Auch Sauerländer waren bei der Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion dabei

Auch Sauerländer waren bei der Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion dabei

Berlin/​Hochsauerlandkreis: Zum 38. Mal hat die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on Betriebs­rä­te, Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tun­gen und Per­so­nal­rä­te aus ganz Deutsch­land in den Bun­des­tag ein­ge­la­den. Unter dem Titel „Han­deln schafft Halt“ wur­de der stei­gen­de Druck the­ma­ti­siert, den vie­le arbei­ten­de Men­schen emp­fin­den. Aber auch Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen erle­ben der­zeit, dass ihr Enga­ge­ment für demo­kra­ti­sche Mit­be­stim­mung längst nicht mehr über­all als selbst­ver­ständ­lich ange­se­hen wird.

Auf Ein­la­dung des hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dirk Wie­se nah­men die Betriebs- und Per­so­nal­rä­te Dimit­rij Derksen (Betriebs­rat der Fir­ma Schu­le Dusch­ka­bi­nen) und Micha­el Trip­pe (Betriebs­rat der Fir­ma Kusch) aus dem Hoch­sauer­land­kreis online an der Ver­an­stal­tung teil, aus dem Nach­bar­wahl­kreis nah­men Ralf Sad­row­sky und Jörg Bet­ter­mann (Betriebs­rä­te aus Bad Wün­nen­berg) vor Ort teil.

Der Ein­la­dung der arbeits- und sozi­al­po­li­ti­schen Spre­che­rin der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on Anni­ka Klo­se folg­ten etwa 200 Betriebs­rä­te. Sie spra­chen mit Abge­ord­ne­ten der Frak­ti­on wie dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Mat­thi­as Miersch und Gäs­ten aus Wis­sen­schaft und Pra­xis wie der Vor­sit­zen­den des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des, Yas­min Fahi­mi, über die The­men, die vie­le arbei­ten­de Men­schen der­zeit umtrei­ben: Sor­gen vor Trans­for­ma­ti­on, Stand­ort­schlie­ßun­gen und Stel­len­strei­chun­gen, Ver­län­ge­run­gen der Arbeits­zei­ten, Angrif­fe auf demo­kra­ti­sche Mit­be­stim­mung und die Viel­falt in den Betrieben.

In den Gesprä­chen wur­de deut­lich, dass vie­le alte Gewiss­hei­ten, auf die Beschäf­tig­te sich seit Jahr­zehn­ten ver­las­sen konn­ten, heu­te nicht mehr selbst­ver­ständ­lich sind. Die Arbeit der Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen schafft Halt für alle Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, wirkt sich posi­tiv auf die Demo­kra­tie­zu­frie­den­heit aus und gibt ganz real Sicher­heit in Zei­ten der Umbrü­che. Betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen set­zen sich für Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men ein, enga­gie­ren sich für betrieb­li­che Arbeits­zeit­re­ge­lun­gen im Sin­ne der Beschäf­tig­ten und han­deln im Ernst­fall die Sozi­al­plä­ne aus.

Wir erle­ben jedoch, dass sich immer mehr Arbeit­ge­ber dem Modell der geleb­ten Sozi­al­part­ner­schaft ent­zie­hen: Jede fünf­te Betriebs­rats­grün­dung wird ver­hin­dert und die Tarif­bin­dung ist seit Jah­ren rück­läu­fig. Die­se Her­aus­for­de­run­gen sind unser Auf­trag, die par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin im Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­um, Kat­ja Mast, stell­te dazu die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung vor. Neben dem Bun­des­ta­rif­treue­ge­setz zur Stär­kung der Tarif­bin­dung, wel­ches im Bun­des­tag in ers­ter Lesung bereits bera­ten wur­de, plant die Koali­ti­on unter ande­rem eine Wei­ter­ent­wick­lung der betrieb­li­chen Mitbestimmung.

Die Kon­fe­renz ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen der Betrie­be und den poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gen. Sie ist ein Früh­warn­sys­tem für aktu­el­le Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen, dient der Wei­ter­bil­dung sowie dem fort­wäh­ren­den Austausch.

 

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Quel­le: Dirk Wie­se MdB
Foto­credits: Dirk Wiese