Winterbilanz: Nach zwei fast ausgefallenen Jahren, gab es endlich wieder Wintersport

Winterbilanz: Skifahren und Langlauf vorwiegend in den Hochlagen

win­ter­berg-total­lo­kal: Win­ter­berg: Eine beson­ders her­aus­for­dern­de Sai­son hat die Win­ter­sport-Are­na Sau­er­land hin­ter sich gebracht. Die hoch gele­ge­nen Ski­ge­bie­te kom­men im Schnitt auf 80 bis 90 Sai­son­ta­ge, klei­ne Ski­ge­bie­te und der Lang­lauf­be­reich jedoch nur auf 10 bis 20 Tage. Rund 500.000 Ski­fah­rer, Lang­läu­fer, Wan­de­rer und Event­be­su­cher besuch­ten in den ver­gan­ge­nen Mona­ten die Region.

Nach zwei Jah­ren geht es für die Win­ter­sport-Are­na Sau­er­land end­lich wie­der auf­wärts: Nach dem beson­ders mil­den Win­ter 1920 und dem Lock­down­win­ter 2021 hat die Regi­on ihren Gäs­ten wie­der guten und umfang­rei­chen Win­ter­sport bie­ten kön­nen – und dür­fen. Aller­drings kom­men die zurück­lie­gen­den Mona­te nicht an die sehr kal­te und schnee­rei­che Vor­jah­res­zeit her­an, in der über Mona­te hin­weg die alpi­nen Ski­ge­bie­te auf­grund der Pan­de­mie geschlos­sen blei­ben muss­ten. Dies ist beson­ders bit­ter für die klei­ne­ren Ski­ge­bie­te ohne oder nur mit wenig Beschneiung.

„Durch­wach­se­ne“ Bilanz

Über 120 Betriebs­ta­ge könn­ten sich noch auf­sum­mie­ren, da eini­ge Ski­lif­te noch wei­ter lau­fen. Das soll­te jedoch nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass dies ein Spit­zen­wert und die abso­lu­te Aus­nah­me ist. Hoch­ge­le­ge­ne Gebie­te mit Beschnei­ungs­an­la­ge boten durch­schnitt­lich 80 bis 90 Tage lang Win­ter­sport. Klei­ne Ski­ge­bie­te in den mittleren
Lagen ohne oder mit nur wenig Beschnei­ungs­mög­lich­kei­ten waren 5 bis 15 Tage geöff­net. Trotz selbst gesetz­ter Limi­tie­rung der Tickets sind die grö­ße­ren Ski­ge­bie­te über­wie­gend zufrie­den mit der zurück­lie­gen­den Sai­son, die klei­ne­ren konn­ten deut­lich weni­ger wirt­schaft­lich arbeiten.

Ähn­lich sieht es beim Lang­lauf aus. Maxi­mal 41 Tage lang waren die Loi­pen gespurt. Im Schnitt kamen die hoch gele­ge­nen Loi­penski­ge­bie­te auf 20 Tage. In den Mitt­le­ren Lagen war Lang­lauf an bis zu 5 Tagen mög­lich. Grund dafür war das über­wie­gend wech­sel­haf­te, etwas zu mil­de Winterwetter.

Schnee fast aus­schließ­lich ober­halb von 700 Meter

Natur­schnee gab es vor­wie­gend in den Hoch­la­gen. Der Kah­le Asten mel­de­te in der Spit­ze 52 Zen­ti­me­ter Natur­schnee. Kurz vor Weih­nach­ten mach­te ein kur­zes Käl­te­fens­ter Beschnei­ung mög­lich und berei­te­te damit den Weg für ein umfang­rei­che­res alpi­nes Win­ter­sport­an­ge­bot. Dar­auf folg­te aller­dings ein extrem mil­der Jah­res­wech­sel. Bis Ende Febru­ar war das Wet­ter wech­sel­haft und nie­der­schlags­reich. Das wech­sel­haf­te Wet­ter brach­te zwar nur weni­ge Mög­lich­kei­ten zur Schnee­pro­duk­ti­on, dafür aber immer wie­der etwas Natur­schnee. Für die­se Ver­hält­nis­se war die Natur­schnee­la­ge recht gut, jedoch meist ober­halb von 700 Metern. Nach monatelanger
West­wet­ter­la­ge stell­te sich erst Ende Febru­ar sta­bi­les, tro­cke­nes und kal­tes Ost­wet­ter ein. Damit begann eine son­ni­ge und win­ter­lich kal­te Nachsaison.

Zu Beginn des Win­ters war es alles ande­re als sicher, ob die Ski­ge­bie­te vor dem Hin­ter­grund der stei­gen­den Coro­na-Zah­len durch­ge­hend geöff­net blei­ben durf­ten oder ob erneu­te Schlie­ßun­gen bevor­ste­hen. Der Umgang mit den stän­dig wech­seln­den, nicht immer ein­deu­ti­gen Auf­la­gen und dem extrem hohen Infor­ma­ti­ons­be­darf der Gäste
war eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Posi­tiv war jedoch: Besu­cher und Betrei­ber erleb­ten eine durch­ge­hen­de Sai­son ohne Unter­bre­chun­gen. Und trotz hohem Erklä­rungs­be­darf und vor­ge­schrie­be­ner Kon­trol­len, hat­ten die Gäs­te über­wie­gend Ver­ständ­nis für die Corona-Schutz-Auflagen.

Besu­cher­len­kung über Ticket­be­gren­zung nur teil­wei­se erfolgreich

Um die Erlaub­nis zur Öff­nung zu erhal­ten, hat­ten die Betrei­ber der alpi­nen Ski­ge­bie­te die Besu­cher­zah­len frei­wil­lig redu­ziert. In den grö­ße­ren Gebie­ten erfolg­te die Steue­rung über die Online­shops, in den klei­ne­ren über die Zufahrt zum Park­platz. Zumin­dest die größ­ten Ski­ge­bie­te waren gut besucht, an den Wochen­en­den oft­mals ausgebucht.

Durch die Besu­cher­re­du­zie­rung wur­de die Sicher­heit der Gäs­te erhöht und trotz hohem Kon­troll­auf­wand eine gere­gel­te Abwick­lung an den Kas­sen und Lif­ten ermög­licht. Der erhoff­te Ein­fluss auf die Ver­kehrs­la­ge blieb jedoch gering, da die alpi­nen Win­ter­sport­ler nur einen Teil der Win­ter­gäs­te aus­ma­chen. Ins­be­son­de­re wenn die Wet­ter­be­rich­te Schnee­fall mel­de­ten ström­ten zahl­rei­che Schnee­tou­ris­ten in die Haupt­win­ter­sport­ge­bie­te, füll­ten Stra­ßen und Park­plät­ze. Meist am Wochen­en­de, haupt­säch­lich in der Mit­tags­zeit – und das in dem ver­gleichs­wei­se schnee­ar­men Win­ter. Auf die Steue­rung die­ser Gäs­te haben die Ski­ge­bie­te kei­nen Ein­fluss. Hier soll künf­tig das Pro­jekt AIR eine Ver­bes­se­rung her­bei­füh­ren. Ob die Ticket­li­mi­tie­rung bei­be­hal­ten wird, wer­den die Lift­be­trei­ber bis zum nächs­ten Win­ter entscheiden.

Trotz Besu­cher­re­du­zie­rung, sind die gro­ßen Ski­ge­bie­te mit den Besu­cher­zah­len über­wie­gend zufrie­den. In den Kro­kus­fe­ri­en aller­dings fehl­ten auf­grund der Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen die Nie­der­län­der, Bel­gi­er und Dänen.

Ski­fah­ren und rodeln in den Osterferien?

Am drit­ten März­wo­chen­en­de lau­fen ein letz­tes Mal in die­ser Sai­son 11 Lif­te: Mit 10 Ski­lif­ten ist die Haupt­ach­se des Ski­lift­ka­rus­sells Win­ter­berg befahr­bar. Zudem läuft ein Trans­port­band im Rodel­pa­ra­dies Ruhr­quel­le. Ab Mon­tag redu­ziert sich das Lift­an­ge­bot im Ski­lift­ka­rus­sell Win­ter­berg auf drei bis vier Lif­te am Pop­pen­berg. Das Rodel­pa­ra­dies Ruhr­quel­le ist dann nur noch am Wochen­en­de geöff­net. Die Betrei­ber wer­den ver­su­chen, die Ange­bo­te bis zu den Oster­fe­ri­en auf­recht zu erhalten.

Hil­fe für die Ukraine

Um die Men­schen in der Ukrai­ne zu unter­stüt­zen, haben Win­ter­sport-Are­na Sau­er­land und die Ski­ge­bie­te Spen­den in mehr­fa­cher fünf­stel­li­ger Höhe in Form von Geld an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und in Form von Hilfs­maß­nah­men geleis­tet. Um die Spen­den­sum­me zu erhö­hen hat die Win­ter­sport-Are­na Sau­er­land ihre Mar­ke­ting­maß­nah­men im März stark redu­ziert. Die Bilan­zie­rung des Win­ters als Pres­se­ge­spräch mit Cate­ring wur­de zuguns­ten der Spen­den­sum­me eben­falls eingespart.

Information:
Die Wintersport-Arena Sauerland ist ein Zusammenschluss der Skigebiete in den Kreisen Hochsauerland, Siegerland-Wittgenstein, Olpe und der Gemeinde Willingen. Durch gemeinsame Vermarktung, stetige Qualitätsverbesserung des Wintersportangebots und Optimierung der Schneesicherheit hat sich die Region seit 2001 zur bedeutendsten Wintersportregion nördlich der Alpen entwickelt. Insgesamt wurden seitdem rund 125 Millionen Euro in den Ausbau der Angebote investiert. Weitere Informationen unter www.wintersport-arena.de.
Die Nordicsport Arena ist der nordische Sportbereich der Wintersport-Arena Sauerland. Einsteiger wie Profis finden hier hochwertige Winter- und SommerSportangebote. Vielfältige, sorgfältig vermessene und beschilderte Strecken mit hohen Qualitätsstandards für Nordic Walking, Nordic Blading, Skiroller, Skiken

Foto­credits: Win­ter­sport-Are­na Sauerland

Quel­le: Win­ter­sport-Are­na Sauerland

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