Gelebte Vierjahreszeitenregion und Studienort

 

Tourismuschef Michael Beckmann zieht Bilanz und stellt Schwerpunkte und Strategien für die nahe Zukunft vor

win­ter­berg-total­lo­kal : In cir­ca zwei Wochen ent­schei­det sich, ob 2021 nach drei Jah­ren inten­si­ver Vor­be­rei­tung mit der Stadt Arns­berg und dem Team Sauer­land in Neheim-Hüs­ten im Sauer­land die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Renn­rad­fah­ren aus­ge­rich­tet wer­den. Beck­mann erkennt im Rad­sport für Win­ter­berg gro­ßes tou­ris­ti­sches Poten­ti­al : „Es ist ein Sport, der trans­for­miert wer­den kann – jeder, der sich durch sei­ne media­le Prä­senz inspi­riert sieht, kann ihn ohne gro­ßen Auf­wand nach­ma­chen und ausüben.ˮ Noch in die­sem Jahr fin­det am 22.09. die Sauer­land­rund­fahrt von Neheim nach Win­ter­berg mit dem Kah­len Asten als Ziel­ort auf einer Stre­cke von 150 Kilo­me­tern statt.

Eine Stär­kung des hei­mi­schen Hotel- und Gas­tro­no­mie­ge­wer­bes ver­spricht sich Beck­mann von einem erst­mals vor­ge­stell­ten Pro­jekt zwi­schen Win­ter­berg und der Inter­na­tio­na­len Hoch­schu­le Dort­mund (IUBH): Die Pri­vat­uni bie­tet an 17 Cam­pus-Stand­or­ten in Deutsch­land und Öster­reich ver­schie­de­ne Stu­di­en­gän­ge an. Für den sie­ben semest­ri­gen, dua­len Stu­di­en­gang im Bereich Tou­ris­mus­wirt­schaft und Hotel­ma­nage­ment könn­te Win­ter­berg schon ab Herbst 2020 ein wei­te­rer Außen­stand­ort der Uni­ver­si­tät wer­den. Nach aktu­el­len Pla­nun­gen soll der Stu­di­en­gang für 20 bis 30 Stu­den­ten aus­ge­legt sein, nach Aus­bil­dungs­be­trie­ben und Unter­richts­räu­men wird der­zeit Aus­schau gehal­ten. Es besteht die Hoff­nung, dass durch die Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Dort­mun­der Uni­ver­si­tät und Win­ter­berg die Abwan­de­rungs­be­we­gung jun­ger Men­schen zumin­dest im tou­ris­ti­schen Sek­tor gebremst wer­den kann. Denn Eines ist sicher : Stei­gen­de Gäs­te­zah­len und Fach­kräf­te­man­gel im Tou­ris­mus füh­ren dazu, dass die schon heu­te an ihrer Kapa­zi­täts­gren­ze arbei­ten­den Hotel- und Gas­tro­no­mie­be­trie­be mit­tel­fris­tig aus­blu­ten wer­den.

Kein Som­mer­loch

Ers­te belast­ba­re Über­nach­tungs­zah­len aus der Som­mer­sai­son 2019 bele­gen, dass das dies­jäh­ri­ge, nur durch­wach­sen aus­ge­fal­le­ne Win­ter­ge­schäft, auf­ge­fan­gen wer­den konn­te. Neben den von den Beher­ber­gungs­be­trie­ben über­mit­tel­ten Zah­len sind die zufrie­de­nen Lebens­mit­tel­ein­zel­händ­ler ein eben­falls wich­ti­ger Indi­ka­tor für den Besuch von Tages­tou­ris­ten. Nach Aus­wer­tung der Som­mer-Über­nach­tungs­zah­len ist es über­ra­schend, dass – anders als nach der Win­ter­sai­son – die Gäs­te­zah­len nicht ins Boden­lo­se fal­len. „Buchun­gen nach den Som­mer­fe­ri­en wer­den zwar weni­ger, aber mit der Nach­sai­son im Som­mer kön­nen wir sehr zufrie­den sein und zuver­sicht­lich in die zwei­te Jah­res­hälf­te bli­ckenˮ, so Beck­mann.

Ille­ga­le Ver­mie­tun­gen durch Online-Por­ta­le

Auch in Win­ter­berg sor­gen Platt­for­men für die Ver­mie­tung von pri­va­ten Zim­mern und Woh­nun­gen dafür, dass man­cher Ver­mie­ter sei­ne Feri­en­un­ter­kunft nicht anmel­det. Durch ent­gan­ge­ne Tou­ris­mus­ab­ga­ben ent­steht der Stadt ein erheb­li­cher Scha­den. Allei­ne beim größ­ten Anbie­ter AirBnB wer­den in Win­ter­berg 450 Ein­trä­ge gelis­tet, 240 davon sind ord­nungs­ge­mäß ange­mel­det. Wei­te­re 130 befin­den sich gar nicht im Stadt­ge­biet, son­dern wer­ben mit den Ange­bo­ten der „Mar­ke Win­ter­ber­gˮ, sie befin­den sich in den umlie­gen­den Städ­ten wie Ols­berg oder Mede­bach. Mit Hil­fe von Pro­be­bu­chun­gen wird der­zeit der Sta­tus bei den ver­blei­ben­den Unter­künf­ten recher­chiert, ers­te Anhö­rungs­bö­gen und Schätz­be­schei­de wur­den bereits ver­schickt. Die Ein­trä­ge wei­te­rer Por­ta­le wer­den eben­falls geprüft.

Aus­blick

Neben den genann­ten Ver­an­stal­tun­gen wird auch schon wie­der für die Win­ter­sai­son flei­ßig geplant : Bob- und Renn­ro­del­welt­cup und das Fina­le des Snow­board-Welt­cups im März 2020 sind die Events, mit denen die Stadt Win­ter­berg schon seit Jah­ren ihre Win­ter­sport­ex­per­ti­se mani­fes­tiert hat. Zusam­men mit den Maß­nah­men zur inner- und außer­ört­li­chen Ver­kehrs­steue­rung, wie zum Bei­spiel Ski­bus, Ver­kehrs­leit­sys­tem, Wech­sel­licht­an­la­gen und dem Son­der­zug Ober­hau­sen ver­sucht man sowohl Gäs­ten als auch Anlie­gern die Stoß­zei­ten so ange­nehm wie mög­lich zu machen.

Mit dem ange­bo­te­nen Bür­ger­dia­log und der erwerb­ba­ren Bür­ger­kar­te mit 41 zum Teil hoch­prei­si­gen Ange­bo­ten sieht Beck­mann ein Invest­ment zur lang­fris­ti­gen Akzep­tanz bei den Win­ter­ber­ger Bür­gern.

 

BU.:Keine Angst vor dem Sai­son­ende, in Win­ter­berg ist ganz­jäh­rig Sai­son !

Quel­le : Robert Trapp­mann


Bericht : winterberg-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Winterberg

winterberg-totallokal.de

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