Der Reis ist heiß – worauf Sie achten sollten beim Reiskocher kauf

Der Reis ist heiß – worauf Sie achten sollten beim Reiskocher kauf

Mün­chen: Ein Reis­ko­cher macht locke­ren Reis ohne Anbren­nen und mit idea­ler Kon­sis­tenz mög­lich. Das prak­ti­sche Küchen­ge­rät erfreut sich wach­sen­der Beliebt­heit, da es sowohl Reis per­fekt zube­rei­ten als auch für Gemü­se, Qui­noa oder Sup­pen ein­ge­setzt wer­den kann. TÜV SÜD-Pro­dukt­ex­per­tin Anna Huber erklärt, wor­auf Ver­brau­cher beim Kauf ach­ten sollten.

Funktionsweise und Leistung

Ein Reis­ko­cher arbei­tet nach einem ein­fa­chen Prin­zip: Was­ser und Reis wer­den gemein­sam erhitzt, bis das Was­ser voll­stän­dig ver­dampft ist oder der Reis das Was­ser voll­stän­dig auf­ge­nom­men hat. Danach hält das Gerät den Reis auto­ma­tisch warm. “Wich­tig ist, dass das Gerät die Tem­pe­ra­tur zuver­läs­sig regu­liert, damit der Reis nicht über­g­art oder anbrennt”, so Huber.

Für die meis­ten Haus­hal­te genügt eine Leis­tung zwi­schen 400 und 700 Watt. Gerä­te mit höhe­rer Watt­zahl garen schnel­ler, ver­brau­chen aber auch mehr Ener­gie. Moder­ne Reis­ko­cher ver­fü­gen über Sen­so­ren zur Tem­pe­ra­tur­steue­rung und auto­ma­ti­sche Abschalt- oder Warm­hal­te­funk­tio­nen, die für gleich­blei­ben­de Ergeb­nis­se sor­gen. Soge­nann­te “Fuzzy-Logic”-Systeme pas­sen die Gar­zeit sogar auto­ma­tisch an ver­schie­de­ne Reis­sor­ten an und ver­hin­dern Fehlbedienungen.

Größe und Fassungsvermögen

Reis­ko­cher gibt es in vie­len ver­schie­de­nen Grö­ßen – vom kom­pak­ten Modell für Sin­gle-Haus­hal­te bis zur Großfamilien-Version.

  • 1 Liter Fas­sungs­ver­mö­gen reicht für etwa 2–3 Portionen.
  • 1,5 bis 2 Liter sind ide­al für Familien.
  • Wer häu­fig Gäs­te bekocht, soll­te ein Modell mit 3 Litern oder mehr wählen.

Ein her­aus­nehm­ba­rer Innen­topf mit Anti­haft­be­schich­tung erleich­tert das Ser­vie­ren und Rei­ni­gen. “Beim Kauf soll­te man dar­auf ach­ten, dass die Beschich­tung lang­le­big und frei von Schad­stof­fen wie BPA oder PTFE ist”, emp­fiehlt Huber. Eine kla­re Füll­stands­ska­la im Inne­ren ver­hin­dert Mess­feh­ler und sorgt für gleich­blei­ben­de Ergebnisse.

Ausstattung und Zusatzfunktionen

Vie­le Reis­ko­cher kön­nen mehr als nur Reis zube­rei­ten. Pro­gram­me für Qui­noa, Hir­se, Sup­pe, Por­ridge oder Dämp­fen machen das Gerät viel­sei­tig. Ein Dampf­auf­satz ermög­licht die scho­nen­de Zube­rei­tung von Gemü­se oder Fisch. “Für Kom­fort sor­gen Timer-Funk­tio­nen, eine Warm­hal­te­au­to­ma­tik oder ein akus­ti­sches Signal, das ertönt, wenn der Reis fer­tig ist”, so die Exper­tin. Beson­ders prak­tisch sind Gerä­te mit LCD-Dis­play und kla­rer Menü­füh­rung. Für Viel­nut­zer kön­nen Apps oder eine smar­te Steue­rung per Bluetooth/​WLAN einen zusätz­li­chen Kom­fort bieten.

Sicherheit und Handhabung

Da Reis­ko­cher mit Dampf und Hit­ze arbei­ten, spie­len Sicher­heit und Hand­ha­bung eine zen­tra­le Rol­le. Wich­tig sind rutsch­fes­te Füße, hit­ze­be­stän­di­ge Grif­fe sowie ein sicher ver­rie­gel­ba­rer Deckel, der Druck und Dampf zuver­läs­sig hält. Auch ein inte­grier­ter Über­hit­zungs­schutz ist wich­tig, um das Gerät bei zu hohen Tem­pe­ra­tu­ren auto­ma­tisch abzu­schal­ten. Ein Cool-Touch-Gehäu­se ver­hin­dert Ver­bren­nun­gen, wenn der Kocher im Betrieb berührt wird. Das ist beson­ders in Haus­hal­ten mit Kin­dern ist das ein ent­schei­den­der Vor­teil. Ein gut schlie­ßen­der Dampf­aus­lass redu­ziert zudem das Risi­ko von hei­ßen Wasserspritzern.

Reinigung und Pflege

Ein her­aus­nehm­ba­rer Topf und ein abnehm­ba­rer Kon­dens­was­ser- oder Dampf­de­ckel erleich­tern die Rei­ni­gung. Vie­le Tei­le sind spül­ma­schi­nen­ge­eig­net, soll­ten aber regel­mä­ßig auf Rück­stän­de über­prüft wer­den. Nach jedem Gebrauch emp­fiehlt es sich, das Gerät und das Zube­hör gründ­lich zu trock­nen, um Schim­mel­bil­dung zu ver­mei­den. Gerä­te mit glat­ten Edel­stahl­flä­chen und weni­ger Ecken erleich­tern die Hygie­ne zusätzlich.

Energieeffizienz und Langlebigkeit

Gerä­te mit auto­ma­ti­scher Abschal­tung und guter Wär­me­iso­lie­rung spa­ren Ener­gie. Hoch­wer­ti­ge Model­le ver­fü­gen über robus­te Sen­so­ren und lang­le­bi­ge Beschich­tun­gen, die eine gleich­mä­ßi­ge Hit­ze­ver­tei­lung gewähr­leis­ten. Ersatz­tei­le wie Dich­tungs­rin­ge oder Mess­be­cher soll­ten erhält­lich sein, denn das ver­län­gert die Lebens­dau­er. Ein Blick auf die Repa­rier­bar­keit und die ver­füg­ba­ren Ersatz­tei­le lohnt sich beson­ders bei regel­mä­ßi­gem Gebrauch.

TÜV SÜD gibt Sicherheit

Beim Kauf soll­ten Ver­brau­cher auf das GS-Zei­chen für “Geprüf­te Sicher­heit” und das blaue TÜV SÜD-Okta­gon ach­ten. TÜV SÜD prüft Reis­ko­cher unter ande­rem auf elek­tri­sche Sicher­heit, Mate­ri­al­qua­li­tät, Tem­pe­ra­tur­re­ge­lung und Bedien­kom­fort. So kön­nen Käu­fer sicher sein, dass ihr Gerät zuver­läs­sig und sicher funktioniert.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es HIER.

 

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Quel­le: TÜV SÜD, über­mit­telt durch news aktuell
Bild: TÜV SÜD erklärt, wor­auf es bei Reis­ko­chern wirk­lich ankommt.
Foto­credits: TÜV SÜD / Con­ny Kurz