MdB-Kandidaten sollen sich für Gratis-Essen stark machen – in Kitas und Schulen

MdB-Kandidaten sollen sich für Gratis-Essen stark machen – in Kitas und Schulen

Von 1 bis 18: Chance auf warmes Essen zum Null-Tarif für alle 45.250 Kinder und Jugendlichen im Hochsauerlandkreis

Von 1 bis 18 – ordent­lich essen: Alle rund 45.250 Kin­der und Jugend­li­chen im Hoch­sauer­land­kreis sol­len mit­tags die Chan­ce auf ein war­mes Essen haben – zum Null-Tarif. Die­sen „Mahl­zeit-Appell“ rich­tet die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) an die Par­tei­en zur Bun­des­tags­wahl. Die NGG Süd­west­fa­len macht sich damit für ein kos­ten­lo­ses Essen in den Kitas und Schu­len im Hoch­sauer­land­kreis stark. „Und das vom ers­ten bis zum 18. Lebens­jahr: Alle Kin­der und Jugend­li­chen soll­ten ein­mal am Tag die Chan­ce auf ein war­mes Essen haben, wenn sie betreut oder unter­rich­tet wer­den. Das ist heu­te aber lei­der immer noch nicht selbst­ver­ständ­lich“, sagt Isa­bell Mura von der NGG Südwestfalen.

Es gehe dar­um, jun­gen Men­schen in Kitas und Schu­len im Hoch­sauer­land­kreis von mon­tags bis frei­tags ein Ange­bot zu machen, gesund zu essen. „Dass sie dafür nichts bezah­len müs­sen, ist wich­tig. Denn sonst ent­schei­det wie­der das Porte­mon­naie der Eltern dar­über, ob es mit­tags eine frisch zube­rei­te­te Mahl­zeit mit Salat oder doch die bil­li­ge Tüte Chips gibt“, so NGG-Geschäfts­füh­re­rin Isa­bell Mura. Dabei gehe es auch um Chancengleichheit.

„Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung von Kin­dern und Jugend­li­chen soll­te dem Staat etwas wert sein“, sagt Isa­bell Mura. Immer­hin ent­las­te eine gesun­de Ernäh­rung lang­fris­tig sogar das Gesund­heits­sys­tem. Es sei daher Sache des Bun­des, die finan­zi­el­len Wei­chen für ein „Bis-18-Gra­tis­es­sen“ zu stellen.

Noch feh­le es aller­dings am nöti­gen poli­ti­schen Rücken­wind. Es sei daher wich­tig, bis zur Bun­des­tags­wahl dran­zu­blei­ben: „Wer im Hoch­sauer­land­kreis für den Bun­des­tag kan­di­diert, muss Far­be beken­nen: Kos­ten­lo­ses Essen für Kin­der und Jugend­li­che – ja oder nein? Gera­de Eltern soll­ten dazu bei den Par­tei­en nach­fra­gen – und ihnen auch grund­sätz­lich bei dem, was sie in Sachen Bil­dung vor­ha­ben, auf den Zahn füh­len“, for­dert Isa­bell Mura.

Ent­schei­dend beim Gra­tis­es­sen für Kin­der und Jugend­li­che sei­en gute Zuta­ten. Außer­dem soll­te das Tier­wohl eine Rol­le spie­len. „Vor allem geht es aber auch um fai­re Arbeits­be­din­gun­gen in den Kan­ti­nen“, sagt Isa­bell Mura. Wich­tig sei dabei, was in der Küche und bei der Essens­aus­ga­be ver­dient wer­de: „Wirk­lich fair ist nur der Tarif­lohn“, for­dert die Geschäfts­füh­re­rin der NGG Südwestfalen.

 

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Quel­le: NGG Südwestfalen
Bild: Etwas Ordent­li­ches auf dem Tel­ler – für alle von 1 bis 18: Kin­der und Jugend­li­che im Hoch­sauer­land­kreis sol­len mit­tags in Kitas und Schu­len ein kos­ten­lo­ses Essen bekom­men. Die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) macht das Gra­tis­es­sen zum The­ma im Bun­des­tags­wahl­kampf. „Egal, wie viel die Eltern ver­die­nen: Chan­cen­gleich­heit fängt schon beim war­men Essen an. Es ver­hin­dert Man­gel­er­näh­rung und för­dert die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit“, so die NGG Südwestfalen.
Foto­credits: NGG | Tobi­as Seifert