Mahnung an Humanität und Verantwortung – das Fest der Unschuldigen Kinder

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Zum Fest der Unschuldigen Kinder am 28. Dezember

win­ter­berg-total­lo­kal : Ber­lin : Zum Fest der Unschul­di­gen Kin­der am 28. Dezem­ber sag­te Alex­an­dra Lin­der, Vor­sit­zen­de des Bun­des­ver­bands Lebens­recht e.V., heu­te in Berlin :

Am 28. Dezem­ber begeht die Katho­li­sche Kir­che das Fest der Unschul­di­gen Kin­der. Die­ses Fest ist seit dem sechs­ten Jahr­hun­dert über­lie­fert und erin­nert an den Kin­der­mord des König Hero­des. Nur ein Satz im Mat­thä­us-Evan­ge­li­um (Kapi­tel 2, Vers 16) beschreibt die grau­sa­me Sze­ne­rie, wie Hero­des aus Angst vor dem Ver­lust sei­ner Macht alle Jun­gen bis zum Alter von zwei Jah­ren in Beth­le­hem und Umge­bung ermor­den ließ. Drei Wei­se hat­ten ihn zuvor auf­ge­sucht und gefragt, wo der „neu­ge­bo­re­ne König der Juden“ zu fin­den sei.

Auch heu­te, etwa 2.000 Jah­re spä­ter, wer­den auf der gan­zen Welt Mil­lio­nen von Kin­dern miss­braucht, aus­ge­beu­tet und umge­bracht. Die jähr­li­chen Schät­zun­gen und Sta­tis­ti­ken sind furcht­bar : Bis zu einer hal­ben Mil­li­on Kin­der wer­den gezwun­gen, mit einer Waf­fe in der Hand ande­re Men­schen zu töten. Etwa 200 Mil­lio­nen Kin­der müs­sen schwer arbei­ten, um ihre Fami­li­en zu ernäh­ren, wer­den als Arbeits­skla­ven ver­lie­hen oder ver­kauft. Bis zu 50 Mil­lio­nen Kin­der sind auf der Flucht, über 145 Mil­lio­nen vom Hun­ger­tod bedroht. Weit über 20 Mil­lio­nen Kin­der wer­den sexu­ell miss­braucht. Bis zu 57 Mil­lio­nen Kin­der wer­den wegen des fal­schen Geschlechts, gene­ti­scher Beson­der­hei­ten, Pro­ble­men der Eltern und zuneh­mend ein­fach aus Will­kür und Unlust abgetrieben.

Die­ser Tag ist ein beson­de­rer Anlass zur Trau­er um alle getö­te­ten Kin­der und zum Ein­satz für alle bedroh­ten Kin­der. Er ist ein beson­de­rer Anlass zur huma­ni­tä­ren Besin­nung, dass gesun­de, star­ke Erwach­se­ne, dass Poli­tik und Gesell­schaft die Ver­ant­wor­tung haben, sich um die­je­ni­gen zu küm­mern, die sich selbst nicht hel­fen kön­nen. Jede Form des Kin­des­miss­brauchs muss bekämpft und been­det wer­den. Alle Erwach­se­nen, die Kin­der aus nied­ri­gen Beweg­grün­den wie Macht­er­halt, Ver­mö­gens­vor­teil, Ego­is­mus miss­brau­chen, aus­beu­ten oder töten, müs­sen an ihrem Tun gehin­dert und für ihr Tun zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen werden.

Wir bit­ten alle Chris­ten, an die­sem Tag der Unschul­di­gen Kin­der beson­ders für alle Kin­der zu beten, die von Gewalt, Aus­beu­tung und Tod bedroht sind.

Alex­an­dra Maria Lin­der M.A. (Vor­sit­zen­de)

Quel­le : Bun­des­ver­band Lebens­recht e.V.


Bericht : winterberg-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Winterberg

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