Bei Verbrühungen droht Lebensgefahr

Bei Verbrühungen droht Lebensgefahr

Heiße Flüssigkeiten sind für Kleinkinder gefährlich

Hoch­sauer­land­kreis: Ach­tung, heiß! Jedes Jahr kom­men nach Aus­sa­gen der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Mehr Sicher­heit für Kin­der e.V. (BAG) etwa 30.000 Kin­der in Deutsch­land wegen Ver­brü­hun­gen und Ver­bren­nun­gen in die Arzt­pra­xis. Cir­ca 7.000 Kin­der und Jugend­li­che ver­let­zen sich dabei so schwer, dass sie im Kran­ken­haus behan­delt wer­den müs­sen. Die AOK Nord­West möch­te im Hoch­sauer­land­kreis die Ver­hü­tung von Kin­der­un­fäl­len in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung stär­ken und mahnt: „Ver­brü­hun­gen durch hei­ße Flüs­sig­kei­ten sind die häu­figs­ten Unfall­ver­let­zun­gen bei Kin­dern im Zusam­men­hang mit Hit­ze. Kin­der unter zwei Jah­ren haben dabei das höchs­te Risi­ko, ins Kran­ken­haus zu kom­men. Ihre Kin­der­haut ist viel dün­ner und sen­si­bler als bei älte­ren Kin­dern oder Erwach­se­nen”, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schneider.

Kinder bis zwei Jahre sind besonders betroffen

Mehr als zwei Drit­tel der Ver­brü­hungs­un­fäl­le pas­sie­ren Klein­kin­dern, die neu­gie­rig ihre Umge­bung erfor­schen wol­len. Die aller­meis­ten Ver­brü­hungs­un­fäl­le pas­sie­ren dabei in der Küche, bei­spiels­wei­se mit Was­ser­ko­chern oder durch kochen­des Was­ser auf dem Herd, und am Ess­platz durch Heiß­ge­trän­ke. Gefähr­lich wird es auch an Heiß­was­ser­häh­nen ohne Ther­mo­stat im Bad, beson­ders an der Badewanne.

Unfall­for­scher haben fest­ge­stellt, dass ins­be­son­de­re Kin­der unter zwei Jah­ren ein beson­ders hohes Risi­ko haben, wegen einer Ver­let­zung durch Hit­ze ins Kran­ken­haus zu kommen.

Eine heiße Tasse Tee oder Kaffee kann lebensbedrohlich werden

Eine Tas­se hei­ßer Kaf­fee oder Tee: Ganz wenig hei­ße Flüs­sig­keit reicht aus, um 30 Pro­zent der zar­ten Haut eines Klein­kin­des zu schä­di­gen. Je nach­dem, wie schwer die Hit­ze­ein­wir­kung ist, kann das tat­säch­lich lebens­be­droh­lich für ein Kind werden.

Unser Tipp

Eltern soll­ten kei­ne hei­ßen Flüs­sig­kei­ten trin­ken, wenn sie ein Kind auf dem Arm, Schoß oder in der Tra­ge haben. Sie soll­ten beden­ken, dass sich die Reich­wei­te eines Kin­des täg­lich ver­grö­ßert. Daher ist die Woh­nung regel­mä­ßig kin­der­si­cher zu machen, indem Eltern bei­spiels­wei­se dar­auf ach­ten, dass kei­ne Kabel vom Was­ser­ko­cher run­ter­hän­gen und hei­ße Geträn­ke oder auch Mahl­zei­ten sicher und uner­reich­bar für die Klei­nen sind. „Wenn Klein­kin­der im Haus sind, soll­ten Tisch­de­cken nach Mög­lich­keit nicht ver­wen­det wer­den. Beim Bade­was­ser soll­te immer zunächst kal­tes und dann erst war­mes Was­ser ein­ge­las­sen wer­den. Eltern soll­ten älte­re Kin­der früh­zei­tig über die Gefah­ren durch hei­ße Flüs­sig­kei­ten auf­klä­ren“, sagt Schneider.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Sicher­heits­tipps zur Ver­mei­dung von Kin­der­un­fäl­len durch Ver­brü­hun­gen unter www​.kin​der​si​cher​heit​.de oder beim Bun­des­in­sti­tut für Öffent­li­che Gesund­heit Tipps zum siche­ren Auf­wach­sen unter www​.kin​der​ge​sund​heit​-info​.de.

 

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Quel­le: AOK NordWest
Bild: Mehr als zwei Drit­tel der Ver­brü­hungs­un­fäl­le pas­sie­ren Klein­kin­dern, die neu­gie­rig ihre Umge­bung erfor­schen wol­len. Die aller­meis­ten Ver­brü­hungs­un­fäl­le pas­sie­ren in der Küche, bei­spiels­wei­se mit Was­ser­ko­chern oder durch kochen­des Was­ser auf dem Herd und am Ess­platz durch Heißgetränke.
Foto­credits: AOK/​Colourbox/​hfr