Neues Angebot in Winterberg: Pflegeselbsthilfe bietet Menschen einen geschützten Raum

Neues Angebot in Winterberg: Pflegeselbsthilfe bietet Menschen einen geschützten Raum

Brilon/​Winterberg: Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge ste­hen oft unter gro­ßer Belas­tung. Zwi­schen Ver­pflich­tun­gen, Erschöp­fung und Schuld­ge­füh­len bleibt kaum Raum für eige­ne Bedürf­nis­se. Genau hier setzt die Pfle­ge­selbst­hil­fe an: Sie bie­tet einen geschütz­ten Raum für Aus­tausch, Ent­las­tung und neue Kraft. Das Kon­takt­bü­ro Pfle­ge­selbst­hil­fe Hoch­sauer­land­kreis lädt Inter­es­sier­te herz­lich ein, die Mög­lich­kei­ten der Selbst­hil­fe zu ent­de­cken – etwa in der neu­en Gesprächs­grup­pe „Mit­ein­an­der im Auf­wind“ in Winterberg.

Warum Selbsthilfe?

Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge erle­ben oft, dass ihr Umfeld wenig Ver­ständ­nis für die täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen auf­bringt. Der Besuch einer Selbst­hil­fe­grup­pe kann hier hel­fen, indem er emo­tio­na­le Ent­las­tung und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung ermög­licht. Auf dem Inter­net­por­tal des Pfle­ge­weg­wei­sers NRW beant­wor­tet Moni­ka Matus­zak, vom Kon­takt­bü­ro Pfle­ge­selbst­hil­fe HSK, die Fra­ge des Monats Novem­ber „Zeit für mich? Selbst­hil­fe trotz Pfle­ge­ver­ant­wor­tung“ wie folgt: „In der Pfle­ge­selbst­hil­fe fin­den Men­schen einen geschütz­ten Raum, um über The­men zu spre­chen, die im All­tag oft kei­nen Platz haben – sei es das Gefühl von Scham, Schuld, oder ande­re nega­ti­ve Gefüh­le wie die Abnei­gung gegen­über bestimm­ten pfle­ge­ri­schen Tätigkeiten.“

Sol­che Grup­pen schaf­fen Frei­räu­me, in denen pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge ler­nen, bes­ser für sich selbst zu sor­gen. „Wer sich Pau­sen und Unter­stüt­zung gönnt, bleibt lang­fris­tig leis­tungs­fä­hi­ger und schützt die eige­ne Gesund­heit“, so die Lei­te­rin des Kontaktbüros.

Freiräume schaffen mit Pflegeleistungen

Unter Gleich­ge­sinn­ten kann auch mal herz­lich gelacht wer­den – sei es über man­che Ver­zweif­lung im Pfle­ge­all­tag oder über die schö­nen, oft uner­war­te­ten Momen­te, die das Leben bereit­hält. Dabei bie­tet die Grup­pe nicht nur Raum für Aus­tausch, son­dern auch für Ermu­ti­gung und Aner­ken­nung. Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te wie der Ent­las­tungs­be­trag, die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge oder das Pfle­ge­geld kön­nen pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen hel­fen, die­se wich­ti­gen Frei­räu­me für sich selbst zu schaf­fen. Das Kon­takt­bü­ro Pfle­ge­selbst­hil­fe HSK steht dabei ger­ne bera­tend zur Sei­te und unter­stützt Betrof­fe­ne, pas­sen­de Lösun­gen zu finden.

Neues Angebot in Winterberg

Die neue Selbst­hil­fe­grup­pe „Mit­ein­an­der im Auf­wind“ trifft sich ab sofort jeden zwei­ten Diens­tag im Monat von 10:00 bis 11:30 Uhr im Haus Nord­hang, Am Hagen­blech 53, 59955 Win­ter­berg. Inter­es­sier­te kön­nen sich beim Kon­takt­bü­ro Pfle­ge­selbst­hil­fe HSK anmelden.

Alles freiwillig

In Selbst­hil­fe­grup­pen gilt: Jeder ent­schei­det selbst, wie viel er von sich preis­gibt und wie weit er sich ein­brin­gen möch­te. Neben Aus­tausch und Ver­ständ­nis bie­ten Grup­pen auch krea­ti­ve und sport­li­che Akti­vi­tä­ten, die den All­tag berei­chern und neue Kon­tak­te ermög­li­chen. Selbst­hil­fe ist kein Luxus, son­dern ein Schlüs­sel zu einem erfüll­ten Leben – auch für pfle­gen­de Angehörige.

Weitere Informationen und Anmeldung:

 

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Quel­le: Cari­tas­ver­band Bri­lon e.V.
Foto­credits: Cari­tas­ver­band Bri­lon e.V.