Fußball im Nationalsozialismus – Öffentliche Themenführung am Sonntag, 3. April 2022

Öffentliche Themenführung in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg  (1933 – 1945)  am Sonntag, 3. April 2022, 11 Uhr

 

Kreis Pader­born (krpb). Die Macht­er­grei­fung der Natio­nal­so­zi­als­ten in 1933 bedeu­te­te auch für den Fuß­ball ein ein­schnei­den­des Ereig­nis, das ihn nach­hal­tig ver­än­dern soll­te. Wie haben sich Ver­ei­ne ver­hal­ten? Was pas­sier­te mit den Fuß­bal­lern? Gab es Frei­räu­me oder Mög­lich­kei­ten zum Wider­stand? Bei einer Öffent­li­chen Füh­rung am Sonn­tag, den 3. April, um 11 Uhr steht das The­ma „Fuß­ball in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus“ im Mit­tel­punkt. Die Muse­ums­päd­ago­gen gehen auch der Fra­ge nach, ob sich die­se Zeit noch heu­te in der Ver­bands­struk­tur und ein­zel­nen Begrif­fen wider­spie­gelt. Treff­punkt ist das Ein­gangs­foy­er in der Erin­ne­rungs- und Gedenk­stät­te Wewelsburg.

 

Fuß­ball in Deutsch­land hat eine über hun­dert Jah­re alte Tra­di­ti­on. Schon in den 1920er Jah­ren wur­den die Spie­le zu einem Zuschau­er­ma­gne­ten. Es gab eine gro­ße Viel­falt an Ver­ei­nen und Wett­be­wer­ben. Die­se Tra­di­ti­on wur­de mit der Macht­über­ga­be an die Natio­nal­so­zia­lis­ten 1933 zer­schla­gen. Vie­le Sport­ver­ei­ne wur­den ver­bo­ten und Mit­glie­der und Fans aus­ge­schlos­sen. In den „gleich­ge­schal­te­ten“ Ver­ei­nen soll­te sich die „deut­sche Volks­ge­mein­schaft“ zei­gen. Fuß­ball muss­te sich der Poli­tik und Ideo­lo­gie des Natio­nal­so­zia­lis­mus unter­ord­nen. Die zwölf Jah­re Nazi-Herr­schaft haben die Kul­tur des Fuß­balls in Deutsch­land nach­hal­tig verändert.

 

Die rund zwei­stün­di­ge Füh­rung eig­net sich für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 15 Jah­ren. Die Teil­nah­me kos­tet pro Per­son 3 €. Kar­ten kann man vor Ort oder online unter wewels​burg​.de erwerben.

 

Für die Teil­nah­me an der Ver­an­stal­tung gel­ten die aktu­el­len NRW-Coro­na-Schutz­vor­ga­ben, immer aktu­ell auf wewels​burg​.de

 

Bild­un­ter­zei­le Mas­pern­platz:  Die Spiel­fel­der des SV 13 Pader­born (links) und der DJK Pader­born (rechts) auf dem heu­ti­gen Mas­pern­platz mit Blick auf den Pader­bor­ner Dom, 1920er Jah­re (©Stadt- und Kreis­ar­chiv Paderborn)

 

Quel­le: Michae­la Pitz, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit, Aldegre­ver­str. 10 – 14, 33102 Paderborn

 

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