Über das richtige Herangehen an Neujahrsvorsätze

Kaum sind die Feiertage vorüber, sind sie da, die Pläne, was im neuen Jahr besser laufen soll …? Über das richtige Herangehen an Neujahrsvorsätze, ein Kommentar von Anne-Kathrin Neuberg-Vural

Kaum sind die Fei­er­ta­ge vor­über, sind sie da: die Plä­ne, was im neu­en Jahr bes­ser lau­fen soll. Die dies­jäh­ri­gen Vor­sät­ze der Deut­schen spie­geln erneut ein tie­fes Bedürf­nis nach mehr Wohl­be­fin­den, Balan­ce und weni­ger Stress wider. Die Sehn­sucht nach mehr rea­len Sozi­al­kon­tak­ten und weni­ger Zeit am Han­dy ist dafür ein deut­li­ches Zei­chen. Es ist ermu­ti­gend zu sehen, dass auch die Gesund­heit, Umwelt­be­wusst­sein und die per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung hohe Prio­ri­tät haben.

Gleich­zei­tig ist es wich­tig, einen Schritt zurück­zu­tre­ten und sich ein­zu­ge­ste­hen, dass der Pro­zess des Wan­dels Zeit braucht und von Mit­ge­fühl geprägt sein soll­te – gegen­über sich selbst und ande­ren. Es ist leicht, sich für ver­meint­li­che Defi­zi­te zu kri­ti­sie­ren. Doch der Druck, den wir uns auf­er­le­gen, um unse­re Män­gel zu kor­ri­gie­ren, kann iro­ni­scher­wei­se zu noch mehr Stress füh­ren. Das Stre­ben nach weni­ger Bild­schirm­zeit, mehr Bewe­gung oder mehr Zeit mit Freun­den und Fami­lie ist ohne Fra­ge lobens­wert. Das war es auch die ver­gan­ge­nen Jah­re, als die Lis­ten ein ähn­li­ches Bild zeig­ten. Doch was bringt es, wenn wir uns jedes Jahr das­sel­be vor­neh­men, da es mal wie­der nicht mit der Umset­zung geklappt hat?

Wir soll­ten unse­re Zie­le mit Güte und Geduld ver­fol­gen. Ver­än­de­rung kommt nicht über Nacht, all­zu stren­ge Maß­stä­be kön­nen demo­ra­li­sie­ren. Es geht um eine aus­ge­wo­ge­ne Sicht­wei­se, die uns erlaubt, Fort­schrit­te zu fei­ern und zugleich rück­sichts­voll mit Rück­schlä­gen umzu­ge­hen. Lächeln wir über die Stol­per­stei­ne und fei­ern wir die Sie­ge, egal, wie klein sie erschei­nen mögen. Mit Mit­ge­fühl und einem weni­ger stren­gen Blick auf uns und ande­re wer­den die Vor­sät­ze zu Freu­den, nicht zu Bür­den – und haben mehr Aus­sicht auf Erfolg.

 

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