Bis zu 28 Prozent mehr Geld für Köche, Kellner & Co. im Hochsauerlandkreis

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Ab Mai : Gewerkschaft NGG rät 6.200 Beschäftigten zum Lohn-Check

win­ter­berg-total­lo­kal : NGG : Dicke­re Porte­mon­naies für Köchin­nen, Kell­ner und Hotel­an­ge­stell­te : Die rund 6.200 Men­schen, die im Hoch­sauer­land­kreis in der Gas­tro­no­mie und Hotel­le­rie arbei­ten, bekom­men ab sofort deut­lich mehr Geld. Zum Mai stei­gen ihre Löh­ne auf min­des­tens 12,50 Euro – für unge­lern­te Kräf­te bedeu­tet das ein Plus von 28 Pro­zent. Fach­leu­te kom­men ab dem ers­ten Berufs­jahr nun auf einen Stun­den­lohn von 13,95 Euro – 17 Pro­zent mehr als bis­lang. Die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) spricht von einem „Licht­blick nach mehr als zwei Jah­ren Coro­na“ und ruft die Beschäf­tig­ten dazu auf, bei der Lohn­ab­rech­nung für den Mai genau hinzugucken.

„Die Pan­de­mie hat das Gast­ge­wer­be enorm getrof­fen. Und damit auch die Beschäf­tig­ten, die Ein­kom­mens­ein­bu­ßen durch die Kurz­ar­beit in Kauf neh­men muss­ten. Mit dem star­ken Lohn-Plus haben sie jetzt wie­der eine Per­spek­ti­ve“, sagt Isa­bell Mura, Geschäfts­füh­re­rin der NGG-Regi­on Süd­west­fa­len. Nun kom­me es dar­auf an, dass sich Wir­te und Gas­tro­no­men an den aus­ge­han­del­ten Tarif­ver­trag hiel­ten. Für sie wer­de es durch die attrak­ti­ve­ren Bedin­gun­gen aller­dings auch leich­ter, zwi­schen­zeit­lich abge­wan­der­tes Per­so­nal für die Früh­jahrs- und Som­mer­sai­son zurück­zu­ge­win­nen. „So kön­nen Restau­rants und Hotels in Zei­ten sin­ken­der Inzi­den­zen und stei­gen­der Tem­pe­ra­tu­ren wie­der durch­star­ten“, unter­streicht Mura.

An die Beschäf­tig­ten im Hoch­sauer­land­kreis appel­liert die Gewerk­schaf­te­rin, jetzt einen genau­en „Lohn-Check“ zu machen. „Gera­de Fach­kräf­te soll­ten dar­auf ach­ten, ob sie nach ihren Qua­li­fi­ka­tio­nen bezahlt wer­den. Wer in der fal­schen Lohn­grup­pe ist, dem gehen monat­lich schnell meh­re­re Hun­dert Euro durch die Lap­pen“, so Mura. Wer etwa eine Aus­bil­dung habe und län­ger als vier­ein­halb Jah­re im Gast­ge­wer­be arbei­te, soll­te nun auf einen Stun­den­lohn von 16,27 Euro (bis­her : 14,22 Euro) kom­men. Bei Fra­gen rund um die Bezah­lung hilft die NGG vor Ort. „Und damit das Extra-Geld wirk­lich bei den Men­schen ankommt, wer­den aktu­ell auch Betriebs­rä­te und Füh­rungs­kräf­te über den neu­en Tarif­ver­trag infor­miert. Klar ist : Im Gast­ge­wer­be soll­te sich nie­mand län­ger mit einer Bezah­lung auf Min­dest­lohn-Niveau abspei­sen las­sen“, betont Mura.

Foto­credits : NGG

Quel­le : Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) Regi­on Südwestfalen


Bericht : winterberg-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Winterberg

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