Weltfrauentag: „Landwirtschaftliche Betriebe sind ohne Unternehmerinnen heute undenkbar“

Weltfrauentag: Auch der Bauernverband wird mit eigenem Gremium weiblicher

Hoch­sauer­land/West­fa­len-Lip­pe. Frau­en haben heu­te auf land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben zuneh­mend auch als Unter­neh­me­rin­nen eine zen­tra­le Bedeu­tung: Sie tref­fen stra­te­gisch-unter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dun­gen, sind Brü­cken­baue­rin­nen in die Gesell­schaft und erschlie­ßen oft­mals neue inno­va­ti­ve Betriebs­be­rei­che. Der Anteil der Frau­en in land­wirt­schaft­li­cher Aus­bil­dung steigt seit Jah­ren, an den Hoch­schu­len sind etwa 50 Pro­zent der Agrar-Stu­die­ren­den weib­lich. Der West­fä­lisch-Lip­pi­sche Land­wirt­schafts­ver­band (WLV) nimmt die­se posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen zum Anlass, Frau­en in der Inter­es­sen­ver­tre­tung künf­tig mehr Gehör zu ver­schaf­fen und legt mit der Neu­grün­dung des Fach­aus­schus­ses für Land­wirt­schaft­li­che Unter­neh­me­rin­nen den Grund­stein. Für den Land­wirt­schaft­li­chen Kreis­ver­band Hoch­sauer­land sind Bri­git­te Wul­len­we­ber und Ingrid Noe­ke (bei­de aus Mesche­de) als Dele­gier­te in Müns­ter ver­tre­ten. Wil­helm Kühn, Vor­sit­zen­der des Land­wirt­schaft­li­chen Kreis­ver­ban­des Hoch­sauer­land sieht in dem Aus­schuss auch gro­ße Chan­cen für die Arbeit im Kreis­ver­band: „Die­ses Gre­mi­um wird Frau­en ermun­tern, auch in unse­rem Kreis­ver­band mehr Ver­ant­wor­tung in Vor­stän­den zu übernehmen.“

Bild: Bri­git­te Wul­len­we­ber aus Meschede 

08.03. Wullenweber Bauernverband

Das Inter­es­se am neu gegrün­de­ten Aus­schuss ist groß: Mehr als 30 Ver­tre­te­rin­nen waren aus den 19 Kreis­ver­bän­den in den WLV-Fach­aus­schuss ent­sandt wor­den. Bei der ers­ten Zusam­men­kunft im Janu­ar in Müns­ter mach­te Susan­ne Schul­ze Bockel­oh, Vor­sit­zen­de des Land­wirt­schaft­li­chen Kreis­ver­ban­des Müns­ter, deut­lich: „Frau­en sind ein star­ker Part auf land­wirt­schaft­li­chen Betrieben.

Dies wird jetzt auch in den Gre­mi­en des Bau­ern­ver­ban­des sichtbar. 

Wir wol­len neue Impul­se geben und die­se auf allen Ebe­nen in die Ver­bands­po­li­tik ein­brin­gen.“ Schul­ze Bockel­oh ist Ver­tre­te­rin des West­fä­lisch-Lip­pi­schen Land­wirt­schafts­ver­ban­des für die Inter­es­sen der Frau­en auf Ebe­ne des Deut­schen Bau­ern­ver­ban­des (DBV) und seit Mai ver­gan­ge­nen Jah­res bereits Vor­sit­zen­de des dor­ti­gen DBV-Fach­aus­schus­ses „Unter­neh­me­rin­nen in der Landwirtschaft“.

Bereits bei die­ser ers­ten Zusam­men­kunft des neu­en Aus­schus­ses zeig­te sich die Not­wen­dig­keit, in einem rei­nen Frau­en-Gre­mi­um zu arbei­ten, deut­lich. Um im Bau­ern­ver­band mehr Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen zu eta­blie­ren, wird mit dem rei­nen Frau­en­aus­schuss für Unter­neh­me­rin­ne leich­ter die Hemm­schwel­le über­wun­den, in der berufs­stän­di­schen Inter­es­sen­ver­tre­tung mit­zu­ar­bei­ten, als es in rei­nen Män­ner­run­den mög­lich wäre.

„Land­wirt­schaft­li­che Betrie­be sind ohne Unter­neh­me­rin­nen heu­te undenk­bar“. Frau­en in der Land­wirt­schaft sind inno­va­tiv und lö­sungs­ori­en­tiert, sie haben gute Ideen und neh­men betriebs­wirt­schaft­li­che Aspek­te eben­so in den Blick, wie sie das nö­ti­ge Gespür dafür haben, die Hö­fe zukunfts­fähig auf­zu­stel­len. Neben ihrer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stär­ke in Rich­tung der Gesell­schaft brin­gen sie oft­mals eine gro­ße Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft mit, um ver­schie­de­ne Inter­es­sen mit­ein­an­der zu ver­ei­nen. All die­se Eigen­schaf­ten wol­len wir künf­tig bün­deln und Frau­en mit dem jetzt gegrün­de­ten Unter­neh­me­rin­nen- Aus­schuss eine Mög­lich­keit bie­ten, sich aus­zu­tau­schen und Inter­es­sen aktiv in die Ver­bands­po­li­tik ein­zu­brin­gen“, freut sich WLV-Prä­si­dent Huber­tus Beringmeier.

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Quel­le: Bar­ba­ra Kru­se, West­fä­lisch-Lip­pi­scher Land­wirt­schafts­ver­band ‑Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit Südwestfalen-
Foto: Ers­te Sit­zung des Aus­schus­ses im Janu­ar in Müns­ter (Foto­credit: ©WLV)

Bild im Bericht: Bri­git­te Wul­len­we­ber aus Mesche­de (Foto privat)