Mit gut ausgestatteten Reiseapotheke in den Urlaub

Mit gut ausgestatteten Reiseapotheke in den Urlaub: Checkliste rechtzeitig vor Reiseantritt erstellen

Hoch­sauer­land­kreis: End­lich Urlaub und die schöns­te Zeit des Jah­res gesund genie­ßen. Krank im Urlaub – das wünscht sich im Hoch­sauer­land­kreis wirk­lich nie­mand. Noch schlim­mer ist es, wenn der Krank­heits­fall nicht vor­be­rei­tet ist. Eine gut sor­tier­te Rei­se­apo­the­ke ist des­halb unver­zicht­bar. Sie ent­hält alle Medi­ka­men­te, die auch sonst regel­mä­ßig ein­ge­nom­men wer­den und eben­so in der Haus­apo­the­ke im Hoch­sauer­land­kreis zu fin­den sind. Dar­über hin­aus gilt: Egal, wohin die Rei­se auch geht, der Inhalt der Rei­se­apo­the­ke soll­te dar­auf abge­stimmt sein. Die Zusam­men­stel­lung rich­tet sich aber auch nach dem per­sön­li­chen Gesund­heits­zu­stand der Rei­sen­den. „Für chro­nisch kran­ke Rei­sen­de, die regel­mä­ßig Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, ist eine gute Rei­se­vor­be­rei­tung beson­ders wich­tig. So soll­te bereits vor Rei­se­an­tritt sicher­ge­stellt sein, dass die benö­tig­ten Arz­nei­mit­tel auch in aus­rei­chen­der Men­ge vor­rä­tig sind“, rät AOK-Ser­vice­re­gi­ons­lei­ter Dirk Schneider.

Eine Wan­de­rung in den bay­ri­schen Ber­gen, ein Fami­li­en­ur­laub mit meh­re­ren Gene­ra­tio­nen an der Algar­ve oder eine Rad­tour durch Ita­li­en erfor­dern eine jeweils ande­re Zusam­men­stel­lung der Rei­se­apo­the­ke als eine Fern­rei­se nach Kenia, Kam­bo­dscha oder Japan. Für Letz­te­re ste­hen Medi­ka­men­te gegen eine der häu­figs­ten Rei­se­krank­hei­ten schlecht­hin ganz oben auf der Lis­te: den Rei­se­durch­fall. Hilf­reich für unter­wegs ist auch ein Des­in­fek­ti­ons­mit­tel für die Hän­de zwi­schen­durch – am bes­ten immer griff­be­reit, auch pro­blem­los im Hand­ge­päck bei der Flug­rei­se. Auch Schmerz- und Fie­ber­mit­tel soll­ten immer dabei sein. Bei Rei­sen in Mala­ria­ge­bie­te wie Län­der Afri­kas, Asi­ens und Latein­ame­ri­kas gehö­ren Mala­ria­me­di­ka­men­te in die Rei­se­apo­the­ke. Für man­che ist die Auto­fahrt, See- oder Flug­rei­se schon das Pro­blem: ein Mit­tel gegen Rei­se­übel­keit soll­te griff­be­reit sein und früh­zei­tig ein­ge­nom­men wer­den. Flug­rei­sen­de soll­ten bei Bedarf auf­grund der tro­cke­nen Luft im Flie­ger, befeuch­ten­des Nasen­spray und Augen­trop­fen gegen die Tro­cken­heit im Hand­ge­päck mit­füh­ren. Säug­lin­ge, Klein­kin­der und Kin­der brau­chen im Krank­heits­fall eine kind­ge­rech­te medi­zi­ni­sche Versorgung.

Wenn es in die Son­ne geht, ist neben einer aus­rei­chen­den Men­ge Son­nen­schutz­mit­tel je nach Haut­typ, auch eine küh­len­de Sal­be gegen Son­nen­brand ein wich­ti­ger Rei­se­be­glei­ter. Insek­ten­schutz­mit­tel und juck­reiz­stil­len­des Gel gegen Insek­ten­sti­che haben sich schon auf vie­len Rei­sen bewährt. Wer sich viel in der frei­en Natur auf­hält, soll­te sich über Zecken-Risi­ko­ge­bie­te infor­mie­ren und vor­sorg­lich eine Zecken­zan­ge oder ‑kar­te ein­pa­cken. Vor­sich­tig und recht­zei­tig ent­fernt, ist eine Infek­ti­on mit den gefähr­li­chen Erre­gern, die von den Zecken über­tra­gen wer­den, unwahr­schein­li­cher. Ergänzt wird die Rei­se­apo­the­ke durch Ver­band­ma­te­ri­al wie Sche­re, ste­ri­le Kom­pres­sen, Mull­bin­den, Pflas­ter, Ein­mal­hand­schu­he sowie Wund- und Heil­sal­ben. Grund­sätz­lich ist zu beach­ten, dass die meis­ten Medi­ka­men­te unter 25 Grad Cel­si­us gela­gert wer­den sol­len. Ins­be­son­de­re Arz­nei­mit­tel, die im Kühl­schrank auf­zu­be­wah­ren sind, wie bei­spiels­wei­se Insu­li­ne, erfor­dern auf Rei­sen beson­de­re Vor­be­rei­tun­gen und kön­nen die Rei­se­pla­nung vor Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Der gesam­te Inhalt der Rei­se­apo­the­ke – auch Ver­band­stof­fe und Pflas­ter- soll­te regel­mä­ßig auf das Ver­falls­da­tum hin über­prüft werden.

„Wer sei­nen Urlaub lie­ber im Aus­land ver­bringt, soll­te bei aller Vor­freu­de den Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz nicht ver­ges­sen. In den meis­ten Län­dern Euro­pas besteht ein weit­ge­hen­der Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz. Es genügt, die Euro­päi­sche Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te vor­zu­le­gen, die sich auf der Rück­sei­te der eGK befin­det. Die medi­zi­ni­sche Akut­ver­sor­gung ist damit in vie­len Fäl­len gesi­chert, aller­dings nicht die medi­zi­nisch not­wen­di­gen Rück­trans­por­te. „Auch mög­li­che höhe­re Behand­lungs­kos­ten oder Eigen­an­tei­le müs­sen Ver­si­cher­te aus eige­ner Tasche bezah­len“, so Schnei­der. Des­halb emp­fiehlt die AOK den Abschluss einer ergän­zen­den Ver­si­che­rung für die schöns­ten Tage im Jahr.

Wer in fer­nen Län­dern Urlaub machen möch­te, soll­te sich über die von der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on am Robert-Koch-Insti­tut emp­foh­le­nen Rei­se­schutz­imp­fun­gen für das jewei­li­ge Urlaubs­land infor­mie­ren. Die Imp­fun­gen schüt­zen vor gefähr­li­chen Krank­hei­ten wie z.B. Cho­le­ra, FSME, Mala­ria (Tablet­ten­pro­phy­la­xe), Toll­wut, Gelb­fie­ber oder Hepa­ti­tis A/B. Rei­se­imp­fun­gen gehö­ren jedoch nicht zum Leis­tungs­ka­ta­log der gesetz­li­chen Krankenkassen.

Mehr Infos rund um Rei­sen und Medi­zin gibt es im Inter­net unter ww​.aok​.de/nw in der Rubrik ‚Gesund­heits­ma­ga­zin‘ unter dem The­ma ‚Rei­sen‘ und unter der Rubrik ‚Medi­zin & Ver­sor­gung‘ in den Faktenboxen.

 

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Quel­le: AOK NordWest
Bild: Auch unter­wegs soll­te die Rei­se­apo­the­ke gut aus­ge­stat­tet sein für die Urlau­ber dem Hochsauerlandkreis.
Foto­credits: AOK/ colourbox/​hfr