IG BAU will Rechte von Arbeitnehmervertretern stärken

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Wettbewerb : Vorzeige-Betriebsräte aus dem Hochsauerlandkreis gesucht

win­ter­berg-total­lo­kal : Enga­gier­te Betriebs­rä­te gesucht : Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter, die sich im Hoch­sauer­land­kreis wäh­rend der Coro­na­kri­se beson­ders um die Belan­ge von Beschäf­tig­ten ver­dient machen, sind preis­ver­däch­tig. Noch bis Ende April kön­nen sie sich um den Deut­schen Betriebs­rä­te-Preis 2021 bewer­ben. Dazu hat die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf­ge­ru­fen. „Von der Auf­sto­ckung des Kurz­ar­bei­ter­gel­des über einen wirk­sa­men Gesund­heits­schutz im Job bis hin zum Umgang mit einer dro­hen­den Insol­venz – die Arbeit von Betriebs­rä­ten ist wich­ti­ger denn je“, sagt IG BAU-Bezirks­vor­sit­zen­der Fried­helm Kreft.

Die Gewerk­schaft appel­liert zugleich an Beschäf­tig­te im Kreis, eine Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung zu grün­den, wo es bis­lang kei­ne gibt. „Gera­de in der Bau­bran­che mit vie­len klei­nen Hand­werks­un­ter­neh­men ist in punc­to Mit­be­stim­mung noch viel Luft nach oben. Beschäf­tig­te soll­ten sich aus Angst vor dem Chef aber nicht um ihr Recht brin­gen las­sen und eine Ver­tre­tung wäh­len“, so Kreft. Ein Betriebs­rat kann bereits in Fir­men ab fünf Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern gegrün­det wer­den und bringt nicht nur Beschäf­tig­ten, son­dern auch Unter­neh­men vie­le Vorteile.

Nach Anga­ben des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB) wur­den zuletzt 41 Pro­zent der Beschäf­tig­ten in West­deutsch­land von einem Betriebs­rat ver­tre­ten. In der Bau­wirt­schaft liegt die Quo­te bei ledig­lich 15 Prozent.

Außer­dem ruft die IG BAU West­fa­len Mit­te-Süd die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus der Regi­on dazu auf, das von Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD) vor­ge­leg­te „Betriebs­rä­te­stär­kungs­ge­setz“ zu unter­stüt­zen. Der Ent­wurf sieht vor, dass Beschäf­tig­te, die eine Betriebs­rats­wahl vor­be­rei­ten, schwe­rer künd­bar sind. Nach Beob­ach­tung der IG BAU wer­den Initia­ti­ven zur Grün­dung von Betriebs­rä­ten häu­fig mit allen Mit­teln blo­ckiert – mit zum Teil har­ten per­sön­li­chen Fol­gen für die enga­gier­ten Beschäf­tig­ten, die um ihren Arbeits­platz fürch­ten müssten.

Laut Gesetz­ent­wurf sol­len Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter zudem bei The­men wie dem mobi­len Arbei­ten und Künst­li­cher Intel­li­genz mehr Mit­spra­che erhal­ten. Obwohl das Vor­ha­ben im Ber­li­ner Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart wor­den war, stieß es zuletzt auf den Wider­stand der Union.

Der Deut­sche Betriebs­rä­te-Preis steht unter der Schirm­herr­schaft des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums und ist eine Initia­ti­ve der Fach­zeit­schrift „Arbeits­recht im Betrieb“. Die Aus­zeich­nung wird seit 2009 ver­lie­hen und zeich­net enga­gier­te Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen unab­hän­gig von Bran­che und Betriebs­grö­ße aus. Bewer­bungs­schluss für den Preis ist in die­sem Jahr der 30. April. Wei­te­re Infos online unter : www​.betriebs​rae​te​preis​.de.

Quel­le : IG BAU


Bericht : winterberg-totallokal.de - Ihr Nachrichtenmagazin aus Winterberg

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