Versicherungstipp – Achtung Brandgefahr ! Warum Teelichtöfen, Deko-Kamine und Co. keine echten Heizalternativen sind

Die Temperaturen sinken und die Heizkosten steigen : Selbstgebastelte Teelichtöfen, Deko-Kamine, Holzkohlegrills und Co. sind aktuell gefragte Wärmequellen, um scheinbar günstig durch den Winter zu kommen.

Cos­mos­Di­rekt, der Direkt­ver­si­che­rer der Gene­ra­li in Deutsch­land, zeigt, wie gefähr­lich die ver­meint­li­chen Heiz­al­ter­na­ti­ven sind und gibt Tipps für den Brand­schutz in der Wohnung.

Mit den anstei­gen­den Ener­gie­prei­sen der letz­ten Mona­te hat auch die Suche nach alter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten zuge­nom­men, wie ein Blick in die Goog­le-Trends-Such­an­fra­gen zeigt.[1] Mit Tee­licht­ofen, Deko-Kamin oder Holz­koh­le­grill will so man­cher Heiz­kos­ten ein­spa­ren. Die Gefahr die­ser Trends wird dabei aber oft unter­schätzt. Isol­de Klein, Ver­si­che­rungs­ex­per­tin bei Cos­mos­Di­rekt, erklärt, war­um die­se Trends gefähr­lich und nicht zu emp­feh­len sind und was man grund­sätz­lich für den Brand­schutz in den eige­nen vier Wän­den tun kann.

GEFÄHR­LI­CHE KERZENKONSTRUKTION

Ein paar Tee­lich­ter, Ton­blu­men­topf, Unter­set­zer und eine Gewin­de­stan­ge – fer­tig ist der Tee­licht­ofen. Mitt­ler­wei­le kur­sie­ren zahl­rei­che Anlei­tun­gen für DIY-Kon­struk­tio­nen wie die­se im Inter­net. Sie sol­len güns­ti­ge Alter­na­ti­ven zum Hei­zen bie­ten, sind jedoch vor allem eines : gefähr­lich. Die dabei ent­ste­hen­de Wär­me ist nicht nur zu gering, um einen gan­zen Raum zu behei­zen oder gar eine Hei­zungs­an­la­ge erset­zen zu können.[2] Die selbst­ge­bas­tel­ten Öfen brin­gen auch eine hohe Brand­ge­fahr mit sich, denn Tee­lich­ter bestehen aus dem Erd­öl­pro­dukt Par­af­fin, das nicht mit Was­ser gelöscht wer­den kann. Lässt sich das bren­nen­de Tee­licht nicht aus­pus­ten, muss die Flam­me durch Abde­cken erstickt wer­den. Dar­über hin­aus kön­nen sich zu eng anein­an­der ste­hen­de Tee­lich­ter schnell ent­zün­den, wodurch ein Wachs­brand ent­ste­hen kann. Und die­ser soll­te aus­schließ­lich mit einer Lösch­de­cke oder einem Feu­er­lö­scher – auf kei­nen Fall aber mit Was­ser – gelöscht wer­den, da das den Brand wei­ter anfa­chen würde.[3] „Damit es gar nicht erst zu einem Brand kommt, soll­te man grund­sätz­lich bei offe­nen Flam­men wie bei­spiels­wei­se Tee­lich­tern oder Ker­zen immer Vor­sicht wal­ten las­sen und die­se nie­mals unbe­auf­sich­tigt bren­nen las­sen“, sagt Isol­de Klein.

DEKO BLEIBT DEKO, GRILL BLEIBT GRILL

Etha­nol-Kami­ne sor­gen für eine gemüt­li­che, woh­lig war­me Atmo­sphä­re ohne Rauch und Ruß. Als ech­te Heiz­al­ter­na­ti­ve sind die Deko-Kami­ne jedoch nicht geeig­net. Denn sie geben zwar Wär­me ab, gleich­zei­tig aber auch Schad­stof­fe. So kön­nen beim Ver­bren­nen des Etha­nols neben gif­ti­gem Koh­len­mon­oxid auch krebs­er­re­gen­de Stof­fe wie Form­alde­hyd, Ben­zol oder Fein­staub frei­ge­setzt wer­den. Im schlimms­ten Fall füh­ren Miss­ge­schi­cke und Bedien­feh­ler zu Ethanol-Explosionen.[4] Für die Bedie­nung und das Nach­fül­len sol­cher Kami­ne gilt abso­lu­te Vor­sicht. Ähn­lich gefähr­lich ist die Nut­zung eines Holz­koh­le­grills zum Hei­zen. Wird die Koh­le in geschlos­se­nen Räu­men ange­schürt, besteht nicht nur eine hohe Brand­ge­fahr, son­dern auch das Risi­ko einer Koh­len­mon­oxid­ver­gif­tung, die zum Tod füh­ren kann.[5]

RAUCH- UND KOH­LEN­MON­OXID-MEL­DER KÖN­NEN LEBEN RETTEN

Alarm­sys­te­me wie Rauch- und Koh­len­mon­oxid-Mel­der sind ech­te Lebens­ret­ter und wich­tig für die eige­ne Sicher­heit. In Schlaf­zim­mern, Kin­der­zim­mern und allen Flu­ren, die als Flucht­weg die­nen, sind Rauch­mel­der des­halb bun­des­weit für den pri­va­ten Wohn­raum in jedem Fall Pflicht. Ob und in wel­chen Räu­men gege­be­nen­falls zusätz­li­che Rauch­mel­der ange­bracht wer­den müs­sen, ent­schei­det das jewei­li­ge Bundesland.[6] Zusätz­lich ist es sinn­voll Koh­len­mon­oxid-Mel­der in Schlaf- und Auf­ent­halts­räu­men sowie min­des­tens in Räu­men mit brenn­stoff­be­trie­be­nen Anla­gen anzu­brin­gen, die per­ma­nent die CO-Kon­zen­tra­ti­on in der Raum­luft über­wa­chen und selbst gerin­ge Men­gen des gif­ti­gen Gases erken­nen. Denn Koh­len­stoff­mon­oxid (CO) ent­steht bei der unvoll­stän­di­gen Ver­bren­nung koh­len­stoff­hal­ti­ger Kraft- und Brenn­stof­fe. Sind bei­spiels­wei­se Abluft­roh­re in Hei­zungs­an­la­gen oder Gas­ther­men ver­stopft, undicht, tech­nisch defekt oder ist die Frisch­luft­zu­fuhr nicht aus­rei­chend, kann CO frei­ge­setzt wer­den und Ver­gif­tun­gen ver­ur­sa­chen, die im schlimms­ten Fall zum Tod füh­ren. Das farb‑, geschmacks- und geruchs­lo­se, gif­ti­ge Gas ist dabei beson­ders gefähr­lich, weil es durch Böden, Wän­de und Decken gehen kann. Die Gefah­ren­quel­le muss sich also nicht unbe­dingt in der eige­nen Woh­nung befinden.[7]

WER BEI EINEM BRAND FÜR DEN SCHA­DEN AUFKOMMT

„Kommt es trotz aller Vor­sor­ge­maß­nah­men doch zu einem Brand, der die Ein­rich­tung beschä­digt oder zer­stört, tritt im Regel­fall die Haus­rat­ver­si­che­rung ein, wel­che alle beweg­li­chen Ein­rich­tungs- und Gebrauchs­ge­gen­stän­de im Haus­halt absi­chert“, sagt Isol­de Klein und ergänzt „Haus­ei­gen­tü­mer soll­ten zudem eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Die­se deckt die Schä­den am Gebäu­de ab und kann vor dem finan­zi­el­len Ruin schüt­zen.“ Ver­ur­sacht das Feu­er auch beim Nach­bar einen Scha­den, prüft die Haft­pflicht­ver­si­che­rung die Ein­tritts­pflicht. Spe­zi­ell für Mehr­fa­mi­li­en­haus-Besit­zer ist eine Haus- und Grund­be­sit­zer-Haft­pflicht ratsam.

 

[1] Quel­le : Goog­le Trends : https://​trends​.goog​le​.de/​t​r​e​n​d​s​/​e​x​p​l​o​r​e​?​g​e​o​=​D​E​&​q​=​T​e​e​l​i​c​h​t​o​fen

[2] Quel­le : hei​zung​.de : https://​ots​.de/​x​H​8​TYW

[3] Quel­le : Feu­er­wehr Nürn­berg : https://​www​.nuern​berg​.de/​i​n​t​e​r​n​e​t​/​f​e​u​e​r​w​e​h​r​/​k​e​r​z​e​n​_​t​e​e​l​i​c​h​t​e​r​.​h​tml

[4] Quel­le : Stif­tung Waren­test : https://www.test.de/Ethanol-Kamin-Brandgefaehrliche-Deko-1832217–0/

[5] Quel­le : Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR): https://​ots​.de/​f​s​O​wRl

[6] Quel­le : rauch​mel​der​-lebens​ret​ter​.de : https://​www​.rauch​mel​der​-lebens​ret​ter​.de/​r​a​u​c​h​m​e​l​d​e​r​p​f​l​i​c​ht/

[7] Quel­le : Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft e.V.: https://​ots​.de/​h​s​d​vic

 

Cos­mos­Di­rekt ist Deutsch­lands füh­ren­der Online-Ver­si­che­rer und der Direkt­ver­si­che­rer der Gene­ra­li in Deutsch­land. Mit ein­fa­chen und fle­xi­blen Online-Ange­bo­ten und kom­pe­ten­ter per­sön­li­cher Bera­tung rund um die Uhr setzt das Unter­neh­men neue Maß­stä­be in der Ver­si­che­rungs­bran­che. Zum Ange­bot zäh­len pri­va­te Absi­che­rung, Vor­sor­ge und Geld­an­la­ge. Mehr als 1,8 Mil­lio­nen Kun­den ver­trau­en auf CosmosDirekt.

 

Quel­le : Sabi­ne Gembal­la, Media Rela­ti­ons, CosmosDirekt
Jörg Linder,Head of Media Rela­ti­ons, Gene­ra­li Deutsch­land AG

Ori­gi­nal-Con­tent von : Cos­mos­Di­rekt, über­mit­telt durch news aktuell
Bild­quel­le : Cos­mos­Di­rekt / Ado­be Stock  – Bild­rech­te : Cos­mos­Di­rekt / Ado­be Stock / Foto­graf : CosmosDirekt

 

 

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