Betrugs-Alarm: Kriminelle geben sich als ECC-Net aus!

Betrugs-Alarm: Kriminelle geben sich als ECC-Net aus!

Ein brand­ak­tu­el­ler Fall zeigt, wie dreist Betrü­ger vor­ge­hen: Ein Ver­brau­cher mel­de­te sich beim Euro­päi­schen Ver­brau­cher­zen­trum (EVZ) Deutsch­land und leg­te bri­san­te Kor­re­spon­denz vor. Kri­mi­nel­le hat­ten sich als ver­meint­li­cher Mit­ar­bei­ter des ECC-Net (Euro­pean Con­su­mer Cen­tres Net­work) – also des Netz­wer­kes der Euro­päi­schen Ver­brau­cher­zen­tren – aus­ge­ge­ben, um das Ver­trau­en des in der Ver­gan­gen­heit bereits betro­ge­nen Opfers zu gewin­nen. Doch nicht nur unser Name taucht in dem Schrei­ben auf…

Das Vor­ge­hen: Die Kri­mi­nel­len geben sich als Ver­tre­ter des ECC-Net aus, in die­sem Fall als angeb­li­cher “Chief Inspec­tor Alves Perei­ra”. Mit einer raf­fi­nier­ten Geschich­te behaup­ten sie, in Zusam­men­ar­beit mit inter­na­tio­na­len Behör­den wie Inter­pol, der BaFin und der Euro­päi­schen Zen­tral­bank, Gel­der sicher­ge­stellt zu haben, die angeb­lich aus frü­he­ren Betrü­gen stammen.

Um an die­se ver­meint­lich zurück­ge­won­ne­nen Gel­der zu gelan­gen, wird das Opfer auf­ge­for­dert, sich auf einer Platt­form namens “Mari­ti­me Invest­ments” zu regis­trie­ren und einen Veri­fi­zie­rungs­pro­zess durch­zu­füh­ren. Das Ziel? Wei­te­re per­sön­li­che Daten und finan­zi­el­le Infor­ma­tio­nen ihrer Opfer abgrei­fen. In der Fol­ge wer­den die Ver­brau­cher dann oft auch zur Zah­lung wei­te­rer Sum­men aufgefordert.

Beson­ders per­fi­de: Die Täter adres­sie­ren gezielt Men­schen, die bereits Opfer eines Invest­ment­be­trugs wur­den. In die­sem Fall deu­tet alles dar­auf hin, dass die­sel­ben Kri­mi­nel­len, die den ers­ten Betrug began­gen haben, erneut zuschla­gen – dies­mal unter ande­rem, näm­lich unse­rem, Namen.

Damit Sie nicht auf sol­che Machen­schaf­ten her­ein­fal­len, haben wir vom Euro­päi­schen Ver­brau­cher­zen­trum (EVZ) Deutsch­land eini­ge wich­ti­ge Hin­wei­se für Sie zusammengestellt.

Sind wir es wirklich?
  1. Das ECC-Net kon­tak­tiert Sie nicht, ohne dass Sie uns zuvor selbst um Unter­stüt­zung gebe­ten haben. Kein “Direk­tor”, “Chief Inspec­tor” oder sons­ti­ge Titel­trä­ger wird sich unge­fragt bei Ihnen mel­den. Fall­öff­nun­gen nur über unse­re Home­page www​.evz​.de. Wir for­dern Sie nie­mals auf, per­sön­li­che Daten auf exter­nen Sei­ten anzugeben.
  2. Indi­vi­du­el­le Fall­num­mern. Wenn Sie bei uns einen Fall eröff­nen, erhal­ten Sie eine indi­vi­du­el­le Fall­num­mer. Die­se bleibt gleich – auch wenn in sel­te­nen Fäl­len ein ande­rer Jurist Ihren Fall über­nimmt. Die Num­mer hilft uns bei der Zuord­nung und Ihnen, die Echt­heit unse­rer Anfra­gen zu überprüfen.
  3. Wir ver­lan­gen kein Geld. Nie­mals. Weder das ECC-Net noch das EVZ for­dert Zah­lun­gen von Ihnen. Soll­te jemand Geld von Ihnen ver­lan­gen, han­delt es sich ganz sicher um Betrug.
  4. Prü­fen Sie die Anre­de. Nach der Eröff­nung eines Falls spre­chen wir Sie stets per­sön­lich mit Ihrem Namen an. All­ge­mei­ne Anre­den wie “Sehr geehr­te Damen und Her­ren” oder “Sehr geehr­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger” soll­ten Sie stut­zig machen.
  5. Im Zwei­fel: Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wenn Sie unsi­cher sind, mel­den Sie sich bei unse­rem Juris­ten-Team. Es hilft Ihnen gern, die Echt­heit von Kon­tak­ten zu prü­fen. Nut­zen Sie zur Kon­takt­auf­nah­me aus­schließ­lich die auf evz​.de ange­ge­be­nen Kon­takt­da­ten, nicht die­je­ni­gen, die in dem Schrei­ben ange­ge­ben werden.
  6. Erstat­ten Sie Anzei­ge bei Ihrer ört­li­chen Poli­zei, dies ist auch online mög­lich: Poli­zei – Online­wa­chen der Poli­zei­en der Länder.

Schüt­zen Sie sich und andere!

Tei­len Sie die­se Infor­ma­tio­nen mit Freun­den und Fami­lie, damit auch sie vor sol­chen Betrü­gern gewarnt sind. Je mehr Men­schen Bescheid wis­sen, des­to schwe­rer haben es die Kri­mi­nel­len. Gemein­sam kön­nen wir uns weh­ren und ver­hin­dern, dass wei­te­re Ver­brau­cher auf die­se Masche hereinfallen.

Blei­ben Sie wach­sam – und den­ken Sie dar­an: Weder das ECC-Net noch das EVZ ver­lan­gen Geld oder die Ein­ga­be Ihrer per­sön­li­chen Daten auf dubio­sen Home­pages. Wir hel­fen immer kostenlos!

Haben Sie eben­falls zwei­fel­haf­te Kor­re­spon­denz in unse­rem Namen erhal­ten? Mel­den Sie sich bit­te bei uns!

 

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Quel­le: Euro­päi­sches Ver­brau­cher­zen­trum Deutschland
Bild: War­nung vor einer neu­en Betrugs­ma­sche: Kri­mi­nel­le nut­zen den Namen des ECC-Net, um Daten und Geld von Ver­brau­chern zu erbeuten
Foto­credits: KI generiert