Francesco Friedrich siegt nach Herzschlagfinale im Viererbob

Francesco Friedrich siegt nach Herzschlagfinale im Viererbob

Über 3.000 Zuschauer besuchen das Weltcup-Wochenende in der VELTINS-EisArena

Win­ter­berg: Was für eine Dra­ma­tik beim letz­ten Wett­kampf des IBSF Bob & Ske­le­ton Welt­cups prä­sen­tiert von VELTINS in der VELTINS-Eis­Are­na in Win­ter­berg: Fran­ces­co Fried­rich gewann in einem Herz­schlag­fi­na­le mit sei­nen Anschie­bern Mat­thi­as Som­mer, Alex­an­der Schül­ler und Cos­ta Lau­renz die Vie­rer­bob-Kon­kur­renz der Her­ren. Dahin­ter folg­ten mit Johan­nes Loch­ner und Adam Amm­our zwei wei­te­re deut­sche Viererbob-Schlitten.

Span­nend war er, der letz­te Wett­be­werb beim ers­ten IBSF Bob & Ske­le­ton Welt­cup im neu­en Jahr. Am Ende waren es nur zwei Hun­derts­tel­se­kun­den die den Sie­ger Fran­ces­co Fried­rich (Gesamt­zeit 1:49.07 Minu­ten) und den Zweit­plat­zier­ten Johan­nes Loch­ner (mit Oli­ver Peschk, Jörn Wen­zel und Georg Fleisch­hau­er) trenn­ten. Für Loch­ner war es bei sei­nem letz­ten Ren­nen in Win­ter­berg der­weil das ins­ge­samt 100. Podest sei­ner Lauf­bahn, die er am Ende der Sai­son been­den wird.

Bereits im ers­ten Durch­gang prä­sen­tier­te sich das Gesche­hen sehr eng und umkämpft. Der füh­ren­den Fran­ces­co Fried­rich (54,47 Sekun­den) und der Fünft­plat­zier­te Mar­kus Treichl (mit Sascha Ste­pan, Mar­kus Sam­mer und Leo Sares) lagen nur 20 Hun­derts­tel­se­kun­den aus­ein­an­der. In die Pha­lanx der deut­schen Pilo­ten konn­te – zumin­dest zunächst – der Bri­te Brad Hall (mit Leon Green­wood, Tay­lor Law­rence und Greg Cackett) als Drit­ter einfahren.

Im zwei­ten Lauf griff dann vor allem der Viert­plat­zier­te Adam Amm­our an und fuhr auch dank eines star­ken Starts noch auf den drit­ten Platz vor (1:49,13 Minu­ten). „Wir woll­ten ans Podest anknüp­fen, aber die Start­zeit hat im ers­ten Lauf nicht so gepasst. Wir muss­ten uns noch ein­mal zusam­men­rei­ßen und ich konn­te bes­ser fah­ren. Mit unse­rer Start­leis­tung im zwei­ten Lauf hat es noch für das Podest gereicht und daher sind wir ganz zufrie­den“, sag­te Adam Amm­our. Auch der Welt­cup-Füh­ren­de Johan­nes Loch­ner star­te­te noch ein­mal einen Angriff auf Platz eins und leg­te mit 54,56 Sekun­den einen sehr guten zwei­ten Lauf hin. Sei­ne Gesamt­zeit von 1:49,09 Minu­ten soll­te aber nicht für ganz oben rei­chen. Fran­ces­co Fried­rich zit­ter­te sich zwar im zwei­ten Durch­gang förm­lich ins Ziel, doch mit 1:49,07 Minu­ten leuch­te­te im Ziel­be­reich den­noch die „1“ auf. Erleich­tert war Fran­ces­co Fried­rich daher nach dem Ren­nen: „Es war wahn­sin­nig knapp. Den ers­ten Lauf haben wir bes­ser getrof­fen, den zwei­ten ‚Han­si‘ und Adam. Klei­ne­re Feh­ler sum­mie­ren sich auf die­ser Bahn. Ich bin froh, dass wir gewon­nen haben.“

Paralympisches Team nach Italien verabschiedet

Zwi­schen den bei­den Läu­fen im Vie­rer­bob der Her­ren gab es im Ziel­be­reich der VELTINS-Eis­Are­na noch einen Hauch von Olym­pia zu erle­ben. Denn das deut­sche Para­lym­pi­sche-Team um die Para-Eis­ho­ckey­spie­ler Sven Stum­pe, Mar­cel Mal­chin und Chris­ti­an Jas­ter wur­de im Rah­men des Welt­cup-Ren­nens in Rich­tung der Para­lym­pi­schen Spie­le nach Cor­ti­na d’Ampezzo ver­ab­schie­det. In einer klei­nen Gesprächs­run­de mit Mode­ra­tor Jür­gen Ban­gert gaben die Ath­le­ten den Zuschau­ern vie­le Ein­bli­cke in ihren Sport und ihre Erwar­tun­gen an die Para­lym­pi­schen Spie­le in Italien.

Paralympische Sportler aus NRW bei der Verabschiedung in Richtung Cortina ©SZW
Para­lym­pi­sche Sport­ler aus NRW bei der Ver­ab­schie­dung in Rich­tung Cor­ti­na ©SZW

 

Positives Fazit und Dank an die Helfer

Trotz der teil­wei­se star­ken Schnee­fäl­le besuch­ten ins­ge­samt mehr als 3.000 Zuschau­er das Welt­cup-Wochen­en­de in der VELTINS-Eis­Are­na in Win­ter­berg. Dem­entspre­chend zogen die Ver­ant­wort­li­chen ein posi­ti­ves Fazit. „Wir sind mit dem Welt­cup-Wochen­en­de zufrie­den. Ein gro­ßer Dank geht vor allem an die vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fer und das Team der VELTINS-Eis­Are­na, die für einen sehr guten und rei­bungs­lo­sen Ablauf gesorgt haben“, bilan­zier­te Ste­phan Pie­per, Geschäfts­füh­rer der Sport­zen­trum Win­ter­berg Hoch­sauer­land GmbH (Betrei­ber der VELTINS-EisArena).

 

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Quel­le: Sport­zen­trum Win­ter­berg Hoch­sauer­land GmbH
Bild: Deut­sches Podest beim Viererbob
Foto­credits: ©Diet­mar Reker