Countdown zur Bundestagswahl läuft: IG BAU startet „Wahl-Weckruf Wohnen“

Countdown zur Bundestagswahl läuft: IG BAU startet „Wahl-Weckruf Wohnen“

Wahlkampf-Endspurt im Hochsauerlandkreis: Wer von den Bundestagskandidaten sorgt für mehr Wohnungsbau?

Zwei Kreu­ze, die auch übers Woh­nen ent­schei­den: Das Bau­en und Woh­nen im Hoch­sauer­land­kreis soll in der Wahl­ka­bi­ne eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Das for­dert die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Bau-Gewerk­schaft star­tet einen „Wahl-Weck­ruf Woh­nen“ und warnt: „Es ist höchs­te Zeit, den Neu­bau anzu­kur­beln. Wer im Hoch­sauer­land­kreis für den Bun­des­tag kan­di­diert, muss des­halb beim Woh­nungs­bau Far­be beken­nen: Soll es ein Kon­junk­tur­pro­gramm für mehr Woh­nungs­bau geben – ja oder nein? Denn wer regie­ren will, der muss drin­gend den Woh­nungs­bau als Kon­junk­tur­mo­tor in Schwung brin­gen“, so Fried­helm Kreft.

Der Vor­sit­zen­de der IG BAU West­fa­len Mit­te-Süd warnt: „Pas­siert nichts, dann droht der Bau Leu­te zu ver­lie­ren. Das wäre fatal. Denn jeder ein­zel­ne Arbeits­platz zählt. Für den Neu­bau und für Sanie­run­gen braucht der Hoch­sauer­land­kreis in den kom­men­den Jah­ren jeden, der auf dem Bau zupackt.“

Doch kon­kre­te Wahl­ver­spre­chen zum Woh­nungs­bau gebe es nicht: „Die Par­tei­en ver­su­chen, einen wei­ten Bogen um das The­ma zu machen“, so Fried­helm Kreft. Des­halb sei der „poli­ti­sche Woh­nungs­bau-Check“ bei den Bun­des­tags­kan­di­da­ten im Hoch­sauer­land­kreis „mehr als fäl­lig“. Wer in den Bun­des­tag wol­le, müs­se kla­re Zie­le haben und kla­re Ver­spre­chen für das Bau­en und Woh­nen im Hoch­sauer­land­kreis, in Nord­rhein-West­fa­len und ganz Deutsch­land geben.

Immer­hin wür­den bun­des­weit vor allem bezahl­ba­re Woh­nun­gen und Sozi­al­woh­nun­gen drin­gend gebraucht. „Die neue Bun­des­re­gie­rung muss ein Woh­nungs­bau-Kon­junk­tur­pro­gramm auf die Bei­ne stel­len – und zwar gleich nach der Bun­des­tags­wahl. Nur das schafft neue Woh­nun­gen. Es stützt die ange­schla­ge­ne Bau­bran­che und ver­hin­dert den Ver­lust von wei­te­ren Arbeits­plät­zen auf dem Bau“, so Kreft.

Kon­kret for­dert die IG BAU einen Fond für den Sozi­al­woh­nungs­bau. Die­ser müs­se durch das Grund­ge­setz abge­si­chert sein. Min­des­tens 11 Mil­li­ar­den Euro sol­len so pro Jahr bereit­ste­hen, um 100.000 Sozi­al­woh­nun­gen neu zu bau­en, so die Gewerk­schaft. „Es muss end­lich eine fes­te und ver­läss­li­che För­der­sum­me geben. Denn mit dem Sozi­al­woh­nungs­bau nach ‚schwan­ken­der Haus­halts­la­ge‘ muss Schluss sein“, sagt Fried­helm Kreft.

Außer­dem müs­se die Mehr­wert­steu­er für Neu­bau von Sozi­al­woh­nun­gen von 19 auf 7 Pro­zent sin­ken. „Und zwar bei allen Bau­leis­tun­gen für Wohn­ge­bäu­de, in denen min­des­tens zwei Drit­tel der Woh­nun­gen Sozi­al­woh­nun­gen sind“, for­dert Kreft.

Die IG BAU for­dert dar­über hin­aus ein bun­des­wei­tes Sozi­al­woh­nungs-Regis­ter. „Nur so kön­nen der Bund, das Land Nord­rhein-West­fa­len und alle Akteu­re im Hoch­sauer­land­kreis den Bedarf und Neu­bau von Sozi­al­woh­nun­gen ver­nünf­tig pla­nen“, macht Fried­helm Kreft deutlich.

 

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Quel­le: Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt – Bezirks­ver­band West­fa­len Mitte-Süd
Foto­credits: IG BAU | Flo­ri­an Göricke