Pflegefachassistenz endlich bundeseinheitlich

Pflegefachassistenz endlich bundeseinheitlich

Berlin/​Hochsauerlandkreis: Am 17. Okto­ber 2025 wird der Bun­des­rat das Gesetz zur Ein­füh­rung der bun­des­ein­heit­li­chen Pfle­ge­fach­as­sis­tenz abschlie­ßend bera­ten. Damit kommt ein andert­halb Jahr­zehn­te lan­ger Dis­kus­si­ons­pro­zess für die Schaf­fung der neu­en Aus­bil­dung zum Pfle­ge­fach­as­sis­tenz­be­ruf an sein gutes Ende. Der Rah­men für die Umset­zung in den Län­dern ist geschaf­fen. Danach soll die Aus­bil­dung künf­tig in der Regel 18 Mona­te dau­ern. Erst­mals erhal­ten alle Aus­zu­bil­den­den eine Ver­gü­tung. Für Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber mit ein­schlä­gi­ger Berufs­er­fah­rung bestehen Mög­lich­kei­ten, die Aus­bil­dungs­zeit zu ver­kür­zen. Die neu gere­gel­te Aus­bil­dung soll am 1. Janu­ar 2027 starten.

Dirk Wie­se, Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on dazu:

“Mit dem Gesetz­ent­wurf machen wir die Aus­bil­dung von Pfle­ge­fach­as­sis­tenz­kräf­ten attrak­ti­ver und ver­ein­heit­li­chen sie end­lich bun­des­weit. Assis­tenz­kräf­te sol­len künf­tig ver­stärkt Auf­ga­ben über­neh­men, die bis­lang oft nur Pfle­ge­fach­per­so­nen erle­di­gen, und die­se dadurch spür­bar ent­las­ten. Die Neu­re­ge­lung ersetzt 27 lan­des­recht­li­che Pfle­ge­hil­fe- und Pflegeassistenzausbildungen.”
Wie­se ergänzt: “Nach der Aus­bil­dung sind die Pfle­ge­as­sis­tenz­kräf­te künf­tig bun­des­weit in allen Berei­chen der Pfle­ge ein­satz­fä­hig: vom Kran­ken­haus über die Alten­pfle­ge bis hin zur ambu­lan­ten Ver­sor­gung. Wer möch­te, kann sich spä­ter zur Pfle­ge­fach­kraft wei­ter­qua­li­fi­zie­ren, und zwar in ver­kürz­ter Zeit. Mit der neu­en Pfle­ge­fach­as­sis­tenz­aus­bil­dung schaf­fen wir ein attrak­ti­ves Ange­bot für den Ein­stieg in den Heil­be­ruf Pfle­ge mit Auf­stiegs­per­spek­ti­ven sowohl für Berufs­an­fän­ger als auch für Berufs­er­fah­re­ne. Sie wer­den in der Pfle­ge drin­gend gebraucht. Das wird auch den hei­mi­schen Kran­ken­häu­sern zu Gute kommen.”

 

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Quel­le: Dirk Wie­se, MdB
Foto­credits: Dirk Wiese