Unfallforscherin Zeidler zu Führerschein-Checks für Alte. Die über 75-Jährigen haben ein ähnlich hohes Unfallrisiko, wie die Fahranfänger

Unfallforscherin Zeidler zu Führerschein-Checks für Alte: Verkehrsminister Wissing wertet Zahlen falsch aus

Unfall­for­sche­rin Kirs­tin Zeid­ler vom Ver­band der Ver­si­che­rungs­in­dus­trie GDV wider­spricht Vol­ker Wis­sing, der Füh­rer­schein-Taug­lich­keits­prü­fun­gen für Hoch­be­tag­te ablehnt, da die­se kein höhe­res Unfall­ri­si­ko hät­ten. „Die Älte­ren fah­ren nicht mehr so viel, aber wenn sie am Steu­er sit­zen, haben sie ein ähn­lich hohes Unfall­ri­si­ko, wie Fahr­an­fän­ger“, sag­te Zeid­ler der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung“ (NOZ).

Der Ver­kehrs­mi­nis­ter habe die Gesamt­un­fall­sta­tis­tik im Blick, das sei aber „die fal­sche Grö­ße“, kri­ti­sier­te Zeid­ler. Man müs­se statt­des­sen „schau­en, wie viel Stre­cke die Hoch­be­tag­ten eigent­lich zurück­le­gen. Und wenn man das in Bezug setzt, stellt man fest, dass die über 75-Jäh­ri­gen ein ähn­lich hohes Unfall­ri­si­ko haben, wie die Hoch­ri­si­ko­grup­pe der Jungen.“

Wis­sings Sta­tis­tik sei ver­zerrt, erklär­te Zeid­ler der NOZ: „Nicht mehr alle Hoch­be­tag­ten fah­ren über­haupt noch Auto. Und die, die noch fah­ren, fah­ren nicht mehr so viel. Des­halb sieht man das erhöh­te Unfall­ri­si­ko in der Gesamt­un­fall­sta­tis­tik so nicht.“

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Quel­le: Neue Osna­brü­cker Zei­tung, Redaktion
Ori­gi­nal-Con­tent von: Neue Osna­brü­cker Zei­tung, über­mit­telt durch news aktuell

Foto­credit: Ado­be­Stock 382162011 / Brisystem

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