2.526 Papierboote gegen das Sterben im Mittelmeer

2.526 Papierboote gegen das Sterben im Mittelmeer

Soest: Um auf das Ster­ben im Mit­tel­meer auf­merk­sam zu machen und die Not­wen­dig­keit der zivi­len See­not­ret­tung zu unter­strei­chen, wird am 10. Dezem­ber 2024, dem Tag der Men­schen­rech­te, eine beson­de­re Gedenk­ak­ti­on statt­fin­den: Die Evan­ge­li­sche Frau­en­hil­fe in West­fa­len e.V. (EFHiW) ruft dazu auf, 2.526 Boo­te aus Zei­tungs­pa­pier zu fal­ten und an öffent­li­chen Plät­zen sicht­bar zu machen. Jedes die­ser Boo­te steht sym­bo­lisch für einen Men­schen, der im Jahr 2023 bei der Flucht über das Mit­tel­meer sein Leben ver­lo­ren hat.

Gemein­sam mit dem Bünd­nis United4Rescue möch­te die EFHiW mit den Papier­schiff­chen auf das Ver­sa­gen der euro­päi­schen Poli­tik in der Flücht­lings­kri­se auf­merk­sam machen. „Solan­ge tag­täg­lich Men­schen im Mit­tel­meer ster­ben, müs­sen Zivil­ge­sell­schaft und Kir­chen das Ver­sa­gen der euro­päi­schen Staa­ten ankla­gen und so vie­le Geflüch­te­te wie mög­lich aus dem Mit­tel­meer ret­ten,“ erklärt Lei­ten­de Pfar­re­rin Bir­git Rei­che der EFHiW. Der Frau­en­ver­band for­dert ein Ende der Kri­mi­na­li­sie­rung der zivi­len See­not­ret­tung und euro­päi­sche Maß­nah­men aus der Hal­tung her­aus „Man lässt kei­ne Men­schen ertrin­ken. Punkt.“.

Seit 2020 ruft die EFHiW jähr­lich dazu auf, am Tag der Men­schen­rech­te auf die­sen Skan­dal öffent­lich hin­zu­wei­sen und sich dafür mit ande­ren Initia­ti­ven, Orga­ni­sa­tio­nen oder Ein­zel­per­so­nen zusam­men zu tun. So wer­den aus­drück­lich alle Men­schen in West­fa­len dazu ein­ge­la­den, an der Akti­on teilzunehmen.

Hin­ter­grund:

Die EFHiW ist seit 2019 Teil des Bünd­nis­ses United4Rescue, das zivi­le See­not­ret­tungs­or­ga­ni­sa­tio­nen unter­stützt. Mit Hil­fe von Spen­den ermög­licht United4Rescue den Ein­satz von Ret­tungs­schif­fen wie der Sea-Watch 4 und der SEA-EYE 4. Zahl­rei­che Ret­tungs­ein­sät­ze sind durch die Schif­fe ermög­licht wor­den. Tau­sen­den Men­schen wur­de so das Leben gerettet.

In den letz­ten zehn Jah­ren sind rund 30.356 Geflüch­te­te im Mit­tel­meer ertrun­ken. Men­schen, die sich über das Mit­tel­meer auf den Weg nach Euro­pa machen, ris­kie­ren ihr Leben nie ohne Grund. Geflüch­te­te, die das Mit­tel­meer über­que­ren, tun dies oft aus Ver­zweif­lung – sei es wegen Krieg, Ver­fol­gung oder extre­mer Armut. Davon unab­hän­gig ver­die­nen sie alle mensch­li­che Behand­lung im Ein­klang mit den Menschenrechten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei: Evan­ge­li­sche Frau­en­hil­fe in West­fa­len e.V., www​.frau​en​hil​fe​-west​fa​len​.de/​a​k​t​u​e​l​les.

 

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Quel­le: Evan­ge­li­sche Frau­en­hil­fe in West­fa­len e.V.
Foto­credits: KOBU Agen­cy via Uns­plash