Nur jedes zweite Kind im Hochsauerlandkreis geht zur Zahnvorsorge

Nur jedes zweite Kind im Hochsauerlandkreis geht zur Zahnvorsorge

Kinderzähne sind ab dem ersten Zahn anfällig für Karies und Zahnfäule

Hoch­sauer­land­kreis,: Etwa jedes zwei­te Kind im Hoch­sauer­land­kreis geht nicht zur Zahn­vor­sor­ge. Das ergab eine aktu­el­le Aus­wer­tung der AOK Nord­West anläss­lich des Tages der Zahn­ge­sund­heit am 25. Sep­tem­ber. Danach wur­de die Zahn­vor­sor­ge im Rah­men der Indi­vi­du­al­pro­phy­la­xe von Kin­dern und Jugend­li­chen im Alter von sechs bis 17 Jah­ren im ver­gan­ge­nen Jahr mit einem Plus von 0,9 Pro­zent gegen­über 2023 wie­der mehr genutzt, aber rund die Hälf­te der Kin­der nutzt das Ange­bot nicht. Ins­ge­samt nah­men 6.308 Kin­der und Jugend­li­che die kos­ten­frei­en Unter­su­chun­gen in Anspruch. Das ent­spricht 58,9 Pro­zent aller AOK-ver­si­cher­ten Kin­der und Jugend­li­chen in der Alters­grup­pe im Hoch­sauer­land­kreis. „Bei der Zahn­vor­sor­ge ist noch viel Luft nach oben. Kon­ti­nu­ier­li­che Zahn­arzt­be­su­che sind ent­schei­dend für die lebens­lan­ge Erhal­tung der Mund­ge­sund­heit. Je frü­her dabei mit der geziel­ten Zahn­pfle­ge begon­nen wird, des­to bes­ser“, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schneider.

Zahngesundheit so früh wie möglich

Kin­der­zäh­ne sind bereits ab dem ers­ten Zahn anfäl­lig für Kari­es und Zahn­fäu­le. Daher gibt es für Kin­der bis sechs Jah­re die zahn­me­di­zi­ni­sche Früh­erken­nung. So nutz­ten im ver­gan­ge­nen Jahr im Hoch­sauer­land­kreis 1.963 Kin­der die Unter­su­chun­gen zur Früh­prä­ven­ti­on, in 2023 waren es 1.866. „Um Kari­es im Milch­zahn­ge­biss von Klein­kin­dern zu ver­mei­den, soll­te die Zahn­vor­sor­ge schon mit dem Durch­bruch des ers­ten Zahns begin­nen“, so Schnei­der. Denn gesun­de Milch­zäh­ne ver­rin­gern das Risi­ko von Zahn- und Kie­fer­fehl­stel­lun­gen der blei­ben­den Zäh­ne. Auch die Eltern soll­ten die Pha­se, in der die ers­ten Zäh­ne durch­bre­chen, gut mit­be­glei­ten und das Kind an eine regel­mä­ßi­ge Zahn­pfle­ge gewöh­nen. „Mit der zahn­me­di­zi­ni­schen Früh­erken­nung stär­ken wir die früh­kind­li­che Mund­ge­sund­heit und wol­len den Kin­dern direkt am Lebens­an­fang die Basis für eine zahn­ge­sun­de Zukunft geben“, so Schneider.

Halbjährliche Untersuchung ab dem sechsten Lebensjahr

Nach der zahn­ärzt­li­chen Früh­erken­nung wer­den die Kin­der von sechs bis 17 Jah­ren im Rah­men der Indi­vi­du­al­pro­phy­la­xe dann halb­jähr­lich unter­sucht. Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Pro­phy­la­xe ab dem sechs­ten Lebens­jahr zwei­mal im Jahr. Auch die Fis­su­ren­ver­sie­ge­lung der blei­ben­den gro­ßen Backen­zäh­ne wird bis zum 18. Lebens­jahr voll­stän­dig bezahlt.

Neue Dokumentation der Früherkennung

Damit Eltern bes­ser über die vor­han­de­nen zahn­ärzt­li­chen Früh­erken­nungs­an­ge­bo­te infor­miert sind, hat der Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss (G‑BA) geplant, das Kin­der­un­ter­su­chungs­heft umfang­reich anzu­pas­sen. Ab dem 1. Janu­ar 2026 wer­den auch die Ergeb­nis­se der sechs zahn­ärzt­li­chen Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen in einem eige­nen Abschnitt doku­men­tiert und mit Hin­wei­sen für die Eltern ergänzt. Bis­her erfolg­te das geson­dert in eige­nen Hef­ten der Zahn­ärz­te­schaft, den soge­nann­ten Kinderzahnpässen.

Gesund beginnt im Mund – von Anfang an!

Der dies­jäh­ri­ge Tag der Zahn­ge­sund­heit steht unter dem Mot­to „Gesund beginnt im Mund – – Super­kraft Spu­cke“. Denn neben einer gesun­den Mund­flo­ra und regel­mä­ßi­ger zahn­me­di­zi­ni­schen Pro­phy­la­xe ist ein aus­rei­chen­der Spei­chel­fluss wich­tig für die Mundgesundheit.

Mehr Infor­ma­tio­nen dazu gibt es im Inter­net unter tagd​er​zahn​ge​sund​heit​.de/.

 

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Quel­le: AOK NordWest
Bild: Zahn­vor­sor­ge soll­te so früh wie mög­lich begin­nen. Daher soll­ten Kin­der bis sechs Jah­re im Hoch­sauer­land­kreis die zahn­me­di­zi­ni­sche Früh­erken­nung nutzen.
Foto­credits: AOK/​colourbox/​hfr