Die Pflege verdient den Bonus – und noch viel mehr

Pflegebonus-Gesetz wird in dieser Woche abschließend beraten

win­ter­berg-total­lo­kal: Hochsauerlandkreis/​Berlin: Der Deut­sche Bun­des­tag berät in die­ser Woche abschlie­ßend das Pfle­ge­bo­nus-Gesetz. Damit kommt der bereits drit­te Bonus zur Aner­ken­nung der beson­de­ren Leis­tung der Pfle­ge­kräf­te wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie. Außer­dem sichern wir die Liqui­di­tät der Kran­ken­häu­ser, unter ande­rem durch die Erhö­hung des Pfle­ge­ent­gelt­werts, und stel­len die Wei­chen für eine stär­ke­re Tarif­bin­dung in der Pflege.

Dazu unter­streicht der hei­mi­sche SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Frak­ti­ons­vi­ze, Dirk Wie­se die Aus­füh­run­gen von Chris­tos Pan­ta­zis, zustän­di­ger Bericht­erstat­ter: “Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie wur­de deut­lich, dass Beschäf­tig­te in der Pfle­ge Teil der kri­ti­schen Infra­struk­tur sind, die unser Land am Lau­fen hält. Wir stel­len dar­um eine Mil­li­ar­de Euro zur Ver­fü­gung, um Prä­mi­en­zah­lun­gen an die Pfle­ge­kräf­te zu ermög­li­chen. Die­ser Bonus ist ein Zei­chen der Wert­schät­zung für die Pfle­ge­kräf­te, die seit zwei Jah­ren an der Belas­tungs­gren­ze arbei­ten. Es ist uns im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren gelun­gen, den Kreis der Bezugs­be­rech­tig­ten um Leih­ar­beit­neh­me­rin­nen Leih­ar­beit­neh­mer und Mit­glie­der der Schwes­tern­schaf­ten zu ver­grö­ßern. Zusätz­lich konn­ten wir die Steu­er­frei­heit für frei­wil­li­ge Bonus­zah­lun­gen für ande­re Berufs­grup­pen wie Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te, Ret­tungs­kräf­te und Beschäf­tig­te in Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tun­gen durch­set­zen. Auch das ist ein gro­ßer Erfolg.

Außer­dem grei­fen wir den Kran­ken­häu­sern finan­zi­ell unter die Arme. Neben einem erhöh­ten Pfle­ge­ent­gelt­wert von 200 Euro bis Ende des Jah­res garan­tie­ren wir den Kli­ni­ken 98 Pro­zent der Erlö­se aus dem Vor­pan­de­mie­jahr 2019 und sor­gen dafür, dass die Liqui­di­tät der Kran­ken­häu­ser spür­bar ver­bes­sert wird.”

Hei­ke Baeh­rens, gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­che­rin, erklärt: “Die­ser Pfle­ge­bo­nus ist ein star­kes Zei­chen der Wert­schät­zung. Aber uns als SPD ist klar: Das kann nur der Anfang sein für die Pfle­ge in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode. Mehr Per­so­nal, gute Arbeits­be­din­gun­gen, plan­ba­re Arbeits­zei­ten, durch­läs­si­ge Kar­rie­re­we­ge – dar­an arbei­ten wir weiter.

Dirk Wie­se ergänzt: “Auch die Bezah­lung von Pfle­ge­kräf­ten muss end­lich ihrer gesell­schaft­li­chen Bedeu­tung ent­spre­chen. Einen Mei­len­stein dafür errei­chen wir im Herbst, wenn die tarif­li­che Bezah­lung zum Stan­dard in der Lang­zeit­pfle­ge wird. Dafür schaf­fen wir eine Auf­wärts­spi­ra­le bei der Ent­loh­nung, mit der die Gehäl­ter und pfle­ge­ty­pi­schen Zula­gen in bis­her nicht tarif­ge­bun­de­nen Ein­rich­tun­gen und Diens­ten für die Beschäf­tig­ten deut­lich stei­gen wer­den. Zur bes­se­ren Ver­ein­bar­keit von Pfle­ge und Beruf wird außer­dem für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge gere­gelt, dass sie in einem Akut­fall wei­ter­hin bis zu 20 Arbeits­ta­ge frei­ge­stellt wer­den kön­nen. Es freut mich, dass damit dann auch hier im Hoch­sauer­land die Beschäf­tig­ten in der Pfle­ge Ver­bes­se­run­gen spü­ren wer­den.” so Wiese.

Foto­credits: @ Mar­co Urban

Quel­le: Dirk Wie­se, MdB

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