Bachs Weihnachtsmusik: Ein Fest für die Sinne und den Geist

Bachs Weihnachtsmusik: Ein Fest für die Sinne und den Geist

Das Hören von Bachs Chor­mu­sik, ins­be­son­de­re sei­ner berühm­ten musi­ka­li­schen Erzäh­lung der Weih­nachts­ge­schich­te, ist für vie­le Men­schen ein fes­ter Bestand­teil der Weih­nachts­zeit. Am drit­ten Advents­sonn­tag, dem 15. Dezem­ber, führt der Ora­to­ri­en­chor des Städ­ti­schen Musik­ver­eins Arns­berg gemein­sam mit dem Kin­der- und Jugend­chor Vokal­To­tal Arns­berg sowie dem Pro­jekt­chor des Kir­chen­krei­ses Arns­berg die ers­te Kan­ta­te von Johann Sebas­ti­an Bachs Weih­nachts­ora­to­ri­um auf. Bei dem gro­ßen Kon­zert am Abend wer­den zudem die Orches­ter­suite h‑Moll mit der berühm­ten „Badi­ne­rie“ und das “Magni­fi­cat” zu hören sein.

Bach, der als Tho­mas­kan­tor in Leip­zig vie­le Wer­ke für das Weih­nachts­fest schuf, kom­po­nier­te das “Magni­fi­cat” im Jahr 1723 als sein ers­tes gro­ßes Chor­werk. Die­ses fünf­stim­mi­ge Werk basiert auf einem latei­ni­schen Text aus dem Lukas­evan­ge­li­um. In zwölf rela­tiv kur­zen, aber aus­drucks­star­ken Tei­len ver­mit­telt das “Magni­fi­cat” ein­dring­lich das The­ma der Gerech­tig­keit Got­tes. Bachs meis­ter­haf­ter Ein­satz von Instru­men­ten und Vokal­kom­bi­na­tio­nen ver­stärkt die emo­tio­na­le Tie­fe die­ses Lobgesangs.

Die Orches­ter­suite h‑Moll von J.S. Bach ver­eint leb­haf­te Tän­ze wie die Alle­man­de und die Cou­ran­te mit lyri­schen Melo­dien. Die Suite besticht durch ihre meis­ter­haf­te Instru­men­ta­ti­on und emo­tio­na­le Aus­drucks­kraft, die die Viel­falt des Barock­stils ein­drucks­voll wider­spie­gelt. Meis­ter­haft und vir­tu­os setzt Bach hier die Flö­te als Solo-Instru­ment ein.

Das Weih­nachts­ora­to­ri­um schließ­lich gilt als eines der berühm­tes­ten Wer­ke der Welt­li­te­ra­tur und gehört seit sei­ner Wie­der­ent­de­ckung im 19. Jahr­hun­dert zu den am häu­figs­ten auf­ge­führ­ten Vokal­wer­ken. Mit dem kraft­vol­len Beginn “Jauch­zet, froh­lo­cket” ver­kün­den Trom­pe­ten und Pau­ken die bevor­ste­hen­de Geburt Christi.

Zusätz­lich zum gro­ßen Kon­zert am Abend wird es nach­mit­tags ein Weih­nachts­ora­to­ri­um für Fami­li­en mit Kin­dern geben. In einer abwechs­lungs­rei­chen Erzäh­lung der Weih­nachts­ge­schich­te erklin­gen bekann­te Pas­sa­gen aus dem Weih­nachts­ora­to­ri­um. Die Erzäh­le­rin Almut Lürb­ke bringt den Kin­dern dabei auf ein­gän­gi­ge und ver­gnüg­li­che Wei­se die Musik des gro­ßen Kom­po­nis­ten näher und erklärt, wie bestimm­te Musik zu den jewei­li­gen Text­par­tien passt.

Das Gesangs­quin­tett besteht aus Man­ja Ste­phan und Anna Schau­er­te (Sopran), Tii­na Zahn (Alt), Joa­chim Streck­fuss (Tenor) und Domi­nic Gro­ße (Bass). Beglei­tet wer­den die Chö­re von der Came­ra­ta Instru­men­ta­le Sie­gen unter der Lei­tung von Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Gerd Weimar.

Bei­de Ver­an­stal­tun­gen fin­den in der Abtei Königs­müns­ter in Mesche­de statt. Das Fami­li­en­kon­zert beginnt um 16:30 Uhr (Dau­er: 45 Minu­ten), die Abend­auf­füh­rung um 19:00 Uhr (Dau­er 90 Minu­ten). Der Ein­tritt für das Fami­li­en­kon­zert beträgt 12 Euro pro Per­son (Kin­der frei), bei der Abend­auf­füh­rung 30 Euro.

Vor­ver­kaufs­kar­ten sind im Abtei­la­den Mesche­de, bei der Buch­hand­lung Vieth in Arns­berg und bei den Chor­mit­glie­dern erhält­lich. Ermä­ßig­te Kar­ten für Schü­ler und Stu­den­ten gibt es nur an der Abendkasse.

 

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Quel­le: Ev. Kir­chen­kreis Soest-Arnsberg
Foto­credits: Hans-Albert Limbrock