Vitamin‑D Booster Sonne

Vitamin‑D Booster Sonne: Wenig Sonnenlicht macht insbesondere älteren Menschen und Säuglingen Probleme

Hoch­sauer­land­kreis: Die Vit­amin-D-Ver­sor­gung kann bei älte­ren Men­schen und Säug­lin­gen ins­be­son­de­re in den Win­ter­mo­na­ten einen kri­tisch nied­ri­gen Level errei­chen, da in die­ser Zeit wenig natür­li­ches Son­nen­licht vor­liegt. Die­ses wird jedoch benö­tigt, um die kör­per­ei­ge­ne Vit­amin-D-Pro­duk­ti­on anzu­re­gen. Exper­ten des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) mah­nen, dass jeder Drit­te Erwach­se­ne in Deutsch­land man­gel­haft mit Vit­amin D ver­sorgt ist. Was Weni­ge wis­sen: Ein Auf­ent­halt in hel­len Räu­men reicht nicht aus, da die für die Vit­amin­pro­duk­ti­on wich­ti­gen UV-B-Antei­le im Son­nen­licht nicht durch das Glas in Fens­ter­schei­ben drin­gen kön­nen. „Es ist daher schon regel­mä­ßig ein Auf­ent­halt im Frei­en not­wen­dig, bei dem so viel wie mög­lich Haut gezeigt wer­den soll­te. Hin­zu­kommt, dass nur weni­ge Lebens­mit­tel nen­nens­wer­te Men­gen an Vit­amin D ent­hal­ten. Dadurch kann es ins­be­son­de­re bei älte­ren Men­schen und Säug­lin­gen im Hoch­sauer­land­kreis in den licht­ar­men Jah­res­zei­ten zu einem nied­ri­gen Vit­amin-D-Spie­gel kom­men“, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schneider.

Vit­amin D hat eine Schlüs­sel­rol­le beim Kno­chen­stoff­wech­sel, denn durch die natür­li­che UV‑B Strah­lung der Son­ne kann der mensch­li­che Kör­per es selbst pro­du­zie­ren und im Fett­ge­we­be sowie in der Leber spei­chern. Prak­tisch für den Win­ter: In der dunk­len Zeit des Jah­res greift der Kör­per auf den Vor­rat aus dem Som­mer zurück. In Regio­nen mit wenig Son­nen­licht reicht das oft nicht aus. Das RKI weist dar­auf hin, dass in den Win­ter­mo­na­ten die kör­per­ei­ge­ne Vit­amin D Pro­duk­ti­on stark redu­ziert ist und die Deut­sche Gesell­schaft für Ernäh­rung emp­fiehlt eine Sup­ple­men­tie­rung, wenn eine Ver­bes­se­rung des Vit­amin-D-Sta­tus weder durch die Eigen­syn­the­se noch über die Ernäh­rung erreicht wer­den kann. Säug­lin­ge kön­nen eher von einem Vit­amin-D-Man­gel betrof­fen sein, da sie nicht unge­schützt der Son­ne aus­ge­setzt wer­den sol­len. Auch die Mut­ter­milch ent­hält ver­gleichs­wei­se wenig Vit­amin D. Älte­re Men­schen nei­gen zu einem Vit­amin-D-Man­gel, da der Kör­per im Alter weni­ger Vit­amin D bil­det und nur weni­ge gän­gi­ge Nah­rungs­mit­tel Vit­amin D ent­hal­ten. Dies sind zum Bespiel fet­ter See­fisch, bestimm­te Inne­rei­en, Spei­se­pil­ze und Eier. Ins­be­son­de­re chro­nisch kran­ke und pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen sind häu­fig in ihrer Mobi­li­tät ein­ge­schränkt sind, und hal­ten sich somit sel­te­ner drau­ßen in der Son­ne auf. „Wir raten den betrof­fe­nen Per­so­nen­grup­pen, ihren Vit­amin-D-Sta­tus durch einen Arzt oder eine Ärz­tin über­prü­fen zu las­sen, um Fol­ge­er­kran­kun­gen eines man­gel­haf­ten Kno­chen­stoff­wech­sels, wie zum Bei­spiel Osteo­po­ro­se, zu ver­mei­den“, sagt Schneider.

Der Grad der Son­nen­be­strah­lung ist abhän­gig von Brei­ten­grad, Jah­res- und Tages­zeit, Wit­te­rung, Klei­dung, Auf­ent­halts­dau­er im Frei­en sowie dem Haut­typ und auch der Ver­wen­dung von Son­nen­schutz­mit­teln, die die kör­per­ei­ge­ne Pro­duk­ti­on ver­min­dern. Der Bei­trag der kör­per­ei­ge­nen Bil­dung zur Vit­amin-D-Ver­sor­gung kann daher indi­vi­du­ell stark schwan­ken. Das RKI emp­fiehlt für Erwach­se­ne, pro Tag mög­lichst ein Vier­tel der Kör­per­ober­flä­che (Gesicht, Hän­de und Tei­le von Armen und Bei­nen) zwi­schen zwölf und 15 Uhr fünf bis maxi­mal 25 Minu­ten der Son­ne aus­zu­set­zen. Am Vor­mit­tag von zehn bis zwölf Uhr und am Nach­mit­tag von 15 bis 18 Uhr kann die Dau­er der Son­nen­licht­be­strah­lung ver­dop­pelt wer­den. „Die Men­schen im Hoch­sauer­land­kreis soll­ten auch in der dunk­le­ren Jah­res­zeit die Tage mit Son­nen­licht unbe­dingt nut­zen, um ins Freie zu gehen und mög­lichst an einem wind­ge­schütz­ten Platz eine Ladung Vit­amin D zu tan­ken“, sagt Schneider.

 

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Quel­le: AOK NordWest
Bild: Häu­fi­ger Irr­glau­be: Son­nen­licht sicher durch eine Glas­schei­be genie­ßen und dabei zusätz­lich kör­per­ei­ge­nes Vit­amin D pro­du­zie­ren. Exper­ten emp­feh­len jedoch, unbe­dingt das natür­li­che Son­nen­licht im Frei­en zu nut­zen. Nur dann fül­len sich die Vit­amin-D-Spei­cher auf.
Foto­credits: AOK/​Colourbox/​hfr