Grüne im Bundestag wollen beim Wehrdienst „perspektivisch“ auch Frauen in die Pflicht nehmen

Grüne im Bundestag wollen beim Wehrdienst „perspektivisch“ auch Frauen in die Pflicht nehmen …

Fraktionschefin Dröge: „Alle gesellschaftlichen Aufgaben sollten gleichberechtigt verteilt werden“

In der Debat­te um eine neue Form der Wehr­pflicht hält die grü­ne Frak­ti­ons­chefin im Bun­des­tag, Katha­ri­na Drö­ge, eine Gleich­be­hand­lung von Frau­en und Män­nern für gebo­ten. „Ich fin­de grund­sätz­lich, dass alle gesell­schaft­li­chen Auf­ga­ben gleich­be­rech­tigt ver­teilt wer­den soll­ten“, sag­te Drö­ge im Inter­view mit der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung“ (NOZ). „Gleich­zei­tig müs­sen wir dann aber auch die Gleich­stel­lung in allen ande­ren Berei­chen schaf­fen, etwa für die Fami­li­en und Pflegezeit“.

Drö­ge sag­te, die Grü­nen hiel­ten das neue Wehr­dienst-Modell von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) für einen gang­ba­ren Weg. Es sieht vor, einen Fra­ge­bo­gen über die Bereit­schaft zur Mus­te­rung an jun­ge Men­schen zu ver­schi­cken, wobei die Män­ner zu einer Ant­wort ver­pflich­tet sind. „Per­spek­ti­visch kann ich mir das auch für Frau­en vor­stel­len“, so Drö­ge in der NOZ.

Zugleich erteil­te sie der grü­nen Land­tags­frak­ti­on in Bay­ern eine Absa­ge, die einen „Frei­heits­dienst“ für alle Frau­en und Män­ner zwi­schen 18 bis 67 Jah­ren in einem gesell­schaft­lich nütz­li­chen Bereich ihrer Wahl vor­ge­schla­gen hat­te. „Jun­gen Men­schen zu unter­stel­len, sie woll­ten nichts für ihr Land tun, und gleich wie­der mit Zwang zu kom­men, ist nicht mei­ne Per­spek­ti­ve“, sag­te Dröge.

 

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Quel­le: Neue Osna­brü­cker Zei­tung, Redaktion
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