Start der Gartensaison im Hochsauerlandkreis – AOK rät vorher dringend zur Tetanusimpfung

11Frühlingszeit ist Gartenzeit – AOK rät vorher dringend zur Tetanusimpfung

Hoch­sauer­land­kreis, 21.03.2023: Früh­lings­zeit ist Gar­ten­zeit. Die Men­schen im Hoch­sauer­land­kreisver­brin­gen wie­der mehr Zeit im Frei­en. Pflan­zen zu pfle­gen und ihnen beim Wach­sen zuzu­se­hen, ist für vie­le medi­ta­tiv und macht glück­lich. Was dabei oft nicht bedacht wird: Bei der Gar­ten­ar­beit kann es schnell durch eine ros­ti­ge Gar­ten­sche­re, Dor­nen am Rosen­stock oder Holz­split­ter am Gar­ten­zaun zu Ver­let­zun­gen kom­men. In der Erde lau­ern Krank­heits­er­re­ger wie das Bak­te­ri­um Clos­tri­di­um teta­ni, das dann in die Wun­de ein­drin­gen und die gefähr­li­che Infek­ti­ons­krank­heit Teta­nus (Wund­starr­krampf) aus­lö­sen kann. Ein aus­rei­chen­der Impf­schutz gegen Teta­nus besteht nur, wenn die letz­te Teta­nus­imp­fung nicht län­ger als zehn Jah­ren zurück­liegt. „Bevor die Hob­by­gärt­ner im Hoch­sauer­land­kreis mit dem Wer­keln im Gar­ten begin­nen, soll­ten sie unbe­dingt ihren Teta­nus-Impf­sta­tus durch den behan­deln­den Haus­arzt über­prü­fen und bei Bedarf auf­fri­schen las­sen“, rät AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schnei­der.  

Vie­len im Hoch­sauer­land­kreis juckt es schon im grü­nen Dau­men. Es ste­hen vie­le Arbei­ten an, bei denen die Hän­de mit Erde in Berüh­rung kom­men. Clos­tri­di­um teta­ni Bak­te­ri­en kom­men nahe­zu über­all vor, ins­be­son­de­re im Erd­reich oder auch im Kom­post­hau­fen. Und sie sind wider­stands­fä­hig gegen Hit­ze und Des­in­fek­ti­ons­mit­tel. Ver­let­zun­gen, auch Baga­tel­len wie kleins­te Krat­zer, Schram­men oder Dor­nen­sti­che, sind für sie das Ein­falls­tor in den Kör­per. Nicht die Bak­te­ri­en selbst ver­ur­sa­chen die Krank­heit, son­dern die zwei Gif­te, die sie abson­dern. Die­se kön­nen die gefürch­te­ten Krämp­fe aus­lö­sen. „Eine Imp­fung gegen Teta­nus beugt Infek­tio­nen opti­mal vor. Neben einem aus­rei­chen­den Impf­schutz ist aber auch eine sofor­ti­ge Wund­be­hand­lung ent­schei­dend, beson­ders bei grö­ße­ren oder ver­schmutz­ten Wun­den,“, sagt Schnei­der.

Die Zeit zwi­schen der Infek­ti­on mit dem Erre­ger und dem Auf­tre­ten der ers­ten Krank­heits­sym­pto­me kann bei Teta­nus zwi­schen drei Tagen und bis zu drei Wochen dau­ern. Neben anfäng­li­chem Krib­beln und Taub­heits­ge­fühl im Wund­be­reich, Kopf­schmer­zen und Schwin­del kön­nen Schmer­zen und star­ke Krämp­fe ins­be­son­de­re der Zun­gen- und Kie­fer­mus­ku­la­tur sowie der Nacken- und Rücken­mus­ku­la­tur auf­tre­ten. Bei Befall der Atem­mus­ku­la­tur kann aku­te Lebens­ge­fahr kann bestehen.

Der Impf­schutz ist gene­rell sinn­voll, da eine Infek­ti­on natür­lich nicht nur bei der Gar­ten­ar­beit droht, son­dern grund­sätz­lich bei jeder klei­nen Ver­let­zung im Frei­en. Beson­ders wich­tig ist ein aktu­el­ler Impf­sta­tus für älte­re Men­schen mit Durch­blu­tungs­stö­run­gen, Dia­be­ti­kern und Per­so­nen mit Erkran­kun­gen der Haut­ober­flä­che, zum Bei­spiel offe­nen Ekze­men. Wäh­rend die Impf­quo­te für Teta­nus bei Kin­dern laut Exper­ten der Bun­des­zen­tra­le für Gesund­heit­li­che Auf­klä­rung (BZgA) in der Regel über 95 Pro­zent liegt, sinkt sie bei den Erwach­se­nen mit zuneh­men­dem Alter. Daher soll­ten gera­de älte­re Men­schen an die von der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on (STI­KO) emp­foh­le­ne Auf­frisch­imp­fung gegen Teta­nus den­ken – nach Ver­let­zun­gen auch mal frü­her als nach zehn Jah­ren. Eine durch­ge­mach­te Teta­nus­er­kran­kung schützt nicht dau­er­haft vor einer erneu­ten Infektion. 

Doch nicht nur ein aus­rei­chen­der Impf­schutz hilft gegen die Erre­ger. Spe­zi­el­le Gar­ten­hand­schu­he und fes­te Schu­he sind bei der Gar­ten­ar­beit sinn­voll. Sie schüt­zen vor klei­nen Ver­let­zun­gen und Infek­tio­nen, erset­zen aller­dings kei­nes­falls die Impfung.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über Nut­zen und mög­li­che Neben­wir­kun­gen von Auf­fri­schungs­imp­fun­gen gegen Teta­nus für Jugend­li­che und Erwach­se­ne lie­fert die AOK-Fak­ten­box unter www​.aok​.de/​f​a​k​t​e​n​b​o​xen im Inter­net. Ant­wor­ten auf vie­le Fra­gen rund um den Teta­nus-Impf­schutz gibt es auch beim Robert-Koch-Insti­tut online unter RKI – Imp­fun­gen A – Z – Schutz­imp­fung gegen Teta­nus: Häu­fig gestell­te Fra­gen und Antworten

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Quel­le: Jörg Lewe, Spe­zia­list Pres­se Ser­vice­re­gi­on, AOK Nord­West. Die Gesundheitskasse.

Bild im Bericht: Die Gar­ten­sai­son star­tet auch im Hoch­sauer­land­kreis. Doch bevor gegra­ben und gepflanzt wird, soll­te der Teta­nus-Impf­schutz über­prüft werden
Foto­credit: ©AOK/​hfr

Bild / Titel: Teta­nus – die Gefahr, die im Gar­ten lau­ert. Spe­zi­el­le Gar­ten­hand­schu­he und fes­te Schu­he sind ein abso­lu­tes Muss für jeden Hob­by­gärt­ner im Hoch­sauer­land­kreis
Foto­credit: ©AOK/​hfr.

 

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