Weltbienentag 2024: Erwerbsimker mit Herz für Bienen und Bestäubung

Mehr als Honig: Berufsimker mit Herz für Bienen und Bestäubung

Auf­ruf zum Welt­bi­e­nen­tag 2024

Der 20. Mai ist Ehren­tag für die Bie­ne. Sie sichert die Bestäu­bung und unse­re Lebens­mit­tel­viel­falt. Der Deut­sche Berufs- und Erwerbs­im­ker­bund zeigt mit sei­ner bun­des­wei­ten Akti­on ein Herz für Bie­nen und wirbt für die deut­sche Imke­rei. Ein Auf­ruf an alle Ver­brau­cher zum Welt­bi­e­nen­tag mit hei­mi­schem Honig unse­re Bie­nen und Imker zu unterstützen.

Ohne Bie­ne kein Apfel

Der 20. Mai ist Ehren­tag für die Bie­ne. Für die Natur und uns Men­schen leis­tet sie Lebens­wich­ti­ges. Mit der Bestäu­bung sichert sie ihren Lebens­raum und unse­re Lebens­mit­tel­ver­sor­gung. Sie sorgt für die Viel­falt in der Natur und auf unse­ren Tel­lern. Sie bestäubt die aller­meis­ten Wild- und Kul­tur­pflan­zen und hilft ihnen und uns zu mehr und bes­se­ren Früch­ten. Ohne Insek­ten und Bie­nen gibt es kei­ne funk­tio­nie­ren­de Land­wirt­schaft, kei­ne Äpfel, kei­ne Erd­bee­ren, kei­ne Toma­ten oder Gurken.

Wir Men­schen brau­chen Honig- und Wild­bie­nen. Und mitt­ler­wei­le brau­chen die Bie­nen auch Men­schen, die sich für den Erhalt ihres Lebens­raums ein­set­zen. Für die Wild­bie­nen braucht es Blüh­viel­falt, wil­de Ecken, Bio­to­pe für spe­zia­li­sier­te Kräu­ter. Sie brau­chen Platz für Nist­plät­ze aus Sand- und Lehm, Abbruch­kan­ten und Tot­holz­flä­chen. Für die Honig­bie­nen set­zen wir Imker und Imke­rin­nen uns ein. Wir pfle­gen und füt­tern sie. Wir hal­ten sie gesund und stär­ken mit geziel­ter Aus­wahl der bes­ten Köni­gin­nen ihre Abwehr­kräf­te, ihre Sam­mel­lei­den­schaft und ihre Sanftmut.

Nur mit Berufs­im­kern ist die Bestäu­bung gesichert

Wir Erwerbs­im­ker hal­ten gut die Hälf­te aller Bie­nen­völ­ker in Deutsch­land. Damit sor­gen wir in gro­ßem Stil dafür, dass die Bestäu­bung für die Bau­ern gesi­chert ist: mit pro­fes­sio­nel­lem Fach­wis­sen, hohen Hygie­ne­stan­dards, hoch­ef­fi­zi­en­ter Arbeits­wei­se und Herz­blut für guten Honig! Denn für die land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­on braucht es gro­ße Men­gen an Bie­nen, braucht es vie­le Bie­nen­stö­cke und zuwei­len auch Wan­der­im­ker, die gezielt zu den Blüh­zei­ten ihre Völ­ker an den Fel­dern aufstellen.

Mehr als Honig: Auch Bestäu­bung muss sich lohnen

Wir sind Teil und die Rück­ver­si­che­rung der Land­wirt­schaft. Und: Wir sind mehr als „nur“ Honig­pro­du­zent. Der Honig ist ein Bei­trag der Imke­rei, doch volks­wirt­schaft­lich ist die Bestäu­bung durch Honig­bie­nen der grö­ße­re. Auch hier­für soll­te die pro­fes­sio­nel­le Bie­nen­hal­tung ent­lohnt wer­den. Denn die Honig­wirt­schaft steht mitt­ler­wei­le unter Druck.

Aktiv gegen Honig­fäl­schun­gen: Ver­brau­cher­schutz ist Imkerschutz

In den letz­ten Jah­ren gibt es immer mehr Honig­fäl­schun­gen, v.a. durch den Zusatz von Zucker­si­rup bei Import­ho­ni­gen. Schon letz­tes Jahr hat Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Özd­emir zum Welt­bi­e­nen­tag betont: „Für Honig­im­por­te müs­sen die­sel­ben Stan­dards gel­ten wie für hei­mi­sche Pro­duk­te.“ Um das zu garan­tie­ren, wur­de das Natio­na­le Refe­renz­zen­trum für authen­ti­sche Lebens­mit­tel gegrün­det. Von der Wabe bis ins Glas soll ver­folg­bar sein, woher der Honig stammt. „Noch funk­tio­niert das aber nicht flä­chen­de­ckend und EU-weit“, sagt Annet­te See­haus-Arnold vom Deut­schen Berufs- und Erwerbs­im­ker­bund. Und die EU lässt sich Zeit: der Auf­bau eines Rück­ver­folg­bar­keits­sys­tems und die Ein­füh­rung eines euro­päi­schen Refe­renz­la­bors für sys­te­ma­ti­sche Tests hat das Euro­pa­par­la­ment erst Anfang des Jah­res durch­ge­setzt, d.h. es ist erst in der Planung.

DBIB – ein Ver­band für alle Imker

Unter dem Mot­to: „Ein Herz für unse­re hei­mi­sche Imke­rei“ ruft der Berufs­im­ker­bund bun­des­weit alle Imker auf, mit dem Erwerbs­im­ker-Herz zu wer­ben und die Ver­brau­cher zu infor­mie­ren. Druck­vor­la­gen für Auf­kle­ber an Glä­sern, Schau­fens­tern, Autos, Ansteck­but­tons und Tas­sen gibt es auf der Web­sei­te zum Down­load unter berufs​im​ker​.de. „Wir set­zen uns für alle Imker ein – egal ob aus dem Erwerbs- oder Hob­by­be­reich“, betont die Prä­si­den­tin des DBIB. Und beim Ver­band sind alle Imker als Mit­glied willkommen.

 

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Bild: Anflug am Bienenstock.

 

Quel­le: Deut­scher Berufs- und Erwerbsimkerbund/​Janine Fritsch
Foto­credits: Jani­ne Fritsch

 

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