Krebsfrüherkennung im Hochsauerlandkreis wird mehr genutzt

Positiver Trend setzt sich fort: Krebsfrüherkennung im Hochsauerlandkreis wird mehr genutzt

Vorsorge sollte nicht aufgeschoben werden

Hoch­sauer­land­kreis: Im Hoch­sauer­land­kreis setzt sich der Auf­wärts­trend bei der Inan­spruch­nah­me der Krebs­früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen fort. Das geht aus einer aktu­el­len Aus­wer­tung der AOK Nord­West her­vor. Danach ist die Teil­nah­me an der Krebs­vor­sor­ge im ver­gan­ge­nen Jahr sowohl bei Män­nern als auch bei Frau­en wei­ter ange­stie­gen. So nutz­ten 23 Pro­zent der Män­ner über 45 Jah­ren die Unter­su­chun­gen zur Krebs­früh­erken­nung. Im Vor­jahr waren es 22,4 Pro­zent. Bei den Frau­en im Alter ab 20 Jah­ren ist die Inan­spruch­nah­me im Jahr 2024 eben­falls wei­ter ange­stie­gen auf 37,7 Pro­zent, im Vor­jahr lag der Wert bei 36,8 Pro­zent. „Trotz der posi­ti­ven Ent­wick­lung gibt es bei der Krebs­früh­erken­nung noch erheb­li­ches Stei­ge­rungs­po­ten­zi­al. Beson­ders bei den Män­nern liegt der Wert auf einem zu gerin­gen Niveau. Wir appel­lie­ren daher drin­gend, die kos­ten­frei­en Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen bes­ser zu nut­zen. Vor­sor­ge ist sinn­voll ange­leg­te Zeit. Denn die Chan­ce der frü­hen Dia­gnos­tik kann Leben ret­ten”, sagt AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schneider.

Gute Heilungschancen bei früher Diagnostik

Je frü­her ein Tumor oder sei­ne Vor­stu­fen erkannt und behan­delt wer­den, des­to grö­ßer sind die Hei­lungs­chan­cen. „Durch die Krebs­vor­sor­ge ist es mög­lich, bereits Früh­sta­di­en von Krebs zu erken­nen“, so Schnei­der. Außer­dem ist es wich­tig, auf Warn­zei­chen des Kör­pers zu ach­ten und Risi­ken nicht zu igno­rie­ren. „Die gesetz­li­chen Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen wer­den von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen voll­stän­dig bezahlt”, sagt Schnei­der. Daher sind es kei­ne finan­zi­el­len Grün­de, die Men­schen dar­an hin­dern, die Vor­sor­ge­an­ge­bo­te in Anspruch zu nehmen.

Krebsfrüherkennung im Blick

„Das wich­ti­ge The­ma Krebs­vor­sor­ge soll­te nicht vor sich her­ge­scho­ben wer­den. Mit unse­ren Auf­klä­rungs­maß­nah­men wol­len wir mit dazu bei­tra­gen, dass sich die Men­schen mit die­sem oft­mals unan­ge­neh­men und mit­un­ter angst­be­setz­ten The­ma beschäf­ti­gen“, so Schnei­der. Dazu hat die AOK den aktua­li­sier­ten ‚Vor­sorg-O-Mat‘ online. Hier kön­nen sich Nut­ze­rin­nen und Nut­zer über die wich­tigs­ten Fra­gen zur Krebs­vor­sor­ge infor­mie­ren. Außer­dem wird auf­zeigt, wann die nächs­ten Krebs­früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen anstehen.

Untersuchung für Männer ab 45 Jahren

Män­ner haben ab dem Alter von 45 Jah­ren ein­mal im Jahr Anspruch auf Unter­su­chun­gen zur Früh­erken­nung von Krebs­er­kran­kun­gen. Dazu gehö­ren die Unter­su­chun­gen der Pro­sta­ta, der äuße­ren Geschlechts­or­ga­ne sowie das Abtas­ten der regio­nä­ren Lymphknoten.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 Jahren

Frau­en haben ab dem Alter von 20 Jah­ren ein­mal jähr­lich Anspruch auf Krebs­früh­erken­nung. Dazu gehö­ren Unter­su­chun­gen der Geschlechts­or­ga­ne und ein Abstrich vom Mut­ter­mund sowie aus dem Gebär­mut­ter­hals. Ab dem 35. Lebens­jahr wird der Abstrich alle drei Jah­re durch­ge­führt, zusätz­lich erfolgt ein Test auf huma­ne Papil­lom­vi­ren (HPV). Ab dem Alter von 30 Jah­ren ist ein Abtas­ten der Brust und der Ach­sel­höh­len vorgesehen.

 

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Quel­le: AOK NordWest
Bild: Die Krebs­vor­sor­ge wird im Hoch­sauer­land­kreis immer noch zu wenig genutzt. Beson­ders bei den Män­nern liegt der Wert auf einem zu gerin­gen Niveau.
Foto­credits: AOK/​colourbox/​hfr