Digitalisierung an Winterberger Schulen schreitet ständig voran

Investitionen von 1 Millionen Euro in Digitalisierung der Schulen

win­ter­berg-total­lo­kal: Win­ter­berg: Nicht erst seit der Coro­na-Pan­de­mie hat die Stadt Win­ter­berg die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len als wich­ti­gen Zukunfts­auf­trag gese­hen. Aller­dings hat die Pan­de­mie wie ein Brenn­glas gewirkt und auf­ge­zeigt, dass die Schu­len in Deutsch­land ins­ge­samt bei der Digi­ta­li­sie­rung wei­ter­hin einen hohen Nach­hol­be­darf haben.

Die För­der­mit­tel von Bund und Land haben in den letz­ten Mona­ten wie ein Tur­bo für die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len gewirkt. „Vor der Pan­de­mie gab es an unse­ren Schu­len kein digi­ta­les End­ge­rät wie etwa iPads. Mitt­ler­wei­le ste­hen 624 iPads an unse­ren Schu­len für das digi­ta­le Ler­nen zur Ver­fü­gung. Das ist eine erheb­li­che Ver­bes­se­rung, aller­dings auch eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für den Sup­port in der Zukunft“, so Bür­ger­meis­ter Micha­el Beckmann.

Die Digi­ta­li­sie­rung an den Win­ter­ber­ger Schu­len soll kon­ti­nu­ier­lich mit wich­ti­gen Maß­nah­men und Pro­jek­ten vor­an­ge­trie­ben wer­den. Und hier­für hat die Stadt Win­ter­berg seit kur­zem einen eige­nen IT-Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt. Mei­ko Ebbrecht wird sich zukünf­tig um den soge­nann­ten Second-Level-Sup­port an den Win­ter­ber­ger Schu­len und die Wei­ter­ent­wick­lung der Digi­ta­li­sie­rung küm­mern. Das heißt, er ist künf­tig für alles ver­ant­wort­lich, was die Leh­re­rin­nen und Leh­rer nicht mit einem ein­fa­chen Kniff erle­di­gen können.

„Mit der Ein­stel­lung eines eige­nen Mit­ar­bei­ters in die­sem wich­ti­gen Bereich, gehen wir neue Wege. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­ten wir den Sup­port an den Schu­len an einen exter­nen Dienst­leis­ter ver­ge­ben. Die IT an den Schu­len hat sich in den letz­ten zwei Jah­ren aller­dings zu einer kom­ple­xen Auf­ga­be ent­wi­ckelt: Manage­ment der Mail-Sys­te­me oder des WLANs, der Schul­netz­werks und even­tu­el­ler Ser­ver oder gar einer eige­nen Cloud-Lösung, vom Daten­schutz ganz zu schwei­gen. Des­halb braucht es Mit­ar­bei­ter die vor Ort in den Schu­len der Stadt stän­dig unter­wegs sind und sich ganz­heit­lich um die IT küm­mern kön­nen. Genau hier­für haben wir Mei­ko Ebbrecht ein­ge­stellt“, so Bür­ger­meis­ter Micha­el Beckmann.

Früh­zei­ti­ge Erar­bei­tung der Medi­en­kon­zep­te zahlt sich aus

Schon vor der Pan­de­mie wur­de im Rah­men des Digi­tal­Pakt Schu­le sei­tens der Schul­lei­tun­gen unter Betei­li­gung der EDV-Abtei­lung ein Medi­en­kon­zept erar­bei­tet. Die­ses Kon­zept dien­te als Grund­la­ge und Leit­fa­den für den geziel­ten Ein­satz der För­der­mit­tel sei­tens Bund und Land in den letz­ten Mona­ten. Die­ses Medi­en­kon­zept wird in die­sem Jahr fort­ge­schrie­ben, um auch in Zukunft zum rich­ti­gen Zeit­punkt finan­zi­el­le Mit­tel zur Ver­fü­gung stel­len zu können.

1 Mil­lio­nen Euro in die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len Win­ter­bergs investiert

In den Jah­ren 2020 und 2021 wur­den fast 700.000 Euro in die lau­fen­de Ver­bes­se­rung der ITIn­fra­struk­tur an den Schu­len im Stadt­ge­biet Win­ter­berg inves­tiert. Im Jahr 2022 kom­men noch­mals rd. 250.000 Euro dazu, sodass ins­ge­samt dann knapp 1 Mil­lio­nen Euro in die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len Win­ter­bergs inves­tiert wur­den. „Im Nach­gang zu die­ser guten und wich­ti­gen För­de­rung sei­tens des Bun­des und des Lan­des ist es wich­tig, dass die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung vom Land auch wei­ter­läuft. Nur gemein­sam wer­den wir die für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler und die Leh­re­rin­nen und Leh­rer so wich­ti­ge digi­ta­le Infra­struk­tur an unse­ren Schu­len auf dem aktu­el­len Stand hal­ten kön­nen“, ist sich Bür­ger­meis­ter Beck­mann sicher.

Alle Schu­len am Glas­fa­ser­netz angeschlossen

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den alle Win­ter­ber­ger Schu­len an das Glas­fa­ser­netz ange­schlos­sen. So ver­fü­gen die Grund­schu­len in Nie­ders­feld, Sied­ling­hau­sen und Win­ter­berg sowie das Gym­na­si­um und der Sekun­dar­schul­stand­ort in Win­ter­berg mitt­ler­wei­le über schnel­le  Glas­fa­ser­an­schlüs­se. Das ist wich­tig, da zuver­läs­si­ge und schnel­le Net­ze ent­schei­den­de Fak­to­ren für die digi­ta­le Bil­dung sind. Für Leh­rer und Schü­ler bie­tet dabei das schnel­le Inter­net die Mög­lich­keit, moder­nen Unter­richt nach den neu­es­ten päd­ago­gi­schen Maß­stä­ben durchzuführen.

Die drei Grund­schu­len ver­fü­gen jetzt über eine Band­brei­te von 500 Mbit/​s und die bei­den wei­ter­füh­ren­den Schu­len über eine Band­brei­te von 1.000 Mbit/​s. Der Lei­tungs­aus­bau der drei Grund­schu­len erfolgt über die Richt­li­nie zur Gewäh­rung von Zuwen­dun­gen für die Glas­fa­ser­an­bin­dung der öffent­li­chen Schu­len und der geneh­mig­ten Ersatzschulen.

Tschüss Tafel – Hal­lo inter­ak­ti­ve Tafel und Präsentationstechnik

Allen Win­ter­ber­ger Schu­len wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit digi­ta­len Anzei­ge­mög­lich­kei­ten aus­ge­stat­tet: Bei den drei Grund­schu­len und dem Sekun­dar­schul­stand­or­te Win­ter­berg kom­men digi­ta­le Tafeln mit einem Apple TV zum Ein­satz und am Gym­na­si­um arbei­ten Schü­ler und Leh­rer nach einem eige­nen Kon­zept mit Bea­mer, Apple TV und Sound­sys­tem. „Wir haben für den digi­ta­len Unter­richt mit den Schu­len indi­vi­du­el­le Lösun­gen ent­wi­ckelt. Mit den digi­ta­len Werk­zeu­gen kann das Ler­nen noch akti­ver und indi­vi­du­el­ler gestal­tet wer­den“, so Andre­as Schlü­ter, Team­lei­ter der EDV der Stadt Winterberg.

Grund­schu­len Nie­ders­feld und Sied­ling­hau­sen bekom­men neue Tech­nik in Computerräume

Das Gym­na­si­um und der Sekun­dar­schul­stand­ort in Win­ter­berg ver­fü­gen über moderns­te Com­pu­ter­räu­me. In die­sem Jahr wer­den an den bei­den Grund­schu­len in Nie­ders­feld und Sied­ling­hau­sen die ver­al­te­ten PCs durch moder­ne Note­books aus­ge­tauscht. Die Schu­len im Stadt­ge­biet Win­ter­berg sind ins­ge­samt gut auf­ge­stellt. „Daher gilt mein Dank auch den Schul­lei­tun­gen und den Leh­rer­kol­le­gi­en, die mit ihrem gro­ßen Enga­ge­ment einen wesent­li­chen Teil dazu bei­tra­gen, dass unse­re Schu­len wett­be­werbs­fä­hig und attrak­tiv für Schü­le­rin­nen und Schü­ler und deren Eltern sind. Ein Dank geht auch an die Mit­glie­der des Stadt­rats, die dem The­ma Bil­dung seit Jah­ren Vor­fahrt ein­ge­räumt haben und hier­für auch in die­sem Jahr wie­der Finanz­mit­teln bereit­ge­stellt haben“, so Beckmann.

Foto­credits: Pixabay

Quel­le: Rabea Kap­pen, Stadt Winterberg

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