Ener­gie­im­por­te aus Russ­land bezahlt haben (44,5 Mil­li­ar­den Euro mehr als der gesam­te rus­si­sche Mili­tär­haus­halt), ist uner­träg­lich. So schnell wie mög­lich müs­sen wir alle Alter­na­ti­ven nut­zen, d.h. kurz­fris­tig Ener­gie spa­ren, Gas, Öl und Koh­le aus ande­ren Tei­len der Welt impor­tie­ren und mit­tel­fris­tig noch schnel­ler als bis­her geplant auf erneu­er­ba­re Ener­gien umstei­gen. Das wird nicht ein­fach sein, aber das sind wir dem Kampf um die Frei­heit und die Men­schen­rech­te schul­dig”, so der süd­west­fä­li­sche CDU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Dr. Peter Liese.

[1] 2020 umge­rech­net 60 Mrd. €, 2021 umge­rech­net 99 Mrd. € laut EUROSTAT

Foto­credits: Europabüro

Quel­le: Dr. Peter Lie­se MdEP

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