Belastungen frühzeitig erkennen und behandeln: Angebot zur Förderung mentaler Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Vorstellung des Schulpräventionsprogrammes „Verrückt? Na und!“ im HSK. Neues Angebot zur Förderung mentaler Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Hoch­sauer­land­kreis. Immer mehr Kin­der und Jugend­li­che sind von psy­chi­schen Belas­tun­gen betrof­fen. Schu­li­sche Leis­tun­gen, sozia­le Bezie­hun­gen und die all­ge­mei­ne Lebens­qua­li­tät kön­nen dadurch erheb­lich beein­flusst wer­den. Wenn psy­chi­sche Belas­tun­gen früh­zei­tig erkannt und behan­delt wer­den, kön­nen lang­fris­ti­ge Aus­wir­kun­gen ver­hin­dert wer­den. Das Gesund­heits­amt Hoch­sauer­land­kreis will an die­ser Stel­le anset­zen und gemein­sam mit einer Viel­zahl wei­te­rer Akteu­re das Prä­ven­ti­ons­pro­gramm „Ver­rückt? Na und!“ im HSK ein­füh­ren. Dazu fand die Auf­takt­ver­an­stal­tung des Pro­gramms im Mesche­der Kreis­haus statt.

Über das Pro­gramm „Ver­rückt? Na und!“ 

Das Schul­prä­ven­ti­ons­pro­gramm „Ver­rückt? Na und!“ wur­de von dem Ver­ein „Irr­sin­nig Mensch­lich e.V.“ für die Sekun­dar­stu­fe ent­wi­ckelt und hat etli­che Prä­ven­ti­ons­prei­se gewon­nen. Das Pro­gramm baut Vor­ur­tei­le gegen­über psy­chi­schen Erkran­kun­gen ab und ver­mit­telt Wis­sen über psy­chi­sche Erkran­kun­gen und mög­li­che Hilfs- und Bera­tungs­an­ge­bo­te im Hoch­sauer­land­kreis. In einer drei­tä­gi­gen Schu­lung wer­den im Vor­feld zunächst Exper­tin­nen und Exper­ten aus dem psy­cho­so­zia­len und psych­ia­tri­schen Umfeld sowie Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin­nen und –arbei­ter für die Durch­füh­rung des Pro­gramms ausgebildet.

„Ver­rückt? Na und!“ im Hochsauerlandkreis

In der Auf­takt­ver­an­stal­tung wur­de das Prä­ven­ti­ons­pro­gramm von Bri­git­te Schön­heit, der Lan­des­ko­or­di­na­to­rin für Nord­rhein-West­fa­len des Ver­eins „Irr­sin­nig Mensch­lich e.V.“ vor­ge­stellt. Sie beton­te, dass kei­ne Lebens­pha­se so anfäl­lig für Pro­ble­me ist, wie die Jugend­zeit: „Wäh­rend kör­per­li­che Erkran­kun­gen oft erst im spä­te­ren Lebens­al­ter zum ernst­haf­ten Pro­blem wer­den, suchen psy­chi­sche Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen, Angst­stö­run­gen und Sucht­er­kran­kun­gen Men­schen jeden Alters heim: Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne am stärksten“.

Ins­ge­samt nah­men rund 40 Akteu­re der gemein­de­psych­ia­tri­schen Ver­sor­gung sowie inter­es­sier­te Schu­len an der Ver­an­stal­tung teil und dis­ku­tier­ten über mög­li­che Bedin­gun­gen zur Imple­men­tie­rung des Pro­gramms an den Schu­len im Hochsauerlandkreis.

„Wir freu­en uns sehr, dass bereits eini­ge ihr Inter­es­se an dem Prä­ven­ti­ons­pro­gramm bekun­det haben. In der nächs­ten Zeit steht die Fin­dung und Schu­lung der Akteu­re und eine Ter­min­ko­or­di­na­ti­on mit den Schu­len an, damit das Pro­gramm im Hoch­sauer­land­kreis eta­bliert wer­den kann. Geplant ist, dass wir die ers­ten Schul­ta­ge Ende 2023 anbie­ten kön­nen“, erklärt Chris­ti­an Rade­ma­cher, Lei­tung Sach­ge­biet Gesund­heits- und Ver­sor­gungs­ko­or­di­na­ti­on, Gesund­heits­amt Hochsauerlandkreis.
Zur Durch­füh­rung des Pro­gramms an Schu­len wer­den noch wei­te­re Akteu­re der gemein­de­psych­ia­tri­schen Ver­sor­gung gesucht.

Inter­es­sier­te kön­nen sich ger­ne mel­den unter Tele­fon 0291944217 oder Mail an gisela.​brouwers@​hochsauerlandkreis.​de.

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Quel­le: Pres­se­stel­le Hoch­sauer­land­kreis, Mar­tin Reu­ther (V.i.S.d.P.) in Meschede
Foto­credit: Ado­be­Stock 589303126

 

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