Dorfsupermarkt in Assinghausen: „Wer eigenverantwortlich etwas machen will, findet hier seine Chance“

Dorfsupermarkt in Assinghausen: „Wer eigenverantwortlich etwas machen will, findet hier seine Chance“

Assing­hau­sen: Für das weit­hin bekann­te Rosen­dorf Assing­hau­sen und die benach­bar­ten Orte ist der Markt eine Insti­tu­ti­on, und selbst aus Big­ge und Ols­berg gehö­ren Ver­ei­ne zu den Kun­den, weil sie hier Ange­bo­te fin­den, die es anders­wo nicht gibt: Seit mehr als 40 Jah­ren füh­ren Tho­mas und Mar­ti­na Birk­höl­zer ihren „nah+frisch“-Lebensmittelmarkt am alten Schmie­de­platz. Nun suchen sie gemein­sam mit der Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Ols­berg einen Nach­fol­ger oder eine Nach­fol­ge­rin. Für Inter­es­sier­te gibt es schon jetzt eine Garan­tie: Jede Men­ge Rück­halt von den Kun­din­nen und Kunden.

Denn mit jeder Men­ge Herz­blut und vie­len Ideen haben „Birk­höl­zers“ einen Markt geschaf­fen, der eine funk­tio­nie­ren­de und wirt­schaft­li­che Nah­ver­sor­gung mit wich­ti­gen Auf­ga­ben im Orts­le­ben kom­bi­niert. „Es ist ein ech­ter Dorf­mit­tel­punkt“, erzählt die Assing­hau­ser Orts­vor­ste­he­rin Sabi­ne Men­ke – „mal eben im Ort etwas ein­kau­fen kön­nen und gleich­zei­tig ande­re Men­schen zu tref­fen und zu erfah­ren, was im Dorf pas­siert – das ist so wichtig.“

Tho­mas Birk­höl­zer selbst spricht von einem „eta­blier­ten Dorf­su­per­markt mit Poten­zi­al“. Auf rund 250 Qua­drat­me­tern inklu­si­ve Lager gibt es das kom­plet­te Lebens­mit­tel­sor­ti­ment, Geträn­ke­ab­tei­lung sowie Bäcke­rei- und Metz­ge­rei­wa­ren aus der Regi­on. Gewach­sen ist der Markt aus klei­nen Anfän­gen: Seit 1930 gibt es in Assing­hau­sen den Lebens­mit­tel­markt Birk­höl­zer – gegrün­det von Tho­mas Birk­höl­zers Groß­va­ter Josef, damals noch an der Haupt­stra­ße. Dort führ­ten dann von 1952 bis 1982 Hein­rich und Mari­an­ne Birk­höl­zer das Geschäft gemein­sam wei­ter und bau­ten auch den Markt in sei­ner jet­zi­gen Form mit auf. Denn im Jahr 1982, als Tho­mas und Mar­ti­na Birk­höl­zer die Lei­tung über­nah­men, zog der Lebens­mit­tel­markt an sei­nen jet­zi­gen Stand­ort am Alten Schmie­de­platz um.

Seit­dem hat das Ehe­paar den Markt zu mehr als „nur“ einem Nah­ver­sor­ger ent­wi­ckelt: Es gibt Prä­sent­kör­be, Lie­fer­dienst, Ein­kaufs­gut­schei­ne und einen beson­de­ren Geträn­ke­ser­vice: Ver­ei­ne oder ande­re Inter­es­sier­te haben die Mög­lich­keit, sich einen Anhän­ger mit Geträn­ken und allem, was man für eine Ver­an­stal­tung braucht, aus­zu­lei­hen – „ein tol­ler Kom­plett­ser­vice, der sogar aus Ols­berg und Big­ge ger­ne in Anspruch genom­men wird“, weiß Orts­vor­ste­he­rin Men­ke: „Ser­vice und Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis pas­sen hier. Man muss nicht zum Discounter.“

Tho­mas Birk­höl­zer freut sich über sol­che Aus­sa­gen – und schmun­zelt: „Dann hat man wohl in 40 Jah­ren nicht alles falsch gemacht.“ Kun­din­nen und Kun­den aus Assing­hau­sen, aber auch aus Wul­me­ring­hau­sen, Bruch­hau­sen, Elle­ring­hau­sen und Wie­me­ring­hau­sen kön­nen das bestä­ti­gen. Ideen für die Zukunft haben „Birk­höl­zers“ reich­lich: Ein Café oder Bis­tro wäre – in unmit­tel­ba­rer Nähe zum belieb­ten Ruhr­tal­Rad­weg – denk­bar, eben­so Self-Scan-Kas­sen und die Opti­on einer Erwei­te­rung der Öff­nungs­zei­ten. Tho­mas Birk­höl­zer: „Auch eine Sonn­tags­öff­nung wäre hier mög­lich.“ Und er ergänzt sofort: „Wenn ich 20 Jah­re jün­ger wäre, wür­de ich so etwas sofort anpacken.“

Des­halb hat er einen Wunsch: „Wenn es Lebens­mit­tel­fach­leu­te gibt, die viel­leicht gera­de in 2. oder 3. Rei­he arbei­ten und die jetzt eigen­ver­ant­wort­lich etwas machen wol­len – hier ist eure Chan­ce!“ Denk­bar ist für Mar­ti­na und Tho­mas Birk­höl­zer eine kom­plet­te Über­ga­be eben­so wie eine Koope­ra­ti­on mit einem neu­en Betrei­ber: „Wenn gewünscht, leis­ten wir tat­kräf­ti­ge Unterstützung.“

Auch Ols­bergs Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Fischer wür­digt den Asker „Dorf­su­per­markt“: „Hier gibt es für Assing­hau­sen, aber auch ande­re Orte im Stadt­ge­biet etwas, was in vie­len Dör­fern nicht mehr selbst­ver­ständ­lich ist – ein Stück Infra­struk­tur und Nah­ver­sor­gung.“ Und das Bei­spiel der Fami­lie Birk­höl­zer zei­ge, dass ein sol­ches Modell, kom­bi­niert mit guten Ideen und Enga­ge­ment, auch für die Zukunft noch trag­fä­hig sei.

Eben­so sieht Olaf Kar­te, Wirt­schafts­för­de­rer der Stadt Ols­berg, zahl­rei­che Per­spek­ti­ven: „Mit dem Dorf­su­per­markt in Assing­hau­sen steht ein tra­di­ti­ons­rei­ches und zugleich zukunfts­fä­hi­ges Geschäft zur Nach­fol­ge bereit, das weit über die Grund­ver­sor­gung hin­aus­geht. Es ist ein Ort der Begeg­nung, fest in der Dorf­ge­mein­schaft ver­wur­zelt und zugleich attrak­tiv für Tou­ris­ten der Regi­on. Die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Ols­berg beglei­tet die­sen Über­gang aktiv: Wir bie­ten indi­vi­du­el­le Bera­tung zur Exis­tenz­grün­dung, unter­stüt­zen bei der Ent­wick­lung neu­er Ideen – etwa im Bereich Bis­tro, Digi­ta­li­sie­rung oder Tou­ris­mus – und ent­las­ten mit finan­zi­el­len För­der­mit­teln wie einem monat­li­chen Miet­zu­schuss. Für enga­gier­te Grün­de­rin­nen und Grün­der bie­tet sich hier die Mög­lich­keit, mit einem star­ken Fun­da­ment etwas Eige­nes auf­zu­bau­en und weiterzuentwickeln.“

 

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Quel­le: Stadt Olsberg
Foto: Tho­mas und Mar­ti­na Birk­höl­zer haben den „Dorf­su­per­markt“ in Assing­hau­sen zu mehr als „nur“ einem Nah­ver­sor­ger ent­wi­ckelt. Nun suchen sie gemein­sam mit der Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Ols­berg einen Nach­fol­ger oder eine Nachfolgerin.
Bild­nach­weis: privat