Rückenwind für die Schwimmfähigkeit

Rückenwind für die Schwimmfähigkeit der Menschen in Deutschland: DLRG Präsidentin zum Beschluss der DOSB Mitgliederversammlung

Bad Nenn­dorf: Bund, Län­der und Kom­mu­nen sol­len gemein­sam mit den Betrei­bern und Nut­zern einen Schwimm­bad­plan für Deutsch­land erstel­len und damit die Grund­la­ge schaf­fen, um die Schwimm­fä­hig­keit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu sichern. Die­se For­de­rung der Ver­tre­ter aus der Bäder­land­schaft wird nun auch von ganz Sport­deutsch­land mit sei­nen rund 86.000 Ver­ei­nen geteilt. Auf der 22. Mit­glie­der­ver­samm­lung des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des (DOSB) am Sams­tag (6.12.) in Frank­furt am Main stimm­ten die Dele­gier­ten der Sport­ver­bän­de ein­stim­mig für den Antrag des Deut­schen Schwimm­ver­ban­des (DSV).

Schwim­men zu kön­nen, kann lebens­wich­tig sein. Daher soll­ten es mög­lichst alle Men­schen beherr­schen. Eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung dafür ist eine flä­chen­de­ckend an den Bedar­fen aus­ge­rich­te­te und intak­te Schwimmb­ad­land­schaft. Der Beschluss der DOSB Mit­glie­der­ver­samm­lung macht deut­lich, dass die­se Auf­fas­sung auch abseits der Ver­bän­de mit Bezug zum nas­sen Ele­ment weit­hin geteilt wird. Das gibt Rücken­wind “, kom­men­tier­te die Prä­si­den­tin der Deut­schen Lebens-Ret­tungs-Gesell­schaft (DLRG), Ute Vogt, die Zustim­mung der Dele­gier­ten zu dem Antrag.

Schwimmbadplan für Deutschland

Die DLRG und der DSV hat­ten mit der Deut­schen Gesell­schaft für das Bade­we­sen und ihren wei­te­ren Part­nern in der Bäder­al­li­anz Deutsch­land im Som­mer einen Schwimm­bad­plan vor­ge­stellt. Die­ser schlägt ein Sys­tem von vier Bäder­ty­pen vor, die bedarfs­ge­recht ver­teilt in aus­rei­chen­der Zahl vor­han­den sein müs­sen, um eine gleich­wer­ti­ge Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung zu gewähr­leis­ten. Obers­tes Ziel bei der Pla­nung hat der Schwimm­un­ter­richt für die Kinder.

Die Ver­bän­de in der Bäder­al­li­anz Deutsch­land for­dern mit dem Schwimm­bad­plan, dass jede Grund­schu­le in der Zukunft ein Schwimm­bad in erreich­ba­rer Nähe hat, in dem min­des­tens das Schwimm­ab­zei­chen Bron­ze erreicht wer­den kann. Die ver­stärk­te Zusam­men­ar­beit von Schu­len und Ver­ei­nen, etwa bei Ange­bo­ten des schu­li­schen Ganz­tags, soll dazu füh­ren, die Schwimm­fä­hig­keit deut­lich zu ver­bes­sern. Nie­mand aus der Bevöl­ke­rung soll län­ger als 30 Minu­ten mit dem Auto unter­wegs sein müs­sen, um ein Schwimm­bad zu errei­chen. War­te­lis­ten für Prä­ven­ti­ons- und Reha­sport sol­len der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Hin­ter die­se und wei­te­re Zie­le ver­sam­mel­te sich am Wochen­en­de in Frank­furt am Main auch der Deut­sche Sport.

Verbände bieten Unterstützung an

Damit die­se Zie­le erreicht wer­den kön­nen, gilt es zunächst, Bedar­fe zu erfas­sen und für jede Regi­on eine pas­sen­de Infra­struk­tur zu schaf­fen. Die Bäder­al­li­anz for­dert von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen, gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und mit einer ver­bind­li­chen, lang­fris­ti­gen Pla­nung dem Sanie­rungs­stau und der Schlie­ßung von Bädern ent­ge­gen­zu­wir­ken. Die Ver­bän­de selbst bie­ten für die­sen Pro­zess ihre Unter­stüt­zung an.

 

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Quel­le: DLRG Pressestelle
Foto­credits: DLRG