Positiver Trend beim Deutschlandticket in Westfalen

Positiver Trend beim Deutschlandticket in Westfalen

Bie­le­feld: Das Deutsch­land­ti­cket hat sich posi­tiv in West­fa­len ent­wi­ckelt. Dies zei­gen die für das ver­gan­ge­ne Jahr erho­be­nen Daten des WestfalenTarifs

So ver­zeich­nen die Fahr­gast­zah­len des letz­ten Jah­res einen kon­ti­nu­ier­li­chen Anstieg: Wäh­rend im zwei­ten Quar­tal 2023 nur 12 Pro­zent aller Fahr­gäs­te im West­fa­len­Ta­rif das Deutsch­land­ti­cket nutz­ten, fuh­ren am Jah­res­en­de 2024 bereits 63 Pro­zent der ÖPNV Nut­ze­rIn­nen mit der kon­kur­renz­lo­sen Bus & Bahn-Flat­rate durch Deutschland.

„Das pau­scha­le Deutsch­land­ti­cket lädt dazu ein, den ÖPNV inten­si­ver als bis­her zu nut­zen, stellt die dahin­ter­ste­hen­de Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zie­rung des Nah­ver­kehrs­an­ge­bots aber vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen“, erläu­tern Mat­thi­as Hehl und Dr. Oli­ver Mietzsch, Geschäfts­füh­rer der West­fa­len­Ta­rif GmbH, die mit dem Ticket ein­her­ge­hen­den Folgewirkungen.

„Von unse­ren west­fä­li­schen Fahr­gäs­ten ist das Deutsch­land­ti­cket als dau­er­haf­te Ein­rich­tung gewollt. Wer es ein­mal besitzt, möch­te es auch wei­ter nut­zen“, kon­sta­tie­ren die Mietzsch und Hehl, ver­ant­wort­lich für den West­fa­len­Ta­rif als den zweit­größ­ten Flä­chen-Gemein­schafts­ta­rif in Deutsch­land. „Hier­zu braucht es Ver­läss­lich­keit, dass der ÖPNV lang­fris­tig mit den benö­tig­ten Finanz­mit­teln aus­ge­stat­tet wird, um ein gutes Ange­bot vor Ort zu ermöglichen.“

Ins­ge­samt wur­den bis­lang rund 8 Mil­lio­nen Deutsch­land­ti­ckets im West­fa­len­Ta­rif ver­kauft. Das „Deutsch­land­ti­cket Schu­le“ ist mit einem Anteil von 43 Pro­zent der Spit­zen­rei­ter unter den in West­fa­len ver­kauf­ten Deutsch­land­ti­ckets. Der Anteil des übri­gen Ticket­sor­ti­ments am Gesamt­vo­lu­men erweist sich seit den letz­ten drei Quar­ta­len 2024 als rela­tiv kon­stant. Tages- und Ein­zel­Ti­ckets sowie der Smart­phone- Tarif „eezy​.nrw” für Gele­gen­heits­kun­den wer­den, wenn auch auf sehr viel nied­ri­ge­rem Niveau als vor Ein­füh­rung des Deutsch­land­ti­ckets, wei­ter häu­fig genutzt.

„Für Umwelt und Gesund­heit zei­gen sich bis­lang leicht posi­ti­ve Effek­te durch das Deutsch­land­ti­cket“, so Oli­ver Mietzsch und Mat­thi­as Hehl. „Sie las­sen sich nur dann stei­gern, wenn neue Nut­zer­grup­pen erschlos­sen wer­den und eine stär­ke­re Ver­la­ge­rung des Auto- auf den Bus- und Bahn­ver­keh­r­erreicht wird als bis­her. Des­halb muss nun das Augen­merk auf den Aus­bau der Infra­struk­tur und ÖPNV-Ange­bot im länd­li­chen Raum gelegt wer­den. Denn wo kein aus­rei­chen­des Ange­bot vor­han­den ist, nutzt auch das bes­te Ticket­an­ge­bot wenig.“

Eine lang­fris­ti­ge Finan­zie­rungs­zu­sa­ge zum Ticket über 2026 hin­aus ist die grund­le­gen­de Basis für die west­fä­li­schen Ver­kehrs­un­ter­neh­men, ihre Leis­tun­gen ent­spre­chend pla­nen und anbie­ten zu kön­nen. Inwie­fern dafür eine neue gesetz­li­che Grund­la­ge im Rah­men der Debat­te um eine Erhö­hung der Regio­na­li­sie­rungs­mit­tel erfor­der­lich ist, die auch die Mit­tel­ver­wen­dung für län­ger als ein Jahr sicher­stellt, wird sich nach Vor­la­ge des Koali­ti­ons­ver­tra­ges der neu­en Bun­des­re­gie­rung zei­gen. Für die Fahr­gäs­te ist die sei­tens der Poli­tik zuge­sag­te Preis­sta­bi­li­tät bis Ende 2026 ein beson­ders rele­van­ter Fak­tor. Wenn ab 2027 die Prei­se erhöht wer­den müss­ten, wäre dies als eine direk­te Fol­ge polit­si­cher Ent­schei­dun­gen zum Deutsch­land­ti­cket anzusehen.

West­fa­len­Ta­rif. Der Eine für Bus & Bahn. Der West­fa­len­Ta­rif ist der flä­chen­mä­ßig größ­te Nah­ver­kehrs­ta­rif in NRW und der zweit­größ­te deut­sche Flä­chen-Gemein­schafts­ta­rif. Ein kom­for­ta­bles ÖPNV-Ange­bot mit Zukunfts­cha­rak­ter in West­fa­len, ein Ticket für alle auf Schie­ne und Stra­ße, hohe Mobi­li­tät für die loka­len Bedürf­nis­se vor Ort. Das ver­wirk­li­chen 28 Auf­ga­ben­trä­ger, über 60 Ver­kehrs­un­ter­neh­men und die WestfalenTarif-Expert*innen in Zusam­men­ar­beit mit den 16 ange­schlos­se­nen Krei­sen und 3 kreis­frei­en Städ­ten. Ver­bund­wei­te Tarif­pla­nung, Ein­nah­men­auf­tei­lung, Ver­trieb, Mar­ke­ting, Con­trol­ling und eine trans­pa­ren­te Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on bil­den die Basis, auf der leicht ver­ständ­li­che, bar­rie­re­frei zugäng­li­che, kli­ma­freund­li­che, digi­ta­le und inter­mo­da­le Kon­zep­te ent­wi­ckelt werden.

 

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Quel­le: West­fa­len­Ta­rif GmbH
Foto­credits: West­fa­len­Ta­rif GmbH