Windenergiebereiche im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis landesplanerisch gesichert

Regionalrat: Windenergiebereiche im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis landesplanerisch gesichert

Arns­berg: Auf sei­ner Son­der­sit­zung am 12. März 2025 hat der Regio­nal­rat Arns­berg ein­stim­mig den abschlie­ßen­den Fest­stel­lungs­be­schluss für die 19. Ände­rung des Regio­nal­pla­nes für den Kreis Soest und den Hoch­sauer­land­kreis getrof­fen. Damit ist das umfang­rei­che Ver­fah­ren für die Fest­le­gung von Wind­ener­gie­be­rei­chen (WEB) nahe­zu abgeschlossen.

Die Kom­mu­nen, Unter­neh­men sowie die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in den zwei Krei­sen erhal­ten durch die Fest­le­gung von Berei­chen für die Nut­zung von Wind­ener­gie Rechts­si­cher­heit und Klar­heit bei der Umset­zung der Vor­ga­ben für den Aus­bau der Wind­kraft. Die in den bei­den Krei­sen jetzt lan­des­pla­ne­risch abge­si­cher­ten Wind­ener­gie­be­rei­che umfas­sen ins­ge­samt 8.033 Hekt­ar von den für Süd­west­fa­len ins­ge­samt min­des­tens vor­ge­se­he­nen 13.186 Hektar.

Die Fest­le­gung der WEB erfolg­te auf der Grund­la­ge eines gesamt- räum­li­chen Kon­zep­tes mit ein­heit­li­chen Kri­te­ri­en zur Steue­rung des Aus­baus der Wind­ener­gie und unter Erfül­lung des zuge­teil­ten regio­na­len Teil­flä­chen­ziels für die Pla­nungs­re­gi­on Arns­berg. Es wur­de bei der Fest­le­gung der Wind­ener­gie­be­rei­che dar­auf geach­tet, dass kei­ne Kom­mu­ne über­pro­por­tio­nal belas­tet wird und eine Umzin­ge­lung von Orts­la­gen best­mög­lich ver­hin­dert wird.

Letz­ter ent­schei­den­der Ver­fah­rens­schritt ist jetzt eine end­gül­ti­ge Zustim­mung der Lan­des­pla­nungs­be­hör­de (Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Indus­trie, Kli­ma und Ener­gie, MWI­KE), die nach Rechts­prü­fung des neu­en Regio­nal­pla­nes inner­halb einer Frist von zwei Mona­ten erfol­gen muss. Danach kann die Bekannt­ma­chung der Regio­nal­plan­än­de­rung im Gesetz-und Ver­ord­nungs­blatt des Lan­des NRW erfol­gen und damit der geän­der­te Regio­nal­plan in Kraft treten.

Für die Beschleu­ni­gung und Umset­zung der Ener­gie­wen­de sind ver­schie­de­ne Geset­ze und Rechts­än­de­run­gen in Kraft getre­ten. Durch die Ver­ab­schie­dung des Wind­ener­gie­flä­chen­be­darfs­ge­set­zes (WindBG) mit dem Ziel, zwei Pro­zent der Bun­des­flä­che für Wind­ener­gie aus­zu­wei­sen, wer­den den Bun­des­län­dern ver­bind­li­che Flä­chen­zie­le (Flä­chen­bei­trags­wer­te) für den Aus­bau der Wind­ener­gie an Land zuge­wie­sen. Für Nord­rhein-West­fa­len sind dies NRW 1,1 Pro­zent bis 2027 sowie 1,8 Pro­zent bis 2032.

In NRW erfolgt die Umset­zung die­ser Vor­ga­be durch die 2. Ände­rung des Lan­des­ent­wick­lungs­plan NRW (LEP NRW). Der Pla­nungs­re­gi­on Arns­berg wird im LEP NRW ein regio­na­les Teil­flä­chen­ziel von 13.186 Hekt­ar zuge­teilt. Das ent­spricht 2,13 Pro­zent der Pla­nungs­re­gi­on, die in den fünf süd­west­fä­li­schen Krei­sen zu erbrin­gen und durch den Regio­nal­rat fest­zu­stel­len sind.

Vor die­sem Hin­ter­grund wer­den zum einen in der Regio­nal­plan­neu­auf­stel­lung des Regio­nal­plans für den Mär­ki­schen Kreis, den Kreis Olpe und den Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein 5.711 Hekt­ar neu­er Wind­ener­gie­be­rei­che fest­ge­legt. Wei­te­re 8.033 Hekt­ar wer­den jetzt durch die 19. Ände­rung des Regio­nal­pla­nes für den Kreis Soest und den Hoch­sauer­land­kreis fest­ge­legt. Die 19. Ände­rung des Regio­nal­pla­nes SO/HSK umfasst die 26 Kom­mu­nen des Krei­ses Soest und des Hochsauerlandkreises.

Ins­ge­samt wer­den 93 WEB in einer Grö­ßen­ord­nung von 8.033 Hekt­ar fest­ge­legt und text­li­che Zie­le mit Rege­lun­gen zur recht­li­chen Wir­kung der WEB, zur Steue­rung des Wind­ener­gie­aus­baus im Ver­hält­nis zu den ande­ren regio­nal­pla­ne­ri­schen Fest­le­gun­gen und Rege­lun­gen für die nach­fol­gen­de Pla­nungs- und Zulas­sungs­ebe­ne ergänzt.

Die Fest­le­gung der WEB erfolgt auf der Grund­la­ge eines ein­heit­li­chen gesamträum­li­chen Kon­zepts, das zum Ziel hat, den Wind­ener­gie­aus­bau in mög­lichst kon­flikt­ar­me Berei­che zu len­ken und zu konzentrieren.

 

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Quel­le: Bezirks­re­gie­rung Arnsberg
Foto­credits: Bezirks­re­gie­rung Arnsberg