Verlegung des Arbeitsgerichts von Arnsberg nach Hamm – Kritik an Plänen der Landesregierung

Verlegung des Arbeitsgerichts von Arnsberg nach Hamm – Kritik an Plänen der Landesregierung

Arns­berg: Die SPD-Frak­ti­on im Rat der Stadt Arns­berg ist besorgt über die Plä­ne des Minis­te­ri­ums der Jus­tiz des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len das Arbeits­ge­richt Arns­berg an den Stand­ort Hamm zu ver­le­gen. Auch wenn die Gerichts­ter­mi­ne zunächst wei­ter­hin in Arns­berg statt­fin­den sol­len, ist die­se Maß­nah­me offen­sicht­lich ein ers­ter Schritt die Fach­ge­richts­bar­keit Arbeits­ge­richt voll­stän­dig aus Arns­berg abzu­zie­hen. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Frank Neu­haus: “Jede – auch schein­bar noch so klei­ne – Schwä­chung des Behör­den­stand­or­tes Arns­berg wird von uns abge­lehnt. Bedeu­tet Sie doch immer auch den Ver­lust von Kauf­kraft und Attrak­ti­vi­tät für unse­re Hei­mat Arnsberg.”

Der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der SPD, Dirk Wie­se, erklärt dazu: “Wäh­rend die Bun­des­re­gie­rung mit dem Pakt für den Rechts­staat den Zugang zum Recht stärkt, legt Schwarz-Grün mit Jus­tiz­mi­nis­ter Lim­bach in NRW die Axt an die Jus­tiz in der Flä­che. Das ist ein Kahl­schlag zulas­ten von Beschäf­tig­ten und Orts­nä­he. Wer Arbeits­ge­rich­te schließt, schwächt Arbeit­neh­mer­rech­te und macht den Rechts­staat für vie­le Men­schen uner­reich­bar. Gera­de in einer Indus­trie- und Arbeits­re­gi­on wie Süd­west­fa­len wäre das ein fata­les Signal. Statt Gerich­te abzu­wi­ckeln, soll­te die Lan­des­re­gie­rung dafür sor­gen, dass der Rechts­staat vor Ort bleibt – nah bei den Menschen.”

 

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Quel­le: Dirk Wie­se, MdB
Foto­credits: Dirk Wiese