Der Arbeitsmarkt im Februar 2021

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Rückgang der Arbeitslosigkeit, Frühjahrsbelebung lässt trotzdem noch etwas auf sich warten

win­ter­berg-total­lo­kal : Die Ent­wick­lung auf dem regio­na­len Arbeits­markt : Im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest sinkt die Arbeits­lo­sig­keit im Berichts­mo­nat um 104 Per­so­nen oder 0,6 Pro­zent. Aktu­ell sind 17.336 Män­ner und Frau­en als arbeits­los registriert.

Im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest beträgt die Arbeits­lo­sen­quo­te bezo­gen auf alle zivi­len Erwerbs­per­so­nen 5,4 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,8 Prozent.

Im Ver­si­che­rungs­be­reich (Rechts­kreis Sozi­al­ge­setz­buch Drit­tes Buch, SGB III – Arbeits­lo­sen­geld I) wer­den aktu­ell 8.173 arbeits­lo­se Men­schen betreut, das sind 324 Per­so­nen oder 3,8 Pro­zent weni­ger als im Vor­mo­nat und 1.542 Frau­en und Män­ner oder 23,3 Pro­zent mehr als im Vorjahresmonat.

Im Bereich der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (Rechts­kreis Sozi­al­ge­setz­buch Zwei­tes Buch, SGB II – Arbeits­lo­sen­geld II) sind 9.163 Per­so­nen bei den Job­cen­tern regis­triert ; 220 Män­ner und Frau­en oder 2,5 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 426 Per­so­nen oder 4,9 Pro­zent mehr als im glei­chen Monat des Vorjahres.

Kurz­ar­beit

Ange­zeig­te Kurzarbeit :

Die Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens ab Novem­ber 2020 schla­gen sich wei­ter­hin in einer erhöh­ten Zahl neu­er Anzei­gen auf Kurz­ar­beit nie­der. Mit aktu­ells­tem Daten­stand für Janu­ar 2021 sind im Agen­tur­be­zirk Mesche­de-Soest ins­ge­samt 641 Anzei­gen auf Kurz­ar­beit (alle Anspruchs­grund­la­gen) für rund 6.857 Per­so­nen ein­ge­gan­gen, das sind 18 Anzei­gen mehr als im Monat zuvor und 665 Per­so­nen weniger.

Tat­säch­lich rea­li­sier­te Kurzarbeit :

Die Daten zur tat­säch­lich rea­li­sier­ten Kurz­ar­beit ste­hen wegen der Abrech­nungs-moda­li­tä­ten nur mit zeit­li­cher Ver­zö­ge­rung zur Ver­fü­gung. Nun lie­gen den Agen­tu­ren für Arbeit Daten für den Monat August 2020 vor. In die­sem Monat lag der Arbeits­aus­fall für Per­so­nen in Kurz­ar­beit bei durch­schnitt­lich 35,9 Pro­zent. Im August 2020 haben im Agen­tur­be­zirk Mesche­de-Soest zudem ins­ge­samt 1.770 Betrie­be für 20.743 Per­so­nen Kurz­ar­bei­ter­geld bean­tragt. Gegen­über Juli 2020 ist dies ein Rück­gang um rund 300 Betrie­be und 5.000 Personen.

Fol­gen­de Wirt­schafts­ab­schnit­te waren im August 2020 am stärks­ten von Kurz­ar­beit betroffen

  • Ver­ar­bei­ten­des Gewer­be 413 Betriebe
  • Han­del, Instand­hal­tung u. Rep. von KFZ 366 Betriebe
  • Gast­ge­wer­be 276 Betriebe
  • Frei­be­rufl., wis­sen­schaftl. u. techn. Dienst­leis­tun­gen 135 Betriebe
  • Sons­ti­ge wirt­schaftl. Dienst­leis­tun­gen 94 Betriebe

Der Arbeits­markt im Hoch­sauer­land­kreis (HSK)

„Der Start in die Früh­jahrs­be­le­bung lässt noch etwas auf sich war­ten“, so Oli­ver Schma­le, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Mesche­de-Soest zu den aktu­el­len Zah­len. „Wenn man aber bedenkt, dass wir uns noch im har­ten Lock­down befin­den, hat sich die Arbeits­lo­sig­keit in die­sem Febru­ar robust gegen die der­zei­ti­gen Ein­däm­mungs­maß­nah­men der Pan­de­mie behaup­tet“, so der Agen­tur­chef. „Wei­ter­hin sta­bi­li­siert die Kurz­ar­beit den Arbeits­markt, ver­hin­dert Ent­las­sun­gen und Arbeits­lo­sig­keit und sichert statt­des­sen wei­ter die Beschäf­ti­gung. Das bedeu­tet aber auch für die Men­schen, die bereits arbeits­los sind, dass sie län­ger nach einer Beschäf­ti­gung suchen müs­sen und teil­wei­se län­ger arbeits­los blei­ben als in ver­gan­ge­nen Jah­ren. Und das bedeu­tet eben­falls, dass die Her­aus­for­de­rung durch Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit wie­der wächst.“

Hochsauerlandkreis
Hoch­sauer­land­kreis

Arbeits­lo­sig­keit

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ist im Hoch­sauer­land­kreis im Febru­ar 2021 nahe­zu gleich­ge­blie­ben. Ins­ge­samt waren 7.136 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Ver­gli­chen mit den Zah­len des Vor­mo­na­tes ist dies eine Per­son mehr. Im Ver­gleich zum Febru­ar des Vor­jah­res steigt die Zahl der Arbeits­lo­sen um 822 Per­so­nen bzw. 13 Pro­zent. Die Arbeits­lo­sen­quo­te auf Basis aller zivi­len Erwerbs­per­so­nen beträgt im Febru­ar 4,8 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,2 Pro­zent (+0,6 Prozentpunkte).

Ent­wick­lung in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – SGB III

Im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sind in die­sem Monat 3.515 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Die Zahl hat sich im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 91 Per­so­nen bzw. 2,5 Pro­zent ver­rin­gert. Im Vor­jah­res­ver­gleich bedeu­tet dies eine Erhö­hung um 744 Per­so­nen oder 26,8 Prozent.

Ent­wick­lung in der Grund­si­che­rung – SGB II

In der Grund­si­che­rung sind 92 Arbeits­lo­se mehr als im Vor­mo­nat und 78 mehr als im Vor­jahr zu ver­zeich­nen. Im Ver­hält­nis zum Vor­mo­nat ent­spricht dies 2,6 Pro­zent mehr bzw. 2,2 Pro­zent mehr zum Vor­jahr. Ins­ge­samt sind es 3.621 Per­so­nen und damit 50,7 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen, die zur Grund­si­che­rung gemäß SGB II zählen.

Jugend­ar­beits­lo­sig­keit

700 Arbeits­lo­se sind im Berichts­mo­nat im Hoch­sauer­land­kreis unter 25 Jah­re alt. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind dies 28 jun­ge Arbeits­lo­se mehr und im Vor­jah­res­ver­gleich 75 arbeits­lo­se jun­ge Men­schen mehr. Die pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung beläuft sich somit auf plus 4,2 Pro­zent zum Vor­mo­nat bzw. plus 12 Pro­zent im Ver­gleich zum Vorjahr.

Älte­re Arbeitslose

Die Anzahl arbeits­lo­ser Per­so­nen ab 50 Jah­re ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 23 Per­so­nen oder 0,9 Pro­zent gesun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind es 279 Arbeits­lo­se mehr (+12,4 Pro­zent). Ins­ge­samt sind 2.529 Men­schen ab 50 Jah­re im Hoch­sauer­land­kreis betroffen.

Lang­zeit­ar­beits­lo­se

Die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ist im Hoch­sauer­land­kreis im Berichts­mo­nat gestie­gen.  2.811 Per­so­nen waren län­ger als ein Jahr nicht sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt, dar­un­ter zäh­len 79,7 Pro­zent (2.240 Per­so­nen) zur Grund­si­che­rung. Ver­gli­chen mit den Gesamt­zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 84 Lang­zeit­ar­beits­lo­se mehr. Im Ver­gleich zum Vor­jahr steigt die Zahl die­ser Arbeits­lo­sen um 699 Personen.

Etwa 35 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen im Hoch­sauer­land­kreis sind lang­zeit­ar­beits­los. Der Anteil liegt damit unter dem lan­des­wei­ten Durch­schnitt von rund 37 Pro­zent. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist die Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit in der Regi­on ten­den­zi­ell gesun­ken. Wäh­rend 2010 noch Höchst­wer­te ver­zeich­net wur­den, die die Aus­wir­kun­gen von der Finanz­kri­se erken­nen lie­ßen, konn­te der Bestand an Lang­zeit­ar­beits­lo­sen in den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren nach und nach abge­baut wer­den. Erst 2019 konn­te gar ein 10-Jah­res-Tief erreicht werden.

Durch die Coro­na-Pan­de­mie ent­fal­len aller­dings in erheb­li­chem Maße Abgangs­mög­lich­kei­ten in Maß­nah­men oder Beschäf­ti­gung auf dem Arbeits­markt. Trotz hoher Zuwäch­se in der Pan­de­mie bleibt die Anzahl von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen mit 2.386 aber noch deut­lich unter dem Niveau der Finanz­kri­se (3.433).

Stel­len­an­ge­bot

Unter­neh­men aus der Regi­on haben in die­sem Monat 466 Stel­len gemel­det (111 mehr als im Vor­mo­nat, aber 120 weni­ger als im Febru­ar des Vor­jah­res). Im Bestand befin­den sich ins­ge­samt 2.547 offe­ne Stel­len, 18 mehr als im Vor­mo­nat und 171 weni­ger als im Vorjahresmonat.

Quel­le : Agen­tur für Arbeit Meschede-Soest


Bericht : winterberg-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Winterberg

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